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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
grieszkolik bis grieszmehl (Bd. 9, Sp. 283)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) grieszkolik, f., durch harn- oder nierengriesz hervorgerufene kolik Chomel öcon. lex. 4, 1348; Adelung.
 
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grieszkorn, n.: auch ist die schale (beim tritonshorn) mit ... groben griesskörnern besetzt Brehm thierl. 10, 395 Pechuel - Loesche.
 
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grieszkrampf, m., ein krampf, der vom blasengriesz herrührt Campe, Heinsius.
 
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grieszkraut, n., meist für melittis melissophyllum, waldmutterkraut Nemnich wb. d. naturgesch. 209; Schwan nouv. dict. 1, 789b; Holl 135b; Martin-Lienhart 1, 530a; Campe, Heinsius; seltener für potentilla anserina, gänserich Nemnich, Holl a. a. o.; vgl. auch Fischer schwäb. 3, 832; für das grimen des harms oder grüesz nimb grieszkraut Unger - Khull 307a. —
 
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grieszkuchen, m., kuchen aus grieszmehl Campe, Heinsius; Crecelius 437; da gabs stollen ... eierscheckkuchen, grieskuchen Ludwig ges. schriften 2, 524; nach Campe, Heinsius auch synonym mit grieszkoch, s. d.
 
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grieszläufer, m., name des regenpfeifers, charadrius; char. hiaticula Naumann 7, 191; char. curonicus Brehm thierl. 6, 70 Pechuel - Loesche; griesläufer zum kleinen weidwerk gezählt von Heppe aufricht. lehrprinz 166; vgl. grieszgans, -hahn, -huhn, -vogel. —
 
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grieszlauge, f., ein fisch, leuciscus agassizi, strömer Brehm thierl. 8, 264 Pechuel-Loesche; in Augsburg grieslaugele Siebold süszwasserfische 218. —
 
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grieszlein, n.: creozolin calculus Graff 4, 346; grieszlin, klein gries glareola Henisch 1745; offtmahl in den jungen, nit allein im menschen, sondern auch im viech, stein gefunden werden, gleich wie hirsch körnlin, das ist griszlin oder hirszgriszlin Paracelsus opera 1, 59 C Huser.
 
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grieszler, m. 1) grütze- oder mehlhändler Loritza id. vienn. 54; oft in Grillparzers armem spielmann: dasz für die griesler trockener als für die bäcker gemahlen wird Prechtl technol. encycl. 10, 58; dazu grieszlerei kurzwaren- (eigentl. mehl-) handlung Müller-Fraureuth 1, 441; neben dem synonymen gräuszler, greiszler (s. d.) kommt das wort nicht recht hoch. 2) am fluszufer wohnender Unger-Khull 307.
 
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grieszling, m., name des dornschwamms, agaricius graveolens Chomel öcon. lex. 4, 1349, der sonst auch räsling oder reissling heiszt Pritzel-Jessen 455.
 
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grieszmehl, n., grobes mahlproduct, mehr oder minder synonym mit griesz 2: grieszmel farrago Diefenbach nov. gloss. 167a (gloss. von 1466); grisz, griesmel, gerstenmusz oryza gloss. 401a; gryesz vel gryeszmel far 225b; grieszmeel, nachmeel farina secundaria Henisch 1745; Stieler 702; farina grossa Kramer teutschital. (1700) 1, 565a; griesz, grieszml crimnum Maaler (1561) 192c; 'gries, griesmehl ist das korn oder das beste von dem weitzen' allg. haush.-lex. (1749) 1, 620; später und

[Bd. 9, Sp. 284]


seltener bezeichnet gr. ein besonders feines mehl: von Calepinus xi ling. (1598) 1346b mit simila glossiert; aliis dasz zartest und reinest meel, simila, aliis farina subacta Henisch 1745; 'das aus dem gries oder ersten schroten gebeutelte mehl, so am besten ist' Jacobsson technol. wb. 2, 152a; öfter in alten recepten: ein pflaster gemacht mit habern- und grieszmehl und aufgelegt Hohberg georg. cur. 1, 305; als fischköder nimm ... faulen käse, griessmehl und honig Döbel jägerpractica (1754) 4, anh. 104; die lockvögel werden erhalten mit weitzenen kleyen, sonderlich mit grob gersten griessmehl Aitinger jagd- u. weidbüchl. (1681) 267. mundartlich heute wesentlich im westen Deutschlands, und zwar herrscht die bedeutung des grobmehls, vgl. Fischer schwäb. 3, 832; grob gemahlenes mehl Schmid schwäb. 283; dinkelgrütze, mehl aus kleie Staub-Tobler 4, 218; Leihener cronenberg. 47b; getreidegrütze Crecelius 437; Bauer-Collitz 41a; Hönig köln. 68a; grobes mehl Dähnert 161; als lehnwort ins nl. übergegangen: griesmeel woordenb. d. nederl. taal 5, 697. —

 

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