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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hungergrube bis hungerland (Bd. 10, Sp. 1946)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hungergrube, f. eine vertiefung beim vieh, welche sich beim rückgrate zwischen den letzten rippen und der grösten dicke der schenkel befindet. Stalder 2, 63.
 
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hungerhaar, n. spärliches haar; hungerhaare nennt man die keime des bartes bei jungen männern; bei den pferden die haare in den ohren. vgl. unter haar sp. 11.
 
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hungerharke, m. f. groszer schleppharke, um nach dem schneiden des getreides die kurzen und zerstreut liegenden ähren damit zusammen zu raffen. Frisch 1, 476c. bildlich in bezug auf reisende, die nachrichten aus einem lande zusammen schleppen: der hungerharke einer gewissen art von reisenden. Stolberg 6, 337.
 
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hungerharken, verb. mit dem hungerharken die zerstreuten ähren sammeln:

nicht hungrig hungerharken wir;
genug noch fand zu lesen hier
der wais' und wittwe hand.
Voss 2, 91.


 
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hungerig, s. hungrig.
 
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hungerjahr, n. jahr in dem hungersnot herscht, mhd. hungerjâr: der stern (komet) bedäut hungerjâr in dem land, da er den schopf hin kêrt. Megenberg 75, 21; wenn es in disem mon (dem monat mai) donret, so wirt ein hungerjar. anzeiger für kunde d. deutschen vorz. 11, 334 (aus einem kalender von 1428); das hungerjahr 1817. Hannov. mag. 1847 s. 56.
 
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hungerkorn, n. eine entartung des roggens, bei der das samenkorn in einen langen, pfriemenförmigen, auszen schwarzen, inwendig schwarzblauen oder weiszlichten körper auswächst. Nemnich 4, 1269.
 
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hungerkraut, n. name des rumex acutus, wilden rhabarbers, des chrysanthemum segetum, der gelben wucherblume, und der viola tricolor, des stiefmütterchens. Nemnich.
 
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hungerkummer, m. kummer, beschwernis durch hunger: ob wir jetzt dem teufel und der welt müssen ein bock halten, und aller welt schawspil und sichermal sein, und in hungerkummer zu fuszen gehen müssen. Mathesius hist. von Jes. Christ. 2, 109a.
 
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hungerkur, f. heilung einer krankheit durch fasten: bedurfte man einer hungerkur. H. Heine 6, 21;

lebt mäszig wie Cornar,
auch eh ihm noch der arzt die hungercur empfiehlet.
Hagedorn 1, 121.


 
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hungerland, n. verächtlich für ein armes land: zwar wann man einen musicanten vonnöthen gehabt hätte, so wäre ich wol bestanden; aber dasselbe hungerland behalf sich nur mit trommeln und pfeiffen. Simpl. 1, 390 Kurz.

 

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