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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundsbocht bis hundsdarm (Bd. 10, Sp. 1933)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundsbocht, m. n. hundekot (vgl. DWB bocht th. 2, 201): nim weiszen weyrouch, mastix, und weiszen hundsbocht, dʒ ist album grecum. Gersdorf feldb. d. wundarzn. 56.
 
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hundsbock, m. acarus ricinus, eine milbenart, die häufig auf jagdhunden gefunden wird. Nemnich 1, 19.
 
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hundsbrautlauf, m. hundehochzeit (s. spalte 1921): was heiszen welsche hochzeiten, florentinisch hundsbrautlauf. Fischart bienk. 230a am rande.
 
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hundsbremenhecke, f.: daher werden diese gewächs auf griechisch kynosbatos, hundsbremenhecken, hundsdorn genennet. anm. weiszh. lustg. 710. vergl. DWB bremenhecke theil 2, sp. 363.
 
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hundsbrot, n., wie hundebrot sp. 1920, schlechtes, grobes brot, wie zum futter für hunde: panis acerosus, grob brod, hundsbrod Alberus R 1a; hundsbrod, für die hunde, panis furfuraceus et sordidus canum, cantabrum Frisch 1, 475c.
 
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hundsbube, m., wie hundejunge sp. 1921, ein jägerlehrling der noch auf der untersten stufe steht, die hunde führen musz: jägerknecht, hägerbuben oder hundsbuben. Sebiz feldb. 563; die hundsbben sollen holdselig, stark, kurzweilig und possirig sein, und die hunde von natur lieb haben. 579. dann auch verächtlich für einen tief stehenden menschen: darauf hat mir der hauptmann öffentlich übers maul gefahren, als wenn ich ein hundsbube wäre. Schweinichen 3, 159; und ist sie (die schuldverschreibung) so aufgesetzet, dasz sich ein hundsbube, geschweige denn ein edelmann und verständiger mensch, derer schämen musz. A. Gryphius 1698 1, 883.
 
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hundsbuchstabe, m. vom R, nach dem knurren eines hundes: hört und merket vier verenderte teil in disem wort (merz), nemlich zm ersten den brummer M, darnach den geiszlaut E, zm dritten den hundsbchstaben R und zm letsten den spatzen- oder sperlingsschrei Z. Ickelsamer B 7b.
 
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hundschaft, f. die gesamtheit der centenarii und ihr gericht; vgl. unter hund sp. 1919 und hundert sp. 1923. von Voss ist dieses erloschene wort in einer 'schwergereimten ode' wieder hervorgesucht und in freierem sinne, als genossenschaft, verwendet:

ein stall von dunkler eib umgrünt,
stand am parnasz für Föbus hundschaft,
die ihm als hirten einst gedient.
Voss 6, 119.


 
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hundschlager, m. schinderknecht, der herrenlose hunde tödtet, schinder überhaupt. s. oben hundeschläger, und hundsschlager.
 
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hundschlagerisch, adj.: solche hundtschlagerische räht und solche henkerische arznei. Paracelsus opp. 1, 730 A.
 
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hundsdarm, m. darm eines hundes; auch name der serpula arenaria, einer schneckenart. Nemnich 4, 1286.

 

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