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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
grieszlauge bis griesznock (Bd. 9, Sp. 283 bis 284)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) grieszlauge, f., ein fisch, leuciscus agassizi, strömer Brehm thierl. 8, 264 Pechuel-Loesche; in Augsburg grieslaugele Siebold süszwasserfische 218. —
 
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grieszlein, n.: creozolin calculus Graff 4, 346; grieszlin, klein gries glareola Henisch 1745; offtmahl in den jungen, nit allein im menschen, sondern auch im viech, stein gefunden werden, gleich wie hirsch körnlin, das ist griszlin oder hirszgriszlin Paracelsus opera 1, 59 C Huser.
 
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grieszler, m. 1) grütze- oder mehlhändler Loritza id. vienn. 54; oft in Grillparzers armem spielmann: dasz für die griesler trockener als für die bäcker gemahlen wird Prechtl technol. encycl. 10, 58; dazu grieszlerei kurzwaren- (eigentl. mehl-) handlung Müller-Fraureuth 1, 441; neben dem synonymen gräuszler, greiszler (s. d.) kommt das wort nicht recht hoch. 2) am fluszufer wohnender Unger-Khull 307.
 
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grieszling, m., name des dornschwamms, agaricius graveolens Chomel öcon. lex. 4, 1349, der sonst auch räsling oder reissling heiszt Pritzel-Jessen 455.
 
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grieszmehl, n., grobes mahlproduct, mehr oder minder synonym mit griesz 2: grieszmel farrago Diefenbach nov. gloss. 167a (gloss. von 1466); grisz, griesmel, gerstenmusz oryza gloss. 401a; gryesz vel gryeszmel far 225b; grieszmeel, nachmeel farina secundaria Henisch 1745; Stieler 702; farina grossa Kramer teutschital. (1700) 1, 565a; griesz, grieszml crimnum Maaler (1561) 192c; 'gries, griesmehl ist das korn oder das beste von dem weitzen' allg. haush.-lex. (1749) 1, 620; später und

[Bd. 9, Sp. 284]


seltener bezeichnet gr. ein besonders feines mehl: von Calepinus xi ling. (1598) 1346b mit simila glossiert; aliis dasz zartest und reinest meel, simila, aliis farina subacta Henisch 1745; 'das aus dem gries oder ersten schroten gebeutelte mehl, so am besten ist' Jacobsson technol. wb. 2, 152a; öfter in alten recepten: ein pflaster gemacht mit habern- und grieszmehl und aufgelegt Hohberg georg. cur. 1, 305; als fischköder nimm ... faulen käse, griessmehl und honig Döbel jägerpractica (1754) 4, anh. 104; die lockvögel werden erhalten mit weitzenen kleyen, sonderlich mit grob gersten griessmehl Aitinger jagd- u. weidbüchl. (1681) 267. mundartlich heute wesentlich im westen Deutschlands, und zwar herrscht die bedeutung des grobmehls, vgl. Fischer schwäb. 3, 832; grob gemahlenes mehl Schmid schwäb. 283; dinkelgrütze, mehl aus kleie Staub-Tobler 4, 218; Leihener cronenberg. 47b; getreidegrütze Crecelius 437; Bauer-Collitz 41a; Hönig köln. 68a; grobes mehl Dähnert 161; als lehnwort ins nl. übergegangen: griesmeel woordenb. d. nederl. taal 5, 697. —
 
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grieszmeister, m., 'der an salinenorten die holztrift besorgt' Schmeller 1, 1012; grieszmaister Lori baier. bergrecht 26 (quelle von 1423); vgl. grieszamt, -hafter. —
 
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grieszmühle, f., fluszmühle: von jeder hoffhueben, griesmüll und hofstetten österr. weisth. 6, 284, 37; in denen Neckar- und andern schnell- und starck-lauffenden mühlinen aber, auch in grieszmühlinen, wo es starck gehet Reyscher samml. der württemb. gesetze 14, 58 (quelle v. 1729); mühle. f. griesz 2: die mahloperation der griesmühlen Prechtl 24, 324; entspr. griesmüllerei 311. 323. —
 
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grieszmus, n., was grieszbrei, schwäb. Fischer 3, 382 (schon 1619 belegt); grieszmusz psitanarium (l. ptisanarium) Dentzler 140a. —
 
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griesznagel, m.: 'griesznägel die beiden nägel, welche je einer nahezu am ende der langwid durch diese und den achsenstock gesteckt werden' Fischer schwäb. 3, 832; vgl. grieszbrett, -säule 2. —
 
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griesznatter, f., coluber miliaris Nemnich wb. d. naturgesch. 209. —
 
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griesznock, m., grieszklosz, österr. leibgericht: er lebt einzig von den griesznocken, die er in der pfanne siedet A. Meiszner am stein (1853) 23; demin.: lauter leibspeisen! griesnockerl und wasserspatzen Meisl theatral. quodlibet 2, 52. —

 

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