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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldwurzel bis goldzunder (Bd. 8, Sp. 868 bis 869)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldwurzel, f., was goldwurz (s. d.), aber weniger gebräuchlich. frühest greifbare belege: chelidonium goltworczel, -wortel (md. 15. jh.) Diefenbach gl. 110c; affodillus goltworcel (md. 15. jh.) ebda 16b.
 
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goldzahl, f., berechnung nach goldwährung, vgl. oben geldzahl: wente alse se (die handwerksleute) de ware de se to kope hadden, na deme dat se de ware dar se de van makeden, na golttale ingekoft hadden ... so nemen se des gosselerschen geldes so vele alse der brunswickschen pennigk gewert (Braunschweig 1514) städtechron. 16, 434; sowol an vor alters gebräuchlicher mittelmüntze, als nach itziger goldzahl, das ist: landläufiger meisznischer silbermüntze, ausgerechnet Hondorff d. saltzwerk zu Halle (1670) 157. —
 
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goldzahn, m. 1) im bergbau 'kleine stange gediegenen goldes im gestein', vgl. Voigtel wb. (1793) 2, 114b; auch was goldzain (s. d.). 2) ein vom zahnarzt mit gold überkronter zahn: nach friedensschlusz, wenn wir wieder ein biszchen gold haben werden und sich die leute wieder goldzähne machen lassen können qu. a. d. j. 1933. 3) name eines schalentiers sabella chrysodon L., vgl. Campe 2, 424a. —
 
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goldzain, -zein, m., stange gegossenen goldes,

[Bd. 8, Sp. 869]


zu zain 3: lösch den goldtzain darnach in urin ab Ercker beschreibg. (1580) 83a. auch was goldzahn 1 (s. d.), vgl. zain 5. —
 
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goldzange, f. 1) 'kleine zange mit breitem maul zum auftragen des blattgoldes' Mothes ill. baulex. (1881) 2, 483; vgl. Jacobsson technol. wb. 2, 139a. 2) 'in einem gestein vorkommende längliche stücke gediegenen goldes' Mothes ill. baulex. (1881) 2, 483. —
 
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goldzeche, f.: auri fodina Stieler stammb. (1691) 2604; in Europa haben in den östlichen Alpen die gebrüder Schlagintweit auf 8860 fusz höhe stollenwasser in der goldzeche ... von nur 0, 08 wärme gemessen A. v. Humboldt kosmos (1845) 4, 238.
 
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goldzeug, n. 1) was goldstoff (s. d.): mit nutzen aber werden daselbst (a. d. Krim) verhandelt tücher, sammete, gold- und silberzeuge, seidene und wollene zeuge allg. dt. bibl. (1765) 38, 506; da sah man sie in gewändern von goldzeug mit steinen verziert Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 31, 194. 2) goldenes gerät: der graf läszt ihm alles gold- und silberzeug hertragen, was er hat Rosegger schr. (1895) I 14, 230. —
 
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goldzieher, m., was golddrahtzieher (s. d.); rotwelsch auch für einen taschendieb, vgl. Gottschalk dt. namenkde (1942) 247c. —
 
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goldzierat, m.: ferner hat man den kranz um manche glasbecher mit solchem trüben mittel überzogen, woraus der sehr angenehme effect entspricht, dasz die aufgetragenen goldzierrathen ... auf blauem grunde um desto schöner (hervorgehoben werden) Göthe II 5, 1, 348 W.
 
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goldzopf, m. 1) vom blonden haar: ihre goldzöpfe hingen tief über den nacken hinab G. Keller ges. w. (1889) 1, 248. 2) name der pflanze chrysocoma Nemnich wb. d. naturgesch. 203. —
 
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goldzunder, m. 1) in älterer sprache was goldsinter 1, goldschaum 1: aurugo goltczunder (md. 15. jh.) Diefenbach gl. 62c. 2) 'die asche von mit goldchloridlösung getränkten leinwandläppchen, welche zum vergolden auf kaltem wege verwendet wird' Karmarsch-Heeren (31876) 4, 148; vgl. Meyer gr. konvers.-lex. (1907) 20, 74 s. v. vergolden. —

 

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