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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hünkeldieb bis hüpelchen (Bd. 10, Sp. 1952 bis 1953)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hünkeldieb, m. habicht: gesetzt aber, der habicht oder hünkeldieb käme über die hüner. Hätt-gern don Iro 208. im stift Hersfeld heiszt der habicht hinkelhopch (hühnerhabicht) Vilmar 170.
 
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hunne, m. Hunnus; vergl. heune und hüne.
 
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hunne, m. centenarius, ein unterrichter; schon ahd. hunno aus hundo. rechtsalt. 756; niederrhein. honne: der schoultis (schultheisz) sall deme boeden bevelen, dat he gebode die honnen ind (und) dat land, die up der gerichte einich gehoerich sint. weisth. 2, 708 (von 1375). vgl. hund, hunde sp. 1919.

[Bd. 10, Sp. 1953]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hünsch, f. pest, s. hinsch sp. 1468:

das dich die bül erwurgen msz,
die hünsch und ouch do mit die driesz.
Murner geuchm. y 2a.


 
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hünstkraut, n. sonst hinschkraut sp. 1470; vgl. die stelle unter heinskraut sp. 887.
 
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hunten, adv. kürzung aus hie unten sp. 1321: sein land ligt im segen des herrn, da sind edle früchte vom himel, vom taw, und von der tiefe die hunden ligt. 5 Mos. 33, 13; es ist kein gott, weder droben im himel, noch hunden auf erden. 1 kön. 8, 23; fodder dir ein zeichen vom herrn deinem gott, es sei hunden in der helle, oder droben in der höhe. Jes. 7, 11; auch für drunten oder bloszes unten: der pfarrer hat heut ein hirschkalb geschenkt kriegt; das hängt hunten in der küchenkammer. Göthe 57, 167.
 
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hunz, adj.: und will der huntz und karg bauer als ... erkargen und ersparen. Valentin Schumann nachtbüchlein (1559) 2, 47. dieses hunz ist wol nichts anders als der gen. hunds aus der phrase des hunds sein, karg, filzig, schmutzig sein (vergl. hund 16, a am ende), hier adjectivisch gebraucht.
 
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hunzen, verb., zunächst in reflexiver fügung sich hunzen, sich schinden, plagen: vergessen wir nicht ganz unsere existenz und kraft, da wir länger uns mit solchen dampfseelen hunzen, die weder für himmel noch hölle geschaffen sind. Fr. Müller 2, 17, ist deutlich an hund in der bedeutung 7, sp. 1913 angelehnt, und wol nichts als eine frequentativbildung auf -zen, ahd. -azan (gramm. 2, 217 fg.), also mit der ursprünglichen form hundezen, hundzen, wie ein hund sich gebärden oder wie ein hund es haben, gerade wie ahd. rûnazan susurrare auf das subst. rûna, und das noch heutige bair. himlizen (Schm. 1, 1112 Fromm., vgl. oben sp. 1371) auf himmel zurückgeht. an fremde herkunft des wortes ist nicht zu denken, auch nicht dasz es ableitung von dem compos. hundaas (sp. 1919) sei. zu der angenommenen herleitung stimmt auch, wenn einen hunzen heiszt einen übel behandeln (Fromm. 5, 465 aus Iglau); vgl. dazu die redensart einem den hund lesen sp. 1913, und die composita herunterhunzen sp. 1189, aushunzen th. 1, 889. die bedeutungen von verhunzen, verderben, schimpfieren (schweizerisch heiszt es verhunden Stalder 2, 62), und zerhunzen verderben, vernichten, widerstreben ebenfalls der gegebenen deutung nicht.
 
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hüp, s. hip sp. 1552.
 
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hupe, f. signalhorn mit nur éinem tone, dem ton aus dem nachtwächterhorn ähnlich: dasz es .. zweckmäsziger wäre, als signal für das ausweichen (auf einer pferdeeisenbahn) eine sog. hupe einzuführen, wie man sie bei feuerwehren und auf manchen bahnen bei den bahnwärtern zum signalgeben benutzt. Leipziger tagebl. vom 11. juni 1872, 1. beilage; das hupensignal. ebenda.
 
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hüpelchen, hüpeljunge, s. unter hipplein sp. 1554.

 

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