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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
göschchen bis göschlein (Bd. 8, Sp. 971 bis 975)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) göschchen, n., diminutiv (kosewort) von gosche: Regel Ruhla 198; Schröer maa. d. ungr. berglandes 55; göschichen (mäulichen) Zesen verm. helikon (1656) 3, K 3b; da sie aber zu mir kam und ihr kirschenrothes mäulgen aufthat (dazu la.: mäulgen oder göschgen) Grimmelshausen 2, 11 Keller.
 
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gosche, goschen, gusche, f. , maul. form und verbreitung.
zusammenhang mit der idg. wz. ghēu- 'gähnen, klaffen' ist für das spät bezeugte dialektwort nicht nachzuweisen (vgl. Walde-Pokorny 1, 566). seit der mitte des 16. jhs. begegnen in obd. u. md. volkstümlichen schwänken und

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satiren alle anwendungen des wortes. es ist heute im obd. und md. lebendig, während es für das nd. neben konkurrierendem snut nur schwach bezeugt ist: gosche, goske, guske Berghaus sprachsch. d. Sassen 595; goske brem.-nds. wb. 2 (1767) 531; gusche Teuchert neumärk. 159; gosche Dähnert plattd. (1781) 158. die normalform ist gosche, so auch in obd. maa.: Fischer schwäb. 3, 752; Martin-Lienhart elsäss. 1, 238; Unger-Khull steir. 300; Loritza Wien 53. apokopiert gosch: Schöpf Tirol 200; Staub-Tobler 2, 480; Fischer a. a. o.; Martin-Lienhart a. a. o.; Follmann lothr. 211; Autenrieth pfälz. 55; rhein. wb. 2, 1308 (rheinfränk. und südl. moselfränk.); Heinzerling-Reuter Siegerl. 94; Schröer ungr. bergl. 244. daneben, literarisch von anfang an ebenso häufig, goschen: Schmeller-Fr. 1, 952; Regel Ruhla 198; Ruckert Unterfrk. 63. gusche herrscht im ostmd.: Müller-Fraureuth 1, 451; Gerbet Vogtld. 359; Albrecht Leipz. 127; Anton Oberlausitz 1, 12; Weinhold schles. 31; Th. Bernd (1820) 84; Frischbier pr. wb. 1, 259b. gusche neben gosche in Thüringen und Hessen: Hertel 111; Vilmar 141; gosche, guschel Reinwald Henneberg 1, 53. apokopiert gusch: Askenasy Frankf. 72; Kehrein Nassau 178; rhein. wb. a. a. o. (rheinfränk.). — in der Schweiz neben gosche auch (ablautend?) giesch Staub-Tobler 2, 479 und guschen (einziger belegter plural): tonuit inhians tria Cerberus ora der seine drey guschen oder schlünd aufthat Frisius dict. (1556) 699a. vereinzelte maskuline formen sind goschen, giesch Staub-Tobler a. a. o. und der gosch als übername Lexer Kärnten 118. gebrauch.
1) tiermaul, bes. des rindes: Staub-Tobler 2, 480; Hunziker Aargau 110; einen kurtzen, gedruckten, breiten kopff und goschen (soll ein stier haben) Hohberg georg. curiosa (1682) 2, 268a. — des pferdes oder esels: alsbald zog das pferd ganz zam die goschen zurück Augsburger quelle von 1738 bei Schöpf Tirol 200; dann sie (die esel) dörffen die gosch nicht recht inns wasser stossen, förchten sie netzen die ohren Fischart Garg. 337 ndr.selten auch vom hund:

zwei jungen, schlank und stark, die mit beschämten blicken
.....
die teller wechseln, trank und speise reichen
und beiden hunden oft die gosche trocken streichen
L. H. v. Nicolai verm. ged. 1 (1792) 124;

(der hund) het in der gosch ... im herr sin unterhosse Böse schatzk. 291 bei Schmidt Straszburg 43. — vom frosch wegen der besonderen breite des maules:

da war ein hochstudirter frosch
mit runzlichter stirn und breiter gosch
Schubart sämtl. ged. (1825) 2, 245;

wenn der verschlinger droht im strom dem armen frosche,
nimmt er ein breites schilf geschwind in seine gosche
Rückert ges. poet. w. (1867) 8, 464.

nur vereinzelt für eine schmalere, spitz zulaufende schnauze wie beim igel: (es gibt) hunds-igel und säu-igel, welche eine spitzigere goschen haben Hohberg georg. curiosa (1682) 2, 641a. vgl.: 'länglichte goschen eines thiers rostrum, promuscis' onomasticon von 1735 bei Schmeller-Frommann 1, 952.
2) für den menschlichen mund als derber und meist verächtlicher ausdruck.
a) in verächtlichem vergleich mit tieren, bes. mit dem frosche, zur bezeichnung der grösze des mundes: man sicht am quacken und der gosch, das du bist ein frosch Fischart Garg. 303 ndr.;

er geht, macht eine gosch'
als wie ein frosch (1783) allg. dt. bibl. (1765) 60, 139;

mein hauszfrau die heist Katharein,
sie hat ein goschen wie ein saw grillenvertreiber (1670) 1, 69.


b) als weiter, weit geöffneter oder gieriger mund gekennzeichnet: rictum distendere den schlund aufthun, die

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goschen zerzeeren Frisius dict. (1556) 432a; gosche per contemtum os dicitur, seu potius rictus oris Stieler stammb. (1691) 1017; dann er het ein treflich grosz weyt maul ... das möcht mir ein gte gossche oder plerpe sein, die einer frmanns-tasche nit ubel anstünde Lindener katzipori 142 lit. ver.;

wie hat er so ein weite goschen!
zwen hetten wol habern drinn droschen
H. Sachs 20, 121 lit. ver.;

vnd nimpt darmit die eyer beid,
schlchts auff vnd macht die goschen weit
Fischart w. 1, 391 Hauffen;

damit fienge ich ein jämmerliches geschrey an, und risse die gosche so angel-weit auf, dasz einer mit einem reitsattel hinein fahren mögen jungfer Robinsone (um 1730) 29; und hiemit gebote er, man solte ... ihnen eine starcke dosis eines vomitives mit gewalt in ihre gefräszige goschen schütten Lindenborn Diogenes (1742) 1, 528.
c) als derber ausdruck für den mund schlechthin, auch ohne verächtlichen unterton, vor allem in der mundart:

da schmeiszt ihm ein katz ohngefehr
vom dach auff sein grosz gosch daher
Fröreisen (1613) bei
Dähnhardt griech. dramen 2, 176;

ein weib soll schweigen still vnd nicht die zne blecken
noch auch vor trutz vnd stutz die zung zur gosch auszstrecken
Moscherosch gesichte (1650) 2, 345;

also stosze jo kein ey umb; sondern stosze den dnnen plunder vielmehr zur gosche hinein Prätorius glückstopf (1669) 437;

wie wässert ihm die gusche!
Diana sprützt ihm in die fresse (1776) allg. dt. bibl., anh. z. bd. 25/36, 3000;

koan zond (habe ich) mear i dar gosch
und zittar wia a frosch bei
Schöpf Tirol 200;

mir is mei ziehgarr ganz derloschen,
lang han i s'kalter in der goschen
K. Stieler ged. 2, 53 Reclam.


d) für das äuszere des mundes, die lippen oder die mundpartie als teil des gesichtes: auf dem lock-heerd ihrer rothen goschen Riemer polit. hasenkopf (1689) 190; was liebte sie an dir? ... die gosche, welche du in tausend falten ränckst? Abschatz der teutsch-redende treue schäffer 1, 63; er mag ihm das maul mit einem stücke specke schmieren, so sihet er desto glätter aus umbs mundstück, und kan mit einer schmutzigen goschen zum fenster aus kucken Gryphius P. Squenz 12 ndr.; wann du das glas ansetzen wilst, ... so wische das maul nicht vorher, sondern sauffe mit schmutziger goschen Ludwig Tölpels bauren moral (1752) 13; ist ihm solcher (sein langer bart) durch göttliche straff alsobald auszgefallen, dasz er ... nachmahls solches nackendes maul vnd lederne goschen bisz in den todt behalten Abr. a s. Clara Judas (1686) 123; ich will auch dem schulzen das nächstemal das fell von der gusche abkratzen C. F. Weisze kom. opern (1772) 2, 294. — gern bei schilderung einer schlägerei: und schlegt den gten kürschner für sein schnautzen, das im die griffen an der goschen kleben Lindener katzipori 160 lit. ver.; ihr gesellen! werdet nit nachlassen, bisz man euch mit blutiger goschen heimschicket französ. Simplizissimus (1683) 2, 132; so gab er mir unversehener weise eine presche, dasz mir die gusche flugs wie eine bratwurst davon aufflieff Chr. Reuter Schelmuffsky 118 ndr.besonders in wendungen wie: einem eins auf die gosche geben os alicui obtundere Stieler stammb. (1691) 1017;

ich geb dir schier ein guts inn goschen
H. Sachs 14, 97 lit. ver.;

könnte ich fechten, o wie wollte ich ihn auf die goschen stoszen, dass ihm seine frauenzimmerzähne heraus springen sollten Zend. a Zendoriis teutsche winternächte (1682) 651; wart, lasz nur die herrn fort sein, ich will dir die gosche zerklopfen Salzmann krebsbüchl. (1788) 212; von

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den herumfliegenden krügen (könnte) ein promenirender badegast leicht eins an die gosche bekommen (1809) W. Grimm bei R. Steig Achim v. Arnim u. die ihm nahe standen 3 (1904) 38.
e) erweitert für das gesicht: die stralen der sonnen, so ihme gerad vff die gosche schienen Bastel v. d. Sohle don Kichotte (1648) 93; da denn bald ein wind entstanden ist, der den baum geschüttelt hat, dasz etliche steine und knüttel, damit andere vor ihme selbigem baume zugesetzt hatten, davon dem limmel auff die gusche gefallen sein J. Prätorius wündschel-ruthen (1667) 310. — auch: 'gurgel' rhein. wb. 2, 1308; 'kropf' Bacher Lusern 261; 'abhängende lippe' Vollbeding plattdt. 27 (vgl. d. folg.).
f) im hinblick auf die mimik des mundes zur kennzeichnung eines mürrischen gesichtsausdrucks eine gosche machen, die gosche hängen, wie unter maul 4 c: mögn nacher unsre feynd ein goschn machn, wiesz wölln Schwabe tintenfässl (1745) B 8b vorrede; mag nacher die gehrt jungfferer goschn bis auff d'erd abi henckn, daffür kan ich ninx ebda F 5b;

ich ...
häng den kopf und häng die goschen,
als wie a mistlöwerl für 'nen groschen
Cl. Brentano ges. schr. (1852) 7, 455;

machst ä goschen wie ä lapp A. Hartmann volksschausp. i. Bayern (1880) 368.
g) für den sprechenden mund in zahlreichen redewendungen (in gleicher verwendung wie mund [s. dort], maul [s. dort]): ich geschweige, dasz ihre gusche ihnen solche ehre (zu grüszen) zu erst anthun solte: sie vermeinten das glücke lief ihnen zum halsz und maul herausz J. Prätorius glückstopf (1669) 459; murrender mensch, ... lege den finger auf deine murrende goschen Abr. a s. Clara etwas f. alle 2 (1711) 202; doch hat er dazu auch nicht ganz still geschwiegen, sondern seine gosch auch aufs best er gekundt, gebraucht Messerschmid esels adel (1617) 93; sie nehmen mir das wort aus der gusche Hafner ges. lustsp. (1812) 1, 112; he, mistfink, was bist du denn so mit der gusche voran? Hauptmann Griselda (1909) 43. besonders die gosche auftun: thut doch die gusche ein wenig auff engl. comedien u. tragedien (1624) Cc 8a; hätten sie die gosche aufgethan und zur rechten zeit geredet Gotthelf Uli d. knecht (1846) 266. die gosche halten: halt die gosche! digito compesce labellum Stieler stammb. (1691) 1017;

darumb so halt dein gosch, du frosch,
weil nichts auf häuslichkeit verstohst
Fischart w. 3, 159 Hauffen;

deine goschen halt, schlechter wicht! Rosegger schr. (1895) I 7, 66. die gosche geht für ein geschwätziges mundwerk, mundartl. in vergleichen wie: de gusch is gangn, as üb ēs mit an steckn an zaun hinfährt Rother schles. sprichw. 262; r goschen gt bi ä klappermölln Regel Ruhla 198. für ein boshaftes mundwerk mit derben attributen (ähnlich wie bei maul): die ... jhre vngewaschne goschen im zaumb zu halten lernen sollen Guarinonius grewel der verwüstung (1610) 234; mit solchem hat ja der gedrittige Iob sein cron erlangt, unnd dem teufel sein unverschambte goschen verstopfft Merckel creutz schuel (1636) 586; ich sage es immer, du habest die uverschanteste (sic!) gosche vo d'r welt Gotthelf schuldenbauer (1854) 57; was unterstehstu dich, mit deiner losen goschen zu liegen unverschamt Hohberg habsburg. Ottobert (1664) A a 4a. prägnant 'schwatzmaul', 'lästermaul' in der wendung eine gosche haben: er het e gosch ist schwatzhaft Martin-Lienhart elsäss. 1, 239; ene gusche haben ein loses maul haben Th. Bernd (1820) 84.
3) übertragungen:
a) aus der redensart eins auf die gosche geben wird eine gosche geben, gosche steht für 'ohrfeige', bes. im obd.:

wann ich dann sag, mein mann, acht tag
hausz ich nit von eim groschen,
musz haben mehr, so geht er her
und gibt mir noch ein goschen (16. jh.)
Mittler dt. volkslieder (1865) 595;

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y, dass ich dir ... nit gib ein goschen Murer bei Staub-Tobler 2, 480; a goschen geben ohrfeige Zaupser oberpfälz. 31; Delling bair. 1, 229; Schöpf Tirol 200; Lexer Kärnten 118; Loritza Wien 53.
b) auf dem wege über 'schwatzmaul' wird gosche 'schwätzer', bes. mundartl. belegt, z. b. nordwestböhm. Blumer 44; elsäss. Martin-Lienhart 1, 239; schweiz. Staub-Tobler 2, 480. literarisch: sind sie nicht würdig dasz man einer solchen goschen den pantoffel ums maul schlage J. Kraus lutherischer scrupulant (1714) 18; ey, du gottlose goschen! ... geh mir aus den (!) gesicht sammlung v. schauspielen (Wien 1764) 6, haush n. d. mode 95. — 'übles nachreden': âme a gosche umhengin Lexer Kärnten 118; einem eine gosche anhängen Unger-Khull steir. 300.
4) zusammensetzungen mit gosche nur mundartlich und in der derben umgangssprache: goschenflicker, m. , zahnarzt; -frider, m. , mensch, der in alles dreinredet, überall seine meinung durchsetzen will; -hobel, m. , mundharmonika Fischer schwäb. 6, 2057.
 
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gösche, f., weiszer gänsefusz, chenopodium album L.: Danneil plattdt. wb. 68a; Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 935.
 
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goschel, guschel, n., s. göschlein.
 
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göschen, n., münzname, s. u. göszchen.
 
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goschengeher, m., unklar, vielleicht miszverstanden für gotscheber, gotschewer 'händler mit südfrüchten, meist aus Gotschee kommend' Unger-Khull steir. 298b; Loritza Wien 53a: ein goschengeher herbergte bei mir; der goschengeher soll zu Zeltschach zu hause sein (1839) bei Unger-Khull steir. 300.
 
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goschig, adj., 'mäulig', meist als zweites kompositionsglied: goschicht labiosus, prominula labra vel os diductum habens; groszgoschichter chilo Stieler stammb. (1691) 1018; lusgüschig vorlaut, losmäulig, vielgüschig losmäulig Müller-Fraureuth 1, 451b; goschat Lexer Kärnten 118; schaut den krumm-näsicht-groszgoschichten feister Wencel Scherffer geist- u. weltl. ged. (1652) 1, 408; aber du verliebst dich nicht in ein rothes koch (d. i. gericht), wol aber in die nechste roth-goschete köchin Abr. a s. Clara etwas f. alle 2 (1711) 752; vgl. grandgoschier Fischart Garg. 1 nach Rabelais' grandgousier.
 
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göschlein, göschel, guschel, n., diminutiv (meist kosewort) von gosche. im ostmd. auch 'kusz', s. DWB guschel teil 4, 1, 6, sp. 1196. altes l-suffix haben anscheinend die feminina gössel mund Mensing 2, 456 und guschel maul (als stärkerer ausdruck neben gosche) Reinwald Henneb. 53: ich denk mei bisl un hal mei gischl Göpfert sächs. Erzgeb. 92; a~ runds' göscherl muost hàbún Lexer Kärnten 118; göschl Schöpf Tirol 200. als kosewort für kinder, mädchen: mei guschel Müller-Fraureuth 1, 451a; göschele Martin-Lienhart elsäss. 1, 239a; goscherl, göscherl hübsches mädchen Jakob Wien 71b. dagegen: a gschliffenes goscherl 'eine schnippische person' ebda. ein artiges göschlein una bocchetta vezzosa e delicata Kramer t.-ital. 1 (1700) 549b:

guschel her! erquicke mich
mit den sonst gewohnten lippen
Stoppe erste samml. (1728) 164;

gnug, dasz sie mich ihr büfchen hiesz,
mir hand und guschel reicht'
und mir ein saftig schmätzchen liesz
Hagedorn poet. w. (1757) 3, 100;

o fläscherl, hübsch und fein,
mein schäzerl sollst du seyn;
will dich mit nassen blicken
oft an mein goscherl drücken
Schubart sämmtl. ged. (1825) 3, 82;

muszt du dein göscherl überall dabey haben? Hafner ges. lustsp. (1812) 2, 26;

ich war nicht faul und schwang mein schwert
und gab ihm eins aufs göschlein
Hoffmann v. Fallersleben ges. schr. (1890) 2, 257;

[Bd. 8, Sp. 976]


zwei kirschrote backerln,
zwei äugerln wie d'stern,
a naserl, a göscherl,
das z'samm' moacht a dern!
Anzengruber ges. w. (1890) 6, 77;

da ging eine schöne einher, die hatte ein bauschiges küttlein ... und ein scharfgewetztes göschlein Rosegger schr. (1895) II 15, 311.

 

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