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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hüten bis hutfilz (Bd. 10, Sp. 1986 bis 1990)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hüten, verb. custodire, ahd. huotan, huaten, mhd. hüeten; altsächs. altnfr. hôdian, huodian, niederl. hoeden, hueden custodire, tegere, protegere, conservare, cavere (Kilian); ags. hêdan, engl. heed; altfries. hôda. die ältere mitteldeutsche form ist hûten: cavere huten (neben hten) Dief. 108a, custodire hüettin und huten 164a. über die etymologie s. beim masc. hut sp. 1978.
hüten steht
1) absolut, in dem allgemeinen sinne wachen, die aufsicht führen: wenne ireu gensel noch krank (schwach) sint, so hüet ain gans allzeit, und rekt den hals auf, daʒ der rauber, der ar, iht köm. Megenberg 168, 32; Pilatus sprach zu en: ir habit di hte, gêt und hûtet alse ir wiʒʒet. Behaims evang.-buch, Matth. 27, 65; also wurden ir zwien, die da hütten, wund in der stuben. d. städtechron. 4, 23, 11; zwain knehten die hten under hailigcrütztor. s. 101, anm. 3; die priester, die an der schwelle hüteten. 2 kön. 12, 9; befalh sie den obersten der drabanten die an der thür des königs haus hutten. 2 chron. 12, 10. sprichwörtlich: armut hüt (hütet) wol. Schottel 1141b;

wo got nit sälber behüt die statt,
do ist vergeben aller rat,
wo got ht darfs kein sorgen.
Hildebrand volksl. 146, 18 (von 1533);

dann auch im hinterhalt liegen, auflauern: sie hüteten aber tag und nacht an den thoren, das sie in tödten. ap. gesch. 9, 24; endlich vieh hüten, weiden: hueten, custodire, pascere. voc. inc. theut. k 4b; ich suche meine brüder, lieber sage mir an, wo sie hüten. 1 Mos. 37, 16; Cyrus, der gewaltige könig Persarum, ist nicht allein von Mithridate, einem hirten, erzogen worden, sondern hat auch selbst gehütet. Simpl. 1, 50 Kurz; sprichwörtlich: viel hirten, übel gehütet. Frisch 1, 480a.
2) mit genitiv, eines oder eines dinges hüten, in der alten sprache gewöhnlich: die des wîngarten huotent. Williram 77, 8;

da vanter inne ...
manigin helit guodin,
die dere burge huodin. anno 298;

und ich sprach zu den Leviten, die rein waren, das sie kemen und hütten der thor, zu heiligen den sabbathtag. Neh. 13, 22; ich will lieber der thür hüten in meines gottes hause, denn lange wonen in der gottlosen hütten. ps. 84, 11; in der neuern sprache nur noch in poetischer oder alterthümelnder schreibart. hüte meines weibes als deines augapfels. Musäus 3, 135;

ihm däucht kein lager schlecht,
wo freundlichkeit und treu der offnen thüre hüten.
Wieland 22, 166 (Oberon 4, 38);

und hütet ihrer gegen jegliche gefahr.
Bürger 78a;

und in Griechenland lebte ein mägdlein zart,
die thät eines gartens hüten.
Körner 1, 228;

auch hier im speciellen sinne als hirt hüten: kam Rahel mit den schafen ihres vaters, denn sie hütet der schafe. 1 Mos. 29, 9; schicket in auf seinen acker der sew zu hüten. Luc. 15, 15; hüteten irer herde. J. Choreander geburt des sons gottes (1571) D va; hirten so irer herde hüteten und pflegten. D vb; da du ... deinem knan noch der schweine hütetest. Simpl. 3, 84 Kurz;

das er z letz der sau mst htn.
Schmelzl verl. sohn 4b;

zwar nur ein hirt an stand, doch ein fürst von geschlecht,
(der Paris wirt genant) held seiner herd zu hüeten
sich jetz auf Ida auf.
Weckherlin 722.


3) auf einen hüten, einem aufpassen: da hat derselb amptman .. seinen potten hergeschickt mit etlichen von Rimsbach und hat lassen uf inen hueten. weisth. 3, 752; 10 guld. dem Hansen .. und andern unsern geselln, do si hüten uff die Aunsorgen. d. städtechron. 4, 106, anm. 2.
4) einem hüten, einem wächterdienste leisten:

ach bestel mir doch ein starke begein (spricht ein kranker narr),
doch das sie müsz ein junkfraw sein;
nit so ich wen, sie hietet mir,
dasz sie dusz büllt vor der thür.
Murner luth. narr 4538.

[Bd. 10, Sp. 1987]



5) moderner ist die transitive fügung von hüten, vor dem mhd. nicht nachzuweisen:

si sprâchen: lât die tumbenhüeten ûf den wegen
den küenen Dancwarten:der ist ein sneller degen. Nib. 177, 1;

und in mehreren bedeutungen.
a) allgemein bewachen, beaufsichtigen, sorgen dasz kein schade geschehe: es ist leichter eine heerd flöhe, als eine einzige frau zu hüten. Pistorius thes. par. 9, 32; es war mir wohl, weil ich nichts mehr zu verlieren und nichts mehr zu hüten hatte. Schiller 708; den frieden hütet jetzt ein ewig geharnischter krieg. 1004;

die selbig gemein hat ubergeben
mir das schlosz z hieten eben.
Murner luth. narr 3508;

ich hüte haus und hof, und halte nächtlich wache.
Hagedorn 2, 26;

mein seliger öhm, der die hölzung
hütete.
Voss 2, 38;

der du von deinem ewgen thron
die völker hütest, grosz und kleine.
Uhland ged. 99;

ein gegenstand als subject:

(der schatz wird) einem kasten anvertraut,
den band und starke schlösser hüten,
beim einbruch dieben trotz zu bieten.
Hagedorn 2, 68.

von der hirtenthätigkeit, schafe hüten, vieh hüten: die schafe hütten, oves pascere, der hirte hüttet das vieh, pastor pecora pascit. Steinbach 1, 799;

mein armes wollenvieh!
ich kann dich ferner nicht mehr hüten.
Hölty 48 Halm;

den mund, das maul hüten, es von voreiligem sprechen zurückhalten;

drum hütet maul und feder!
Freiligrath 3, 91;

einen gefangenen hüten, verhindern dasz er ausbreche; ich hatte .. meine sonderbare diener, die mir aufwarten, oder besser und teutscher zu sagen, die mich hüten und verwahren solten. Simpl. 2, 101; zahlreiche flotten hüteten jeden hafen. Schiller 1039; halten sie sich deszwegen an den major .. der mich den ganzen tag wie ein Argus hütet. kabale und liebe 3, 6;

fluchvolles amt, das mir geworden ist,
die unheilbrütend listige zu hüten. Maria Stuart 1, 1;

einen vor etwas hüten: sie hütet den kranken vor der geringsten zugluft;

auch solche springfluth hört zum leben!
sie jagt es auf, sie frischt es an,
sie hütet es vor dumpfem stocken.
Freiligrath dicht. 3, 81.


b) selten etwas hüten, etwas nicht aufkommen lassen, wie sonst sich vor etwas hüten: denn so der mensch von einem jglichen müssigen wort soll rechenschaft geben am jüngsten tage, wer wil so küne sein, das er tegliche sünde nicht mit furchten hüten oder beweinen wölle, und also in demütiger furcht nach gnade und barmherzigkeit sich ernstlich sehnen. Luther 3, 27b.
c) abgeblaszt der eigentlichen bedeutung nach sind formeln wie das zimmer, das haus hüten, die nur noch besagen dasz dasselbe nicht verlassen werden kann oder darf: der kranke muste lange das bett hüten; ich musz heute das haus hüten (bin allein zu hause); wegen heftigen schnupfens hütet er das zimmer; bei Frisch 1, 479c auch hier noch in genitivischer fügung des bettes oder der kammer hüten als vulgärausdruck für krank sein;

also das wäre verbrechen, ...
dasz ich die alten nicht hinter mir liesz, die schule zu hüten,
dasz sie nach Latium gern mir in das leben gefolgt?
Göthe 1, 330.


6) reflexives hüten, etwas verderbliches achtsam von sich zurückhalten, ward in der alten sprache, entsprechend der fügung 2, mit dem genitiv verbunden:

hüetet iuwer, guoten wîp.
Walther 102, 5.

doch schon seit der mhd. zeit, und später einzig, mit dem accusativ; und zwar steht es
a) absolut: man musz sich hüten, cauto opus est. Frisch 1, 479c;

hüt dich! wo du mich wirst anrüren,
so thustu dich nur selbs verführen.
B. Waldis Esop 3, 74, 9;

hüte dich, schöns blümelein! volkslied 'es ist ein schnitter, heiszt der tod';

das wegekraut sollst stehen lan,
hüt dich, junge, sind nesseln dran. Bismarkscher wappenspruch;

[Bd. 10, Sp. 1988]



graf Eberstein,
hüte dich fein!
heut nacht wird dein schlöszlein gefährdet sein.
Uhland ged. 327.

ausruf der warnung und drohung war hüet dich! gekürzt auch nur hütt! vgl. Schm. 1, 1191 Fromm.; dasselbe ist wol auch die folgende interjection:

hiet usz, arm und rich!
wichʒ mir usz dem pfad und stig
der mich z der hübschen jungfrouwen treit!
Uhland volksl. 7.


b) sich hüten vor einem oder etwas:

der wîse sî, der hüete sich
vor tôren spotte, daʒ rât ich. edelstein 14, 35;

wenn du aus dem lager gehest, wider deine feinde, so hüte dich fur allem bösen. 5 Mos. 23, 9; hütet euch fur dem verbanten. Jos. 6, 18; ich bin on wandel fur im, und hute mich fur sünden. ps. 18, 24; widerferet dir etwas böses von im (deinem freunde), so wird sich fur im hüten wers höret. Sir. 22, 32; du mst dich vor disem hten, tibi ab isto cavendum. Maaler 231c; ein jeder hüt sich vor dem ersten auszlegen. Schottel 1129b; was gott und die natur hat zeichnet vor dem hüte dich. 1145b; hüte dich vor der that, der lügen wird wol rath. Pistorius 1, 59; vor galgen und rat kann man sich wol hüten, aber nicht vor dem schwert. 7, 38;

hüte dich für dem interim,
es hat einen schalk hinter ihm. 5, 58;

hüte dich vor dem landgrafen zu Hessen,
wann du nicht wilt werden aufgefressen. 9, 5;

sol man dem adel hoch verbieten,
das sie sich ewig dafür hieten,
keim federspil kein schel an henken.
Murner luth. narr 1415,

dafür sich eines dinges hüten:

der abbt sich des gehütet hat,
das er nit übet päse that.
Schwarzenberg 142a;

sich von etwas hüten: sich von solcher sache hütten und vorsehen. Butschky Patmos 7, ist wol dem lat. cavere ab aliqua re nachgebildet, wenn nicht ein bloszer druckfehler für vor besteht.
c) sich hüten mit folgendem durch dasz eingeleiteten negativen satze: hüte dich, dasz du mit Jacob nicht anderst redest denn freundlich. 1 Mos. 31, 24; so hütet euch nu, das ir des bunds des herrn ewrs gottes nicht vergesset. 5 Mos. 4, 23; und hüte dich, das du in keine sünde willigst. Tob. 4, 6; hüt dich wol dasz du es nit thyest, servaveris. Maaler 231b; er ht sich das er nit werde betrogen oder beschissen, caveat ne decipiatur. 231c; ich kan mich hüten, dasz ich niemand beleidige. pers. rosenth. 1, 7; hüte dich, dasz du die schranken der billichkeit nicht überschreitest. 1, 36; hüte dich, dasz du nicht durch zufälle in eine stelle kommst, der du nicht gewachsen bist. Lichtenberg verm. schr. (1844) 2, 128;

hütet euch,
dasz unter éinem dach ihr nie mit ihm zugleich
ohn euren degen übernachtet.
Gökingk 3, 145.

dafür eine andere, positive fügung:

hüt dich, o groszer könig, ehe
dirs wie Sardanapalo gehe. mückenkr. 1, 233.


d) es folgt ein durch zu vermittelter infinitiv: ht dich vil z reden, digito compesce labellum. Maaler 231b; sich hten etwas zu sagen das einer nit gern hört, auribus alicujus parcere. 231c; ich hütete mich an den umständen viel zu verändern. Göthe 24, 100;

hüte sich in diesen zeiten,
wer da wandelt, auszugleiten.
Uhland ged. 154;

in verbindung mit der negation: sorgfältig hüteten wir uns, nicht durch einen bug der hügel uns nach der gegend umzusehen, um derentwillen wir eigentlich herauf stiegen. 17, 234; ob wir gleich uns sehr hüteten nicht zu lügen und im groben sinne falsch zu sein, so waren wir es doch im zartern. 23, 175.
e) sich hüten, mit einem durch und vermittelten nachsatz: wenn du des, der dich hasset, esel sihest unter seiner last ligen, hüt dich und las in nicht, sondern verseume gern das deine umb seinen willen. 2 Mos. 23, 5; und sprach zu den richtern, sehet zu was ir thut, denn ir haltet das gericht nicht den menschen, sondern dem herrn .. darumb lasst die furcht des herrn bei euch sein, und hütet euch und thuts. 2 chron. 19, 7; hüte dich und kere dich nicht zum unrecht. Hiob 36, 21; ht dich, lg und th es nit, cave faxis. Maaler 231b;

im gedränge hier auf erden
kann nicht jeder was er will;
was nicht ist, es kann noch werden,
hüte dich und bleibe still.
Göthe 13, 292.

[Bd. 10, Sp. 1989]



f) in antwortsätzen steht sich hüten elliptisch, mit unterdrückung eines dazu gehörenden nachsatzes: 'wirst du wol kommen?' ich werde mich hüten! (nämlich es zu thun).
 
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huter, m. hutmacher, pileorum artifex. teutsch-lat. wörterbüchlein (Nürnb. 1703) 111; pilleator huoter Dief. 435b (15. jh.); der hutter zunftmaister. d. städtechr. 4, 13; wie wolt ein huter eim jeden narren ein rechten hut aufsetzen. Garg. 118b; bairisch hueter, hueterer, huetler. Schm. 1, 1190 Fromm.; die huter haben ein sehr hartes und mühesames handwerk, machen auch allerlei schöne hüt. Abr. a S. Clara etwas für alle 1, 349 (werke 14, 33);

und nennt den ledrer ein lohknoln,
den huter ein pfoschenfilz mit woln.
H. Sachs 4, 3, 58b.

auch in der umgelauteten form hüter: hüter, pileo, pileorum artifex Stieler 871 mit dem fem. hüterinn, pileonis uxor, aut alia mulier pileos ex lana coacta faciens; hutmacher, hüter, ein professionist, der aus wolle oder haaren filzhüfe verfertiget. Jacobsson 2, 297a.
 
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hüter, m. der da hütet, wacht, de aufsicht führt; custos hieter, hyeter, huter Dief. 164c.
1) in der sprache des gewöhnlichen lebens jetzt mehr nur in compositen, feldhüter, flurhüter, forsthüter, thorhüter, thürhüter u. ähnl., selten einfach: in vollem galop stürzt eine grosze masse solcher edlen thiere (pferde) heran, sie werden durch reitende hüter gelenkt und zusammengehalten. Göthe 22, 152; früher (heute nur mundartlich) auch als einfaches wort häufig:

do twanger die von Nubîant,
daʒ si sluʒʒen ûf diu bant,
armîsen, îsenhalten.
sus kund er zühte walten,
daʒ er der hüetær keinen sluoc.
Wolfram Willehalm 415, 25;

hter, hirt, achthaber, custos, excubitor Maaler 231c; hüter .. in den badstuben (die die abgelegten kleider beaufsichtigen). Schmid schwäb. wb. 290 (aus Ulm von 1501), vgl. hutstube; da machte sich David des morgens früe auf, und lies die schafe dem hüter. 1 Sam. 17, 20; Sacharja .. war hütter am thor der hütten des stifts. 1 chron. 10, 21; es funden mich die hüter die in der stad umbgehen, die schlugen mich wund, die hüter auf der mauren namen mir meinen schleier. hohel. Sal. 5, 7; die hüter fur der thür hüteten das gefengnis. ap. gesch. 12, 6; es was bestellt, daʒ alle nacht einer des ratz (rates) must reiten, .. und must allenthalben in der stat und zu allen toren hin und here reiten und aufmerkung haben, ob die scharwachter, turner (thürmer) und hüeter bei den toren und swipogen munter weren. d. städtechr. 2, 325, 2; in Baiern bedeutet hüeter besonders den gemeindehirt. Schm. 1, 1191 Fromm.; ebenso kärntnisch hüetar hirt. Lexer 146. sprichwörtlich: es ist niemand des heil. grabes hütter umsonst. Pistorius thes. par. 9, 79.
2) hüter in der edlern sprache: der hûtêre der gesetze des herren. Behaims evang.-buch s. 5 Bechstein; da sprach der herr zu Kain, wo ist dein bruder Habel? er aber sprach, ich weis nicht, sol ich meines bruders hüter sein? 1 Mos. 4, 10; sihe, der hüter Israel, schlefft noch schlumet nicht. ps. 121, 4; der hüter dieser poetischen ländereien (gemeint ist der custode der Arkadier in Rom). Göthe 29, 220;

und bin ich etwa zum hüter von Bambos töchtern bestellt?
Wieland 4, 91 (n. Amad. 4, 11);

der hüter, der die ungestümen gäste (die leidenschaften)
in schranken zwingt, und ihrer wildheit spur
sorgfältig tilgt — vernunft.
Gotter 1, 321;

himmlisch in die hölle klangen
und den wilden hüter zwangen
deine lieder, Thracier.
Schiller triumph der liebe v. 109;

ich weisz
aus Talbots munde, meines vorgen hüters .. M. Stuart 1, 7;

und wo ein mann schlaflos zwiefältigen lohn sich erwürbe,
diesen als rinderhirt und den als hüter des wollviehs. Odyssee 10, 85.


3) hüter, auflaurer (vgl. DWB hut 4 sp. 1984): da seind dieselbige hueter auf der huetten gewest (lagen im hinterhalte). weisth. 3, 752.
4) hüter von einem gegenstand, im compositum ladenhüter, s. d. bei den buchdruckern hiesz blatthüter das an den untern rand einer seite gesetzte erste wort der folgenden seite.
 
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hüteramt, n.:

ihr in paradiesen der liebe
hüteramtes pflegenden augen.
Rückert ges. ged. 1, 393.

[Bd. 10, Sp. 1990]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hüterin, f. custos. Maaler 231c: man hat mich zur hüterin der weinberge gesetzt. hohel. 1, 6; armut demütiget den menschen, und ist für viel unglück gut, ein erfinderin der kunst, ein hüterin der tugend. Schottel 1141b;

eine (schöne) ward, in spröder blässe
und in strenger häuslichkeit,
hüterinn der feueresse
und die Vesta jener zeit.
Hagedorn 3, 78.


 
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hüterlohn, m. lohn eines hüters.
 
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huterschwärze, f. schwärze deren sich die hutmacher bedienen. hüterschwärze, atramentum pileorum Stieler 1956.
 
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hütes, m. im nördlichen Franken eine art klösze. Wucke sagen der Werra 1, 118. Schm. 1, 1191 Fromm.; nach letzterem auch die hode. der name soll aus der formel herr gott behütes, die auch als name für diese speise galt, gekürzt sein. Haupts zeitschr. 2, 191.
 
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hütfasz, n. ein durchlöchertes gefäsz, fische darin aufzubewahren. Adelung.
 
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hutfeder, f. feder auf einem hute: stumm und gedemüthigt blickte ich vor mir hin, und spielte an meiner weiszen hutfeder. Thümmel 4, 506.
 
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hutfilz, m. filz, wie er zu hüten verwendet wird. Adelung.

 

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