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hurenast bis hurenbrüche (Bd. 10, Sp. 1961)
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[Bd. 10, Sp. 1961]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hurenast, m. wasserast, wasserreis an fruchtbäumen. oberhessisch. Vilmar 179.
 
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hurenauge, n.: hurenaugen, oculi emissitii, vagi. Stieler 67.
 
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hurenbalg, m. hurerischer leib: auf das sie (die Mainzer pfaffen) ire hurnbelge und bubenbeuche in frieden und lust möchten sicher erhalten. Luther 3, 384b; als schimpfwort: hurenbelg, schleppseck. Garg. 47a;

so spotten si mein erst darzuo.
das tuot der pös huornpalk (meine liebste) dan auch. fastn. sp. 340, 18.


 
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hurenbauch, m. als schimpfwort:

so sei nun trutz geboten euch
ihr widerchristlich hurenbeuch. drei jesuitenlatein durch ein Altdorf-pfarrerlein (
Peter Denais 1607 s. 34).


 
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hurenbein, n.:

du (ein mädchen) pist ein pesz hurrenpein. fastn. sp. 997, 28.


 
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hürenbeisz, m. ein alemannisches wort, die erstlinge von jungem (heurigem) obst, früchten und gemüsen, dann überhaupt leckerbissen bezeichnend, bei Maaler 220c in der form der schriftsprache heurenpeisz, die erst zeitig frucht allerlei gattung, primetium; noch jetzt schweizerisch hürenbeisz, hüripeisz, hürapeisz Stalder 2, 64; öfters auch bei Keisersberg: solt er nit alle ding die uszgiengen, z dem ersten durch sin mul strichen und die fressen. nein, das ist nüwer rot, hrenbeisz, solt ich des nit ouch in minem husz haben. bilg. 125a; wann du wilt den win der welt geben, und erst din alter, das sind die trsen, got geben, das ist im nit so angenem. .. aber die iungen, die gent got die erste frucht, dʒ ist der nüw rot, die hierenbeisz, die sint allewegen werder dann die nochgenden frücht, und den hierenbeisz, die ersten frücht, gent sie got, die gefallen im wol, und schmacken im wol. 151a; es seind drei hüerenbeisz hie z Straszburg, da man dʒ feber an isset. daʒ erst ist (vegetabilibus) die unzeitigen rettich, das ander ist (in sensibilibus) die unzeitigen gens, dʒ drit (in rationabilibus) seind die unzeitigen meidtlin oder töchterlin. brös. 12d.
 
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hurenbett, n. lustrum. Stieler 136.
 
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hurenblick, m. contuitus lascivus. Steinbach 1, 132.
 
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hurenblut, n., als schimpfwort:

was sagt dies hurenblut! (zu einer frau).
A. Gryphius 1698 1, 588.


 
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hurenbrauch, m.:

der freundschaft keuscher stand, war weiland voller ehren:
jetzt läst sie sich durch geld, zum hurenbrauch bethören.
Logau 1, 25, 88.


 
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hurenbrüche, f. geldstrafe für eine uneheliche schwängerung. Adelung als besonders niedersächsisch.

 

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