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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ika bis illanke (Bd. 10, Sp. 2059 bis 2060)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ika, das geschrei des esels widergebend: das grobe müllers thier kan noch mehr sein ika ika singen. Luther 1, 279a; dem bapstesel jücken die ohren und wil sein ika und grobheit gekützelt haben. 3, 521a;

wie nu der herr kam heim gegangen,
wolt jn der esel auch empfangen (wie der hund).
mit esels füszen jn beschritt,
rief: ika, ika! kund anders nit.
B. Waldis Esop 1, 14, 36;

man kent den esel bei den ohrn.
verbirgt er aber ohrn und pfoten,
so singt er doch die esels noten,
und thut sich selb mit namen nennen,
das ika lert den esel kennen. 4, 48, 32.

vergl. oben ia und iha.

[Bd. 10, Sp. 2060]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) iklich, vgl. jeglich.
 
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iks, name des buchstaben X, in verbindung mit Y gebraucht, wie sonst N. N., einen nicht näher genannten anzudeuten:

so wie der papst auf seinem thron,
so sitzt Iks-Ypsilon auf seinem lohn;
er ist bepfründet, hat er mehr zu hoffen?
Göthe 47, 243.


 
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ilaub, n. hedera helix, epheu, auch ilob, ilof. Nemnich 3, 107.
 
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ilen, verb. bei den kammachern, auf der innern seite der gekochten und gerade gebogenen hornschroten die höcker abschneiden. Jacobsson 2, 307b.
 
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iler, m. schneidwerkzeug der kammacher, zum ilen des horns. ebenda.
 
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ilerstock, m. hölzernes gerät der kammacher, an welches das horn beim ilen gesetzt wird. ebenda.
 
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ilge, f. lilium. Nemnich 3, 411. Schm. 1, 67 Fromm. vgl. auch DWB gilge.
 
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ilgern, verb. stumpf werden, von den zähnen, ein altes oberdeutsches wort, dessen unter eilen theil 3 sp. 108 verfochtene verwandtschaft mit igeln sp. 2046 bei diesem letzten worte abgewiesen werden muste, das vielmehr zu ahd. ilki fames vel stridor dentium (Graff 1, 245), wie zu altnord. elgr, ningor gelidissimus, schneidender schneesturm, elgia aestuare, ags. ealgian tueri in nächster beziehung steht, vgl. Zacher goth. alphabet s. 96, wo der wortfamilie ein weiter hintergrund zu geben versucht wird, aus dem sicher eine deutsche wurzel alg mit der bedeutung des schneidens oder brennens hervorscheint; in dem als iterativ gebildeten verbum ilgern auf das gefühl der eszbegierde, der lüsternheit oder jener empfindung beim wahrnehmen saurer speisen übertragen, welche das wasser im munde zusammenlaufen läszt und die zähne stumpft, wie auch litt. alkti hunger, isz-alks, per-alks hungrig, ausgehungert heiszt. obstupescere, illgern, zen-illgern Dief. 390c; nun wir sehen täglich, wann ein mensch das ander sicht sur ding essen, das in sein zen ilgern. Oberlin 728; es ist ein frucht die hie nit zeitig ist, bissestu darein, die zeen würden dir ilgern, das du nymme essen möchtest. Keisersberg baum d. sel. 21a;

pleckender hals, geferbte wang
machen manchem die zen so lang,
das sie im ilgern nacht und tag. fastn. sp. 1209;

in der umsetzung iglern, wenn hier nicht ein druckfehler vorliegt: das jr mir die zen also yglern und lang machend mit ewrem schmätzen und küssen (sagt eine alte bei dem kosen eines jungen paares). Wirsung Cal. (1520) J 7a. — Für ilgern begegnet auch nur ilgen, s. 3, 108; vgl. auch das adj. elger.
 
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ilk, m. mustela putorius, iltis. Nemnich 3, 676: etliche ilken kommen in pfauengestalt zu den kranken hennen. Lokmans fabeln 116 (32). vgl. iltis.
 
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illanke, m. salmo lacustris, vgl. unter anke theil 1, 378.

 

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