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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldwert bis goldwort (Bd. 8, Sp. 866 bis 867)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldwert, m., metallwert des goldes, auch goldeswert, das daneben in anderer bedeutung gebräuchlich, vgl. oben DWB goldeswert: ein paar goldene griechische (münzen), wenn sie schön sind, wären mir wohl auch wünschenswerth ... der preis müszte freylich zu dem goldeswerthe nicht ganz unverhältniszmäszig seyn Göthe IV 17, 276 W. übertragen: wir sprechen viel weniger in Deutschland (als in Frankreich) und vielleicht deshalb sind die worte noch nicht so abgegriffen, noch nicht so um den vollen goldwerth gebracht H. Laube ges. schr. (1875) 4, 5. bes. als währungstechnischer terminus: wir (die regierung) haben vom deutschen volke über neunzigtausend millionen mark goldwert geborgt A. Zweig einsetzung e. königs (1950) 241. selten im plural: wie finanzielle genies immer verstanden haben, aus papierwerten goldwerte zu machen Fontane ges. w. (1920) III 4, 497. zur sache vgl. ferner Bott hdwb. d. kaufmanns (1925) 2, 738a. —
 
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goldwespe, f., name der wespenart chrysis ignita L., vgl. Adelung versuch 2 (1775) 748; Brehm tierl. 9, 311 P.-L.
 
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goldwiebel, m., goldfarbener käfer: cicendela golduuiuil kleinere altsächs. sprachdenkm. 107, 27 Wadstein; vgl. ebda 188b; goldwibel goldkäfer, scarabaeus auratus Kehrein Nassau 168; desgleichen seind über die masz stark und gewaltig die klein goldwibeln, cantharides in der apothek genant J. Dryander steinwehthum (1538) b 2a. —
 
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goldwiesenblume, f., caltha palustris L.: dotterblumen oder goltwisenblumen Bock kreutterb. (1551) 54a; Tabernämontanus kräuterb. (1687) 1129; vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 745.
 
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goldwirker, m., handwerker, der golddurchwirkte stoffe herstellt: die farben selbst aber musten Beraleel und Ooliab mit der nadel nach der goldwircker art verändern an denen teppichen, die mit abgedachten farben gefärbet sein Ruysbroeck schr. (1701) 2, 25a. —
 
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goldwirkerei, f., tätigkeit des goldwirkers: die prachtstoffe ... der in Alexandreia kunstvoll betriebenen bunt- und goldwirkerei Mommsen röm. gesch. 5 (1885) 575. wohl auch für die werkstätte.
 
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goldwitterung, f., das äuszere kennzeichen vom vorhandensein einer goldmine, vgl. DWB witterung 8, sp. 827: segullum ... goldwitterung B. Faber thes. (1587) 737b; vgl. Kirsch cornucopiae (1723) 2, 157a; Steinbach dt. wb. (1734) 2, 987. —
 
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goldwoche, f., 'woche vor estomihi': in septimana que dicitur guleweke, que est ante esto mihi (Xanten 1300) dt. rechtswb. 4, 1000; goldwochen die quatemberwoche, vgl. Schmeller-Fr. 1, 896; vgl. oben goldfaste. —
 
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goldwolf, m., name des schakals: canis aureus Nemnich wb. d. naturgesch. 203; Brehm tierl. 2, 41 P.-L.; lupus aureus Oken allg. naturgesch. 7 (1838) 1555. übertragen als neuere bezeichnung für börsenjobber, vgl. Albert Heintze dt. sprachhort (1900)

[Bd. 8, Sp. 867]


262a. —
 
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goldwolke, f., vom sonnen- oder mondlicht beglänzte wolke. im bild:

aber den einsamen hüll'
in deine goldwolken!
Göthe I 2, 63 W. (Harzreise im winter).


 
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goldwort, n., wertvoller ausspruch, zu golden D 1 d, sp. 753: ja es redet Augustus Buchner rechte goldworte, wenn er saget ... Kuhlmann lehrhoff (1672) 404. —

 

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