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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldwährung bis goldweiszblume (Bd. 8, Sp. 864 bis 865)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldwährung, f., 'die edelmetallwährung, bei der nur goldmünzen kurantgeld, das heiszt unbeschränkte gesetzmäszige zahlmittel sind, in denen der gläubiger die zahlung der schuld fordern darf, während alles andere geld, auch das silberne, scheidemünze ist' Schrötter wb. d. münzkde 231b. bildlich: wir haben in der ehre eine gold- und eine scheinwährung Rosegger schr. (1895) III 7, 179. —
 
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goldware, f., ware aus gold: gold- und silberwaaren, hiezu gehören die arbeiten der gold- und silberarbeiter im weitesten verstande Jacobsson technol. wb. (1781) 2, 138a.
 
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goldwäsche, f. 1) was goldwaschen (s. d.): aurilegium, chrysophysium Steinbach dt. wb. (1734) 2, 946. übertragen: sein (Fischarts) goldhaltiger strom verdiente die goldwäsche der sprach- und der sittenforscher Jean Paul w. 49/51, 151 Hempel. 2) werk, in dem gold durch waschen gewonnen wird, dass. wie DWB goldseife 2 (s. a.), vgl. Jacobsson technol. wb. (1781) 2, 134a; goldwäschen haben in Deutschland Baden am Rhein, Östreich in Salzburg,

[Bd. 8, Sp. 865]


Tirol und Böhmen, Sachsen, Kurhessen Hübner zeitungslex. (1824) 2, 71a. —
 
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goldwaschen, verb. subst., goldgewinnung durch waschen, vgl. Meyer gr. konvers.-lex. (1907) 8, 83; zu G(otzdorf) auf unsern grünten haben wir das goldwaschen (1530) österr. weist. 8, 744 anm.; sie ist meine schwester, und ich wollte sie abholen, da die groszmutter in Siebenbürgen gestorben, wo sie sich mit goldwaschen ernährten Cl. Brentano ges. schr. (1852) 4, 267. —
 
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goldwäscher, m.: ferner sall unser orberer alle vierzehen tage alle zechen befaren ... doneben wann die goldwäscher waschen, dass er seinem eide und pflicht noch von der wesche nicht abweiche und das entpfangen gold von stund an die orberey uberantwurte (1529) cod. dipl. Silesiae 21, nr. 439 Wuttke. übertragen: ihr modernen poeten seid gute brasilianische goldwäscher. ihr schlammt aus dem sande der flüsse die körner wol heraus Gutzkow ges. w. (1872) 5, 136. —
 
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goldwäscherei, f. 1) was goldwaschen, goldwäsche 1: bey der goldwäscherey des fluszsandes bediente man sich des verquickens von jeher allg. dt. bibl. (1765) 73, 23. 2) was goldwäsche 2: es sind 5 goldseifenwerke und an den meisten flüssen goldwäschereien im lande allg. dt. bibl. (1765) 104, 499; zu den münzen gehören auch die ... aus dem ertrage von bergwercken und goldwäschereien geschlagenen ausbeutungen Luschin v. Ebengreuth münzkunde (1904) 18. —
 
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goldwaschwerk, n. 1) was goldseife 2, vgl. dort den ersten beleg: da die reichsten goldwaschwerke in Brasilien ... aus 2 tonnen an 20 gran geben Ritter erdkde (1822) 1, 372. 2) früher auch für das rohmaterial, den zu waschenden goldsand etc.: das ander buch beschreibt, wie die goldertz zu erkennen, zu rösten, anzusieden, vnd zu probirn seind, item vom waschen, rein machen vnnd anquicken desz goltweschwercks Ercker beschr. aller min. ertzt (1580) 41b.
 
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goldwasser, n., universalmittel der älteren heilkunde, vgl. DWB güldenwasser, DWB goldtinktur, DWB trinkgold: aurum potabile Stieler stammb. 2444; für das 'löschwasser': 'goldwasser, das ist wasser, darinn glünd goldt abgelescht ist, aqua extinctionis auri candentis' Wirsung artzneyb. (1588) reg. besonders für verschiedene (kräuter) liköre, in denen feine flitter blattgold herumschwimmen, vgl. Jacobsson technol. wb. (1781) 2, 139a; Meyer gr. konvers.-lex. (1907) 8, 111a; am bekanntesten ist das Danziger goldwasser: wir männer nahmen noch zur stärkung einige schlucke von dem schweizerischen kirschwasser, welches dem Danziger goldwasser an stärke und wohlgeschmack nichts nachgiebt Stolberg ges. w. (1820) 6, 235. von hier aus: tausend danck für die bouteille! der himmel gebe dir dafür das ewige goldwasser Lichtenberg br. (1901) 2, 21. —
 
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goldweide, f., name der weidenspielart salix alba, var. vitellina nach den goldfarbenen zweigen, vgl. Noel Chomel öcon. lex. (1750) 8, 2282; Pritzel-Jessen volksn. d. pflanzen 353. —
 
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goldweidenrinde, f., als antiseptisches mittel verwandt: mein politisch phlegma widerstand diesmal den ausbrüchen des zorns so gut, als die roszkastanien oder die goldweidenrinde der fäulnisz des rindfleisches nach den Bucholzischen versuchen über antiseptische substanzen Musäus physiogn. reisen (1778) 2, 103. —
 
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goldweiszblume, f., was goldwiesenblume (s. d.): chrysanthemo, caltha a Vergilio dicitur, heyst auch chacla, et acantha, dotterblum, goldweiszblum, moszblum Er. Alberus dict. (1540) dd 2b; vgl. Bock kreutterb. (1539) 1, 35b.

 

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