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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundsholz bis hundskirsche (Bd. 10, Sp. 1937)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundsholz, n. der gemeine kreuzdorn, rhamnus catharticus. Nemnich 4, 1144.
 
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hundshunger, m. heiszhunger, appetitus caninus, eine krankheit der menschen: den hundshunger oder kuehunger, welchs ein morbus ist, do die leut nimmer satt werden. Thurneiszer magn. alchym. 2, 115; rockenbrot in baumöl geweicht ist gut wider den hundshunger, dasselbig gessen. Tabernaem. 592; und doch, wenn das extrablättchen mitten im entscheiden wäre, würde jeder aus hundhunger nach bloszen vorfällen reiszaus nehmen und auf nichts auslaufen, als auf die fortsetzung der vorfälle. J. Paul Hesp. 3, 29. auch krankheit der pferde: von dem wolfs oder hundshunger. diese krankheit, so von den alten scribenten der hundshunger ist genennet worden, quälet und schwächt die pferde gewaltig. Uffenbach neues rossbuch 2, 159.
 
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hundshütte, f. wie hundehütte sp. 1921; auch verächtlich für ein kleines schlechtes haus. Frisch 1, 475c.
 
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hundsigel, m. erinaceus: einige haben die igel, nach der bildung ihrer schnauze, unterschieden in hundsigel und schweinigel. Nemnich 2, 1521.
 
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hundsimbisz, m. nach dem lat. prandium caninum: beim hundsimbisz trinkt man keinen wein. Lehmann 1, 213.
 
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hundsjacke, f. eine art bekleidung der sauhetzhunde, auch hundspanzer. Jacobsson 6, 124b.
 
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hundsjunge, m., wie hundejunge sp. 1921, die unterste stufe des jägerlehrlings: im ersten behäng (d. h. lehrjahre) wird er (der jägerlehrling) genennet: lehrling, junge, jägersjunge, hundsjunge. Heppe jagdlust (1783) 1, 27; endlich kömmt er auf seine hundesjungen, und sagt: mein hundsjunge gibt einen guten förster. Schuppius 106;

sich! dort kommt der hundtsjung gleich eben.
J. Ayrer 326b (1631, 21 Keller).

scherzhaft heiszt man auch in einem kaufmännischen geschäft den letzten lehrling den hundsjungen. sprichwörtlich: sie machten den guten tropfen aus wie einen hundsjungen. gefl. fink. 238.
 
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hundskamille, f. anthemis cotula, die stinkende kamille. Nemnich 1, 332; anthemis arvensis, die wilde hundskamille. 331.
 
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hundskappe, f. eine helmform des 15. jahrh., nach der form des visiers: huntzkappen, mitra ferrea, est genus galee. voc. inc. theut. k 5a.
 
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hundskette, f. bergmännisch, das seil, womit der hund im stollen gezogen wird. bergw.-lex. 305b; hunds und bundsketten halten die lenge nicht. Mathesius fastenpred. 38a; hundsketten schmieden für verschwören braucht derselbe, Luther 151b, vgl. unter Katharina 2, theil 5, 276.
 
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hundskirsche, f. lonicera xylosteum, heckenkirsche; auch cornus florida, ein Virginischer baum. Nemnich.

 

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