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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bis iber (Bd. 10, Sp. 2016)
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ia, auch ya,yah geschrieben, das schreien des esels, ruditus: als Ulenspiegel nn mit dem rector und etlichen magistri kam, da legt er seinem schüler (dem esel) ein nüw buch für. so bald er das in der kripfen fande, da warf er bald die bletter hin und her, den habern schen; als er nüt fand, da begund er mit lauter stim z schrein: i. a. i. a. da sprach Ulenspiegel: 'sehen, lieber herr, die zwen vocal i und a, die kan er ietzund; ich hoff, er sol noch gt werden'. Ulenspiegel (Lapp.) 41. im sprichwort heiszt es: wenn der esel zur mühle kommt, so sagt er i-a. Simrock deutsche sprichw. (2. aufl.) 2176. auch bildlich wird es gebraucht: als ein wahrer esel friszt er (der recensent) die disteln die um meinen garten wachsen, nagt an der hecke die ihn vor solchen thieren verzäunt und schreit denn sein critisches i! a! ob er nicht etwa dem herrn in seiner laube bedeuten möchte, ich bin auch da. Göthe und Werther (2. aufl.) 117. der esel selbst kann so heiszen:

zieht ein esel über Rhein,
kommt ein i-a wieder heim.
Simrock d. sprichw. 2193.

vgl. chika, gigag, hika, iha, ihha, ika.
 
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iahen, yahen, iahnen, verb. wie ein esel schreien; lat. rudere, griech. ὀγκᾶσθαι, ital. ragghiare, ragliare, franz. braire, engl. to hee-haw, to bray:

statt den menschen in den thieren
zu verlieren,
findest du ihn klar darin
und belebst als wahrer dichter
schaf- und säuisches gelichter
mit gesinnung wie mit sinn.
auch der esel kommt zu ehren
und yaht uns weise lehren.
das, was Büffon nur begonnen,
kommt durch Tischbein an die sonnen.
Göthe (an Tischbein) 2, 168;

bis der vorderste (esel) stillstand und fürchterlich zu iahnen anfing. Stolberg 10, 282.
Ahd. amhd. sagte man luon. Hattemer 1, 261b;

der wilde esel luot niht vil,
wan sô er eʒʒen wil.
Karajan deutsche sprachd. 83;

mhd. lüejen, lüen u. a., gurren, brieschen (vgl. Stalder 1, 225):

die nahtegal dicke müet
swâ ein esel od ohse lüet. Vrîd. 142, 10;

der esel gurret ûf den wân,
er wænet wol gesungen hân. 140, 7;

eʒ wænet manger singen wol,
des stimme hert ist unde hol,
und brieschet als der esel tuot.
Boner 82, 53.

im 15. jahrhundert begegnet vom schreien des esels bülken und lüzen. altdeutsche blätter 1, 152; Maaler 121a. 182d. 212a verzeichnet gigagen, hanen (s. 42, 431), rüchlen (vgl. Frisch 2, 123c), Diefenbach 502c auszer diesen noch geiren, kirren, ranken, welches letztere an das osnabrückische ransken (Strodtmann 179) erinnert; Stieler 594 führt gigagen, Rädlein igagen und ygaen auf.
 
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ib, ibe, f. 1) taxus baccata, eibe. Diefenbach 283b; Nemnich. 2) hedera, epheu. Diefenbach 194c, s. 3, 678.
 
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ibaum, m. was ibenbaum, eibenbaum: ybaum oder förchenholz. Stumpf schweiz. chron. bei Frisch 1, 485b.
 
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ibel, s. DWB übel.
 
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iben, s. eiben und üben.
 
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ibenbaum, m. was eibenbaum: von dem iben- oder eibenbaum. a. weish. lustg. 624; Diefenbach 574b; Nemnich.
 
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ibenblatt, n.
 
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ibenlaub, n. 1) was eibenlaub. 2) hedera, epheu, wintergrün. Diefenbach 194c.
 
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iber, s. DWB über.

 

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