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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
huttern bis huttungswagen (Bd. 10, Sp. 1999 bis 2000)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) huttern, verb. vor frost zittern und im gefühle des frosts einhüllen, vgl. das zweite hudern sp. 1864, und erhuttern th. 3 sp. 857.
 
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huttern, verb. wiehern, vgl. hudern sp. 1865.
 
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hutterskrätze, m. geflochtener korb eines hüttenarbeiters:

sein (des Bacchus) kopf ist wie ein kernmetzen,
sein bauch wie ein hütterskretzen,
sein schenkel wie zwei butterfasz.
J. Ayrer fastn. sp. 32d (2500, 12 Keller).


 
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hüttholz, n. holz zum aufschlagen der krambuden (vergl. DWB hütte 2, g): ein fuoder hüttholz den krämern. weisth. 4, 60.
 
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huttich, m. schimpfwort für einen armseligen, lumpigen, bettelhaften menschen. Vilmar 180; vgl. hotticht sp. 1846.
 
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huttichvolk, n. lumpenvolk: das huttigvolk auf den bierbänken, die brantweinschlucker, das kuppel- und hurenpack, die spitzbubenrotte. (Fabricius) kippe die wippe oder münzbetrug (1688) C 2.
 
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hüttlein, n. kleine hütte, mhd. hüttelîn: tugurium hüttelin, tuguriunculum hüttelein Dief. 601a; hüttle, herbergle, ein kleine behausung, tuguriolum, tentoriolum, stega, mapale, magale, magaria, magalia, ligellum Maaler 232b; darnach wurden die junkfrawen und sant Dyonisius auch verprannt in aim hüttlin. d. chron. 4, 290, 20; das sie ... ihre heuszlin und hütlin ganz wüst machen. Melanchthon im corp. doctr. christ. (1560) s. 491; wer sein hüttlein und gütlein mehr liebet denn mich, der ist mein nicht werth. Otho 704;

mir ist zugleich
ein hüttlein zuberaitet.
Weckherlin 98;

armer leut sorglose hüttelein. 387.


 
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huttler, m. wie hudler 3 sp. 1865, eine traubenart am Oberrhein: die Malvasier (trauben), auch Drollinger oder huttler genannt. Mone zeitschr. 3, 259.
 
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hüttler, m.
1) der hütten aufschlägt: der stadt Kaufbeuern eigens bestellte zimmerleute wurden hüttler genannt. Schm. 1, 1189 Fromm.
2) verkäufer in krambuden: in diesem sinne das fem. hüttlerinnen als nürnbergisch bei Jacobsson 6, 128b.

[Bd. 10, Sp. 2000]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hüttner, m. inhaber einer hütte:

im grünen thal ein hüttchen lag
am quell mit feuchtem moose;
nur lehm die wänd, und stroh das dach,
der zaun von wilder rose.
der hüttner baut ein kleines gut,
und lebte fromm und wohlgemut.
Voss 5, 288;

im stifte Fulda nannte man hüttner diejenigen landleute, welche eine blosze hütte hatten. sie waren entweder begüterte oder verschwelligte hüttner. im ersten falle besaszen sie auszer ihrer hütte auch noch ein dazu gehöriges hüttnersgütchen, im letzten falle bestand aber ihr ganzes besitzthum in einer hütte. Maurer dorfverf. 1, 139.
 
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huttungswagen, m. eine wagenart: allda miethen i. f. g. zwei huttungswagen, welches lange wagen sein, wie da brauchlich. Schweinichen 1, 140; haben i. f. g. abermals huttungswagen gemiethet. ebenda; dahin sein i. f. g. auch auf huttungswagen gefahren. 1, 141. die zweite handschrift liest aber huttingswagen.

 

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