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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundestall bis hundewache (Bd. 10, Sp. 1930 bis 1931)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundestall, m. stall für hunde: wurst im hundestall suchen (etwas vergebliches unternehmen). Schottel 1115a; auch verächtlich für eine geringe wohnung:

wohn in stolzer pracht des schlosses,
und verlasz den hundestall!
Voss 2, 141 (Idyll. 8, 129).


 
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hundesteuer, f. steuer für das halten von hunden. nach altem sprachgebrauche steuer der unterthanen zur unterhaltung herschaftlicher jagdhunde. Haltaus 980; jetzt eine steuer an die obrigkeit für eigene, zum vergnügen gehaltene hunde: jene blechmünze, die man den hunden umhängt, zum zeichen, dasz die hundesteuer entrichtet ist. Riehl culturgesch. nov. 375.
 
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hundestöszer, m. ein bergarbeiter, welcher hunde, karren stöszt, mit diesen fördergefäszen fördert. Veith bergwörterb. 470.
 
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hundestreue, f. treue eines hundes. hundestrew Logau 3, 184, 67 überschr. s. DWB hundetreue.
 
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hundestube, f. stube für die hunde, schlechte gaststube: der gastmeister (eines klosters) frt in (den gast) in die hundstuben, die stank fast ubel. Pauli schimpf u. ernst 51 Österlei. vgl. DWB hundsstube.
 
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hundesuppe, f. schlechte suppe wie für hunde, jusculum caninum, aqueum. Stieler 1687.
 
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hundetrab, m. trab, wie ihn die hunde anschlagen: setzt sich plötzlich in einen kurzen hundetrab. H. Heine 1, 288; zumeist waren es handelsleute, die ... von einigen hochbepackten markthelfern, die in kurzem hundetrab hinter ihnen herliefen, ihre einkäufe nach der herberge schleppen lieszen. 4, 34; und vergnügt, im gemüthlichsten hundetrab, lief er (Börne) mir zur seite. 12, 25.
 
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hundetrage, f.? glechoma hederacea, die gundelrebe.
 
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hundetreue, f. treue von hunden:

der beste freund in unsrer welt,
Mops, war mit Hector auferzogen,
und blieb ihm immer unverstellt,
mit wahrer hundetreu gewogen.
Hagedorn 2, 26;

gestärkt am herzen durch hundetreu.
Bürger 82a.

auch treue wie von hunden: der alte diener hieng mit wahrer hundetreue an seinem herrn; für solche herzbewegende hundetreue fand ich keinen gangbaren spruch des dankes. Riehl culturgesch. nov. 395.
 
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hundetugend, f.: bei zunehmendem alter ward sie (eine hündin) zu allen möglichen hundetugenden angehalten. ich verstehe darunter die wachsamkeit, die treue, ein freundliches wesen, und die reinlichkeit. Rabener sat. 1, 90.

[Bd. 10, Sp. 1931]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundewache, f. auf den schiffen die dritte wache der nacht. Jacobsson 6, 124b.

 

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