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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hutzer bis hypochondrie (Bd. 10, Sp. 2002)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hutzer, m. nach hutzen 2, aufreizer: ein hutzer und anzünder des gemeinen pöbels. bairische quelle bei Schm. 1, 1195 Fromm.
 
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hutzig, adj., nach hutzen 3, zu feindlichem losgehen geneigt, streitsüchtig: das ein narr, das ein gauch, das ein hutziger, der also, das ist der welt eigenschaft. Paracelsus opp. 2, 175 B.
 
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hutzigen, verb. sich über einen aufhalten, ihn schmähen: er kert sich z got, haltet sine gebot, des spottet man, iederman hutziget über in, des sol er nit achten. Keisersberg bilg. 166a.
 
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hutzlich, adj. rugosus, runzlich. Frisch 1, 481a, mit der nebenform hozlich; im nassauischen hotzelig. Kehrein 203.
 
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hutzucker, m. zucker in hutform (vgl. DWB hut no. 2, l sp. 1983); bildlich: da er schon seit jahren nichts lieber machte als eine verbeugung sammt grusz, weil er allen menschen gern eine kleine freude geben wollte, und doch nichts anderes dazu hatte als eben seinen hut, in welchen er ihnen seinen geistigen hutzucker der liebe präsentierte und vorhielt. J. Paul komet 1, 106.
 
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huzen, verb., gesprochen hûzen, foppen, narren, äffen; ein düringisches und osterländisches wort: willst du deinen alten vater huzen? Bechstein märch. 142. so nahe der zusammenhang mit hutzen 2 und hutzigen zu liegen scheint, so kann dennoch dieses huzen nur als nebenform zu dem weitverbreiteten uzen, utzen (Schm. 1, 182 Fromm.) angesehen werden.
 
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huzza, interj. s. DWB hussa sp. 1976.
 
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hyäne, f. canis hyaena; als bild für ein entsetzliches raubthier:

da werden weiber zu hyänen,
und treiben mit entsetzen scherz.
Schiller glocke v. 366;

und dräuend wies mir die grimmigen zähne
der entsetzliche hai, des meeres hyäne. taucher v. 120.


 
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hymne, f. lobgesang, jubelgesang, aus dem griech. mascul. ὕμνος wol erst seit dem 18. jahrh. in dieser form und bedeutung aufgenommen; mhd. galt das masc. ymne und imps (Lexer wb. 1, 1422) als kirchlicher lobgesang.
 
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hypochonder, m. milzsüchtiger, grämlicher, zu finstern vorstellungen geneigter mensch. auch als adj.: wenn ich ihnen diesen unbegreiflichen anfall einer hypochondern laune vergeben soll. Tieck ges. nov. 2, 263. vgl. unten hypochondrisch.
 
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hypochondrie, f. milzsucht, grämelei: da stinkt die hypochondrie heraus. Fr. Müller 3, 55.

 

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