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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
hundeseele bis hundetrab (Bd. 10, Sp. 1930)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) hundeseele, f. seele eines hundes oder wie von einem hunde: ich will dir eine kürzere beschreibung machen, wenn ich sage, dasz Amourette .. alle schönheiten eines schooszhundes hat. was wunder, wenn in einem so schönen körper auch eine schöne hundeseele wohnt! Rabener sat. 1, 93; ihr (der paviane) familienname ist auch hundskopf. hätten sie zum hundskopf nur auch die hundeseele. Brehm illustr. thierl. 1, 73.
 
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hundeseiche, f. urin vom hund. auch name der pflanze lepidium ruderale, wilde kresse, wegen ihres starken geruchs und scharfen geschmacks; verhüllt hundeseig, hundeseife. Nemnich 3, 375.
 
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hundesmutter, f.: wo musz doch das gebelle nur herkommen? ich sehe weder hund noch hundesmutter (sagt einer dem es geschienen als ob ein hund belle). pers. baumg. 4, 16.
 
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hundespur, f. fuszspur von hunden. auch name der bärenraupe, wolfsmilchraupe. Nemnich. bei Frisch 1, 476a aber heiszt diese raupe hundespor, als niedersächsisch.
 
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hundestall, m. stall für hunde: wurst im hundestall suchen (etwas vergebliches unternehmen). Schottel 1115a; auch verächtlich für eine geringe wohnung:

wohn in stolzer pracht des schlosses,
und verlasz den hundestall!
Voss 2, 141 (Idyll. 8, 129).


 
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hundesteuer, f. steuer für das halten von hunden. nach altem sprachgebrauche steuer der unterthanen zur unterhaltung herschaftlicher jagdhunde. Haltaus 980; jetzt eine steuer an die obrigkeit für eigene, zum vergnügen gehaltene hunde: jene blechmünze, die man den hunden umhängt, zum zeichen, dasz die hundesteuer entrichtet ist. Riehl culturgesch. nov. 375.
 
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hundestöszer, m. ein bergarbeiter, welcher hunde, karren stöszt, mit diesen fördergefäszen fördert. Veith bergwörterb. 470.
 
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hundestreue, f. treue eines hundes. hundestrew Logau 3, 184, 67 überschr. s. DWB hundetreue.
 
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hundestube, f. stube für die hunde, schlechte gaststube: der gastmeister (eines klosters) frt in (den gast) in die hundstuben, die stank fast ubel. Pauli schimpf u. ernst 51 Österlei. vgl. DWB hundsstube.
 
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hundesuppe, f. schlechte suppe wie für hunde, jusculum caninum, aqueum. Stieler 1687.
 
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hundetrab, m. trab, wie ihn die hunde anschlagen: setzt sich plötzlich in einen kurzen hundetrab. H. Heine 1, 288; zumeist waren es handelsleute, die ... von einigen hochbepackten markthelfern, die in kurzem hundetrab hinter ihnen herliefen, ihre einkäufe nach der herberge schleppen lieszen. 4, 34; und vergnügt, im gemüthlichsten hundetrab, lief er (Börne) mir zur seite. 12, 25.

 

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