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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hüttenkarre bis hüttenrauchisch (Bd. 10, Sp. 1997 bis 1998)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hüttenkarre, f. eine art laufkarren bei den grubengebäuden, mit welchen die schichten in den hütten aufgelaufen werden. Jacobsson 6, 128a.

[Bd. 10, Sp. 1998]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hüttenkatze, f.
1) in der glashütte glas, welches in dem ofen aus den häfen überflieszt oder sich sonst im ofen sammelt. Jacobsson 2, 298b.
2) eine krankheit der hüttenarbeiter, vom dampf der schmelzenden erze herrührend und in gliederlähmung und husten bestehend. bergw.-lex. 307b.
 
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hüttenknappschaft, f. gesamtheit der arbeiter in schmelzhütten eines bezirks, unterschieden von der bergknappschaft, den arbeitern in den bergwerken. ebenda.
 
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hüttenkosten, f. plur., die ausgaben die zu ausschmelzung der erze erfordert werden. das. 308a.
 
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hüttenleute, plur. die bei einer schmelzhütte angestellten: berclûde und huttelûte. Freiberger stdtr. s. 269.
 
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hüttenmann, m. arbeiter in einer schmelzhütte:

nie wird Vulkan hier müde, den hohen ofen zu feuern (am Harze),
welcher unaufhörliche ströme von glühendem eisen
zischend ausgieszt; indem bei seiner zehnfachen hitze
munter der hüttenmann geht.
Zachariä tageszeiten (1757) 83.


 
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hüttenmehl, n. arsenik.
 
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hüttenmeister, m. oberster aufseher in einem hüttenwerk.
 
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hüttennicht, n. zinkoxyd als lockeres weiszes mehl, wie es sich im schmelzofen anlegt.
 
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hüttenrauch, hütterauch, hüttraüch, m.
1) rauch wie er von einer hütte aufsteigt
2) speciell rauch einer schmelzhütte:

sie (die eifersucht) schwärzt mit hüttenrauch die himmelreinen flammen.
Lohenstein in d. auserles. ged. 6, 7;

und der niederschlag aus den dämpfen einer solchen, der gewöhnlich arsenikhaltig ist: huttrauch, proprie arsenicum album quod crescit in fornacibus vitrificum. voc. inc. theut. k 5b; verderbt in huttrich, hüttreich. Lexer mhd. wb. 1, 1410; was zumal nicht viel im hütrauch und bösem wetter arbeit. Mathes. Sar. 2a; scheffel (l. schwefel), bech, salpeter, pulfer, hutrauch. Ayrer proc. 2, 11;

das täglich brod wollst geben ...
den die da leib und leben
im bergwerg zugesetzt,
die nun bergsichtig worden,
verlähmet und verdorben,
den hütterauch gezogen (eingeatmet).
Rinkhart eiszleb. christl. ritter F 2.

hüttenrauch, als zaubermittel bei behexungen:

die hexen sollen mir
nun keinen knoten knüpfen.
denn dieser knoten hier (an einer schürze)
hilft wider allen hütterauch.
Weise überfl. gedanken (1701) 168;

daher die glosse huttrauch, filtrum, est quedam herba mortifera. voc. inc. theut. k 5b, gemeint ist das griech. φίλτρον; und ebenda, durch ungerechtfertigte vermengung dieses wortes und des mittellat. filtrum steht huttrauch als quoddam genus panni, vulg. filtz.
 
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hüttenrauchisch, hüttrauchisch, adj.: in den ersten hüttrauchischen geistern (destillation). Paracelsus opp. 1, 655 C.

 

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