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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hütter bis hüttler (Bd. 10, Sp. 1999)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hütter, m.
1) hüttenbauer: bauweten hütten in disem landt, wurden Samaritani genant, das ist, hütter. Frank weltb. 181a.
2) arbeiter in der schmelzhütte. Nehring hist.-polit. lex. (1736) anhang s. 50a. auch derjenige bergmann der im huthause wohnt und auf die grube und die werkzeuge acht gibt. bergw.-lex. 310a.
 
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hütterlein, n. bezeichnung eines kleinen hundes: nun merk du sprichst: was hunds soll ich denn mit mir haben gon, und welles sint die zwen hunt vor denen ich mich hten soll. ich sprich du solt mit dir nemen dʒ getrüw bescheiden hütterlin. ht dich z dem ersten, dʒ du nit für dʒ hütterlin erwüschest ein unsinnigen scholkopfigen wtenden dorfrüdden. Keisersberg bilg. 140a; die den steuben (spürhund) für das hütterlin by in hant. 140d. es ist das diminutiv zu dem vorigen, der hund wol als bewohner der hundehütte gefaszt.
 
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huttern, verb. vor frost zittern und im gefühle des frosts einhüllen, vgl. das zweite hudern sp. 1864, und erhuttern th. 3 sp. 857.
 
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huttern, verb. wiehern, vgl. hudern sp. 1865.
 
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hutterskrätze, m. geflochtener korb eines hüttenarbeiters:

sein (des Bacchus) kopf ist wie ein kernmetzen,
sein bauch wie ein hütterskretzen,
sein schenkel wie zwei butterfasz.
J. Ayrer fastn. sp. 32d (2500, 12 Keller).


 
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hüttholz, n. holz zum aufschlagen der krambuden (vergl. DWB hütte 2, g): ein fuoder hüttholz den krämern. weisth. 4, 60.
 
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huttich, m. schimpfwort für einen armseligen, lumpigen, bettelhaften menschen. Vilmar 180; vgl. hotticht sp. 1846.
 
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huttichvolk, n. lumpenvolk: das huttigvolk auf den bierbänken, die brantweinschlucker, das kuppel- und hurenpack, die spitzbubenrotte. (Fabricius) kippe die wippe oder münzbetrug (1688) C 2.
 
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hüttlein, n. kleine hütte, mhd. hüttelîn: tugurium hüttelin, tuguriunculum hüttelein Dief. 601a; hüttle, herbergle, ein kleine behausung, tuguriolum, tentoriolum, stega, mapale, magale, magaria, magalia, ligellum Maaler 232b; darnach wurden die junkfrawen und sant Dyonisius auch verprannt in aim hüttlin. d. chron. 4, 290, 20; das sie ... ihre heuszlin und hütlin ganz wüst machen. Melanchthon im corp. doctr. christ. (1560) s. 491; wer sein hüttlein und gütlein mehr liebet denn mich, der ist mein nicht werth. Otho 704;

mir ist zugleich
ein hüttlein zuberaitet.
Weckherlin 98;

armer leut sorglose hüttelein. 387.


 
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huttler, m. wie hudler 3 sp. 1865, eine traubenart am Oberrhein: die Malvasier (trauben), auch Drollinger oder huttler genannt. Mone zeitschr. 3, 259.
 
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hüttler, m.
1) der hütten aufschlägt: der stadt Kaufbeuern eigens bestellte zimmerleute wurden hüttler genannt. Schm. 1, 1189 Fromm.
2) verkäufer in krambuden: in diesem sinne das fem. hüttlerinnen als nürnbergisch bei Jacobsson 6, 128b.

 

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