Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
grieszbank bis grieszbühel (Bd. 9, Sp. 279 bis 280)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) grieszbank, f., sandbank: neu entstandene grieszbänke bestecken sich leicht von selbst mit holz durch natürlichen samenanflug Behlen 3, 496. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbart, m., name des geisfuszes, aegopodium podagraria Holl 135b; Pritzel-Jessen 12 notiert grieszbart als schles.; grieszbart, wilde angelick oder giersch Chomel öcon. lex. 4, 1348; 'name des hindlaufes oder zipperleinkrautes, ... welches wieder den lendengries und das podagra gerühmt wird' Adelung.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbaum, m. = grieszsäule 1 (s. d.) Mothes illustr. baulex. 2, 528. anderen stammes ist griesbaum cerasus, s. griese sp. 265; doch gehört hierher ahd. kreozpaum iuniperum Graff 3, 121; danach anscheinend enkele, dubbele gries einfacher, doppelter wachholderbeerbranntwein Müller-Weitz aachen. 74. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbeere, f., name des gem. sanddorns, hip-

[Bd. 9, Sp. 280]


pophaë rhamnoides Holl 135b; nach Pritzel-Jessen 182 tirolisch; vgl. Schmeller 1, 1012. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbeil, n. 1) grieszbeihel stange mit eisernem haken zum auffangen und abstoszen des triftholzes Schmeller 1, 1012; grieszbeichl, m. Schöpf 213; Unger-Khull 307a; altes wort: grieszpäll österr. weisth. 1, 19, 45 (quelle von 1437); dasz meniclichen sei verpothen etlich wöhren, nemblich alsz hacken, die grieszpeil mit den dreien orthen 1, 191, 34. 2) bergstock Unger-Khull a. a. o.; der andere rüstig den bündel steigeisen und das griesbeil schulternd Stifter werke (1901) 2, 39; das eisenbeschläge seines griesbeils schlug funken aus den steinen des weges Rosegger schr. 3, 76. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbier, n., cerevisia tenuis ex furfuribus creta Henisch 1745; Stieler 702. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbrei, m.: griesbrey minestra di farro, polenta Kramer teutsch-ital. (1700) 1, 565a; Adelung, Campe; = grieszmus Fischer schwäb. 3, 831; von 3 strichmetzen gersten soll er (der müller) geben grosz gerollte gersten drey achtel, grieszbrein drey viertel und ein achtel Hohberg georg. cur. (1682) 2, 99; es kam griesbrei in schmalz gekocht Rosegger schr. II 3, 244; vgl. grieskoch. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbrett, n.: griezpret oder rung, troica; trabele, est lignum positum supra axem in curru vocab. theuton. (1482); vgl. Diefenbach unter drotheca 191c und trocea 598c; ein bretlein, so man an die runge der wagenräder macht, dasz der koth nicht auf die axe fallen und in die nabe kommen kann Frisch 1, 372c; derjenige theil des vorderwagens, der sich auf dem achsenstock und dem schemel befindet Fischer schwäb. 3, 831; Staub-Tobler 5, 901; Seiler basl. ma. 147; Martin-Lienhart 2, 202; brett am pflug, neben dem moltbrett Schmeller 1, 1012; in älterer sprache auch ein bestandtheil des mühlwerkes Staub-Tobler a. a. o.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbrot, n., grobes schwarzbrot Kramer bistritz. 37. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbrücke, f., unterbau für geschütze (auf nachgiebigem boden): zu solchem feldtzeug gehören 8 zimmerleut, die sich brauchen lassen bey dem geschütz der arckeley, ... gestüb und ansetz risch zu machen, grieszbrücken und was man dann bedarf Fronsperger kriegsb. 2, 48a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
grieszbühel, m., sandbank, sandinsel: von angewachsenen griesbuhlen und werden Haltaus 753; grieszbuchel veraltete bezeichnung für sandinseln im Main Sartorius Würzburg 143. —

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: