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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundsschlange bis hundsstube (Bd. 10, Sp. 1940 bis 1941)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundsschlange, f. boa canina. vgl. DWB hundskopf 3.
 
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hundsschlund, m. caninus rictus. Maaler 232d.
 
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hundsschmetterling, m. papilio rhamni.
 
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hundsschnabel, m.: huntzschnabel, cathocolla, est herba quedam. voc. inc. theut. k 5a.
 
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hundsschnauze, f. schnauze eines hundes: ein runder dicker mann, der zwar weder einäugig war wie die Agriofagen, noch eine hundsschnautze hatte wie die Cymolgen. Wieland 19, 36.
 
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hundsseiche, f. was hundeseiche. Nemnich.
 
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hundssoff, m. grad der trunkenheit in der die bissigkeit eines hundes hervortritt: was? du alter schelm! sagte der leutenant, der eben einen rechten hundssoff hatte, soltest du einem cavalier solche worte vorhalten dörfen? zog damit von leder und stach meinen lieben alten Herzbruder im bette zu tode. Simpl. 1, 204 Kurz; bei Frisch einen hundssuff haben, so gesoffen haben, dasz man sich anfängt zu zanken. 1, 476a vgl. hundstrunk, hundstrunken, hundsvoll.
 
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hundssprung, m. sprung eines hundes; einem den hundssprung weisen, ihn fortjagen: vermeinete nicht anders, als es müsten wölfe sein, wolte derowegen diesen schröcklichen centauris den hundssprung weisen, und sie wieder abschaffen. Simpl. 1, 18 Kurz.
 
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hundsstall, m. wie hundestall. Klingers theater 4, 165; huntzstal, incastratura, est locus et stabulum canum. voc. inc. theut. k 5a; der hundsstall für jagdhund. Sebiz feldb. 579.
 
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hundsstern, m., wie griech. κύων, stern im sternbild des hundes (sp. 1919), der Sirius, der als besonders heisz gedacht wurde; in der Meinauer naturlehre heiszt er noch lateinisch-gelehrt canis: (in den hundstagen) sô gât die sunne bî eime sternen, der heiʒit canis, wan er als reht ubil ist. s. 14; erst im 15. jh. ist die deutsche übersetzung nachzuweisen: sirus die hondesterne Dief. 538c (niederrheinisch, aus der gemma gemmarum); und hieraus erkennet man den wahn der sterndeuter, welche die hitze der hundstage dem hundssterne zugeschrieben, der alsdenn mit der sonne aufgehet. Chr. Wolff von den würkungen der natur s. 325; uh, du flammender hundsstern! Fr. Müller 1, 162;

jetzund da eben der hundsstern sich auch erzeiget.
Weckherlin 867;

wie wenn zu sommerszeit die dünstigen gefilder
der grimme hundsstern brennt.
P. Fleming 17;

nun sich der hundestern läst spüren, da man auch
die frucht wil schneiden ab.
Rist Parn. 403.

[Bd. 10, Sp. 1941]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundsstube, f. stube in der hunde aufbewahrt werden; auch übertragen, schlechte stube, in der ganz geringe gäste beherbergt werden, in einem kloster:

auf ein abent ein sprecher kam,
der im kloster auch herberg nam
von dem gastmeister obberürt,
der in hin int hundsstuben fürt,
dorinnen was ein wüst gestenk.
H. Sachs 2, 4, 125a.

 

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