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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gossenbrücke bis gost (Bd. 8, Sp. 983)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -brücke, f., brücke über eine straszengosse: gossenbrücke, ... auch dohlenbrücke genannt, besteht meist blos aus einem stein, einer pfoste oder dgl. Mothes ill. baulex. (1881) 2, 485; Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 308.
 
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gosseneisen, n.
a) zu 1gosse 6 c, quereinsatz in der abstichrinne: damit keine schlacke mit in dieselbe (die form) gelangt und der eisenstrom reguliert werden kann, setzt man in die rinne oder gosse das gossen- oder wischeisen so ein, dasz dasselbe seitwärts in den sand eindringt, unten aber eine öffnung läszt Muspratt chemie 2 (1889) 1290.
b) prismatischer roheisenblock, massel. zu gleichbed. 3gose, gosse: gosseneisen syn. mit gänze ... d. i. roheisen Karmarsch-Heeren techn. wb. (1880) 4, 149. —
 
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gossenhaft, adj. (zu 1gosse 7): unsere polternde emphase ... gossenhaft ausgelassen, schwätzt jede wahrhafte grösze todt B. Weber cartons (1858) 150. —
 
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-rand, m.:

am gossenrand ein gaul
mit aufgetriebenem bauch
und steifen, starrenden hufen
B. v. Münchhausen die standarte (1916) 12. —


 
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-recht, n.: das gossenrecht ist in Göttingen ein uraltes herkommen, welches von den studirenden auf das genaueste beobachtet wird und dessen verletzung fast unfehlbar ... ein duell nach sich zieht. vermöge desselben kann derjenige, welcher auf den trottoirs ... die gosse zu seiner linken hat, verlangen, dasz die begegnenden ihm ausweichen (1835) A. Jäger Felix Schnabels universitätsjahre 449 Bierbaum; ja diese brauchten dem hagestolze nicht einmal aus dem wege zu gehen, und käme er ihnen in Göttingen entgegen, und hätte das gossenrecht J. Weitzel verm. schr. (1820) 1, 151; das nennt man das gossenrecht; wer die strasze links von seinem weg hat, darf behaupten, der andere musz weichen Strobl der wilde Bismarck (1915) 108. —
 
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-rohr, n., fallrohr einer dachrinne: das am hause niederführende gossenrohr ... löste sich aus der dachrinne Fontane ges. w. (1905) I 1, 492. —
 
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-sohle, f., sohle einer straszengosse: zunächst (wird) ... der rücken der strasze ... und die gossensohle ... abgesteckt Mothes ill. baulex. 3 (1883) 539 s. v. pflaster.
 
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-stein, m., rinnstein (vgl. goszstein): diese auspflasterung der gosse besteht meist aus zwei steinen, gossensteinen, rinnsteinen ... deren sohle dann die fuge bildet Mothes ill baulex. 3 (1883) 539a; guotenstein gossenstein, rinnstein Bauer-Collitz Waldeck 42b. —
 
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-stück, n., prismatischer roheisenblock, massel. zu gleichbed. 3 gose, gosse: man hat auf mehreren eisenhütten, z. b. am Harz, die methode eingeführt, das roheisen in sogenannte gossenstücke ... laufen zu lassen, wozu die leisten in dem hüttensande gemacht werden Blumhof eisenhüttenkunde (1817) 2, 207 s. v. gans.
 
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-wasser, n.: der himmel spiegelt sich auch in einer schaumblase des gossen-wassers B. Goltz zur physiognomie (1859) 177.
 
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gost, m., 'russischer kaufmann', s. 2gose.

 

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