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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
griesznagel bis grieszsäule (Bd. 9, Sp. 284)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) griesznagel, m.: 'griesznägel die beiden nägel, welche je einer nahezu am ende der langwid durch diese und den achsenstock gesteckt werden' Fischer schwäb. 3, 832; vgl. grieszbrett, -säule 2. —
 
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griesznatter, f., coluber miliaris Nemnich wb. d. naturgesch. 209. —
 
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griesznock, m., grieszklosz, österr. leibgericht: er lebt einzig von den griesznocken, die er in der pfanne siedet A. Meiszner am stein (1853) 23; demin.: lauter leibspeisen! griesnockerl und wasserspatzen Meisl theatral. quodlibet 2, 52. —
 
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grieszpfeiler, m., ein hauptbestandtheil von wasserwehren Karmarsch-Heeren 10, 260; Lueger 7, 426; sie vertreten die stelle der älteren grieszsäulen, s. d.
 
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grieszplatz, m.: sie landete nun an einem weiten griesplatze, wo das wasser friedlich über die kleinen kiesel wegschlich Bronner fischerged. (1787) 48. —
 
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grieszpulver, n., medicament gegen den harngriesz: Thalhäusers grieszpulver, wie ers im winter auszgeben hat Gäbelkover arzneibuch (1595) 1, 326. —
 
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grieszraute, f., galega officinalis, geisraute Holl 136a. —
 
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grieszrechen, m., rechenförmige vorrichtung an einer art von brücken zum auffangen des triftholzes Schmeller 1, 1012; vgl. 2, 16. —
 
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grieszsand, m.: gr. sive grober sand sabulum, crassior arena Stieler 1680; sie habens darumb wider ernewert und gebessert ... und mit erdinen schütten und grieszsand verwahret Werlichius augsb. chron. (1595) 64; im grunde des hertzens sind lauter steinricken, grober grisssand und unfruchtbare branderde Herberger herzpostilla (1613) 1, 231. —
 
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grieszsandig, adj.: grieszsandicht sive kiesichtsandig glareolus Stieler 1685; kalt und trocken sind die gebürgichten felder, wie auch der grieszsandigte und grobe boden allg. haush.-lex. (1749) 1, 31b; die .. matteren stellen der allgemeinen sonnenoberfläche, welche stets ein chagrinartiges, griessandiges ansehen hat, d. h. an sand erinnert, welcher aus gleich groszen körnern besteht Humboldt kosmos 3, 404.
 
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grieszsäule, f., 1) bestandtheil des grieszwerkes (s. d.): 'griessäulen werden die groszen eichenen, gemeiniglich mit laubwerk oder wappen zierlich ausgearbeiteten säulen genennet, welche auf dem fachbaum stehen und den spannrähmen tragen, auch die schutzbretter und griesdocken oder kleine griessäulen zwischen sich haben' allg. haush.-lex. (1749) 1, 620b; vgl. Jacobsson technol. wb. 2, 152a; Karmarsch - Heeren 310, 260. — 2) bestandtheil des pfluges: derjenige stiel, wodurch der untere

[Bd. 9, Sp. 285]


theil des pfluges mit dem baume oder grindel verbunden wird und welcher den vorderen theil des sogenannten pflugkastens ausmacht, heisst die griessäule Thaer grundzüge 3, 25; griess-, griff- oder hauptsäule beschr. d. ackergeräthe 1, 2; griesz-, griff-, kopfsäule Leopold handwb. d. ökonomie (1805) 254a; in Obersachsen griechsäule, griessäule, griffsäule Jacobsson technol. wb. 2, 151b; auch in jüngerer mundart noch, s. Unger-Khull 307; Rosegger schr. 8, 356. griechsäule, griffsäule scheinen secundäre umbildungen; etymolog. anschlusz an griesz 'sand' entgegen Adelung kaum zu bezweifeln: vgl. nd. gretsäule Jacobsson technol. wb. 5, 735b. —

 

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