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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldspielend bis goldstange (Bd. 8, Sp. 847 bis 848)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldspielend, part. adj., 'von oder wie gold glänzend, schimmernd', zu spielen I 5 d, sp. 2331: es war lustig anzusehen, wie sie (die delphine) ... mit ihren rückenstacheln und floszfedern, grün- und goldspielenden seiten sich über dem wasser springend bewegten Göthe I 31, 85 W.
 
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goldspindel, f., spindel, die beim goldspinnen benutzt wird. sie dient zum aufwinden des metallfadens: bey den goldspindeln ist er (der wirtel) insgemein von bley comp. haussh.-lex. (1728) 1058; vgl. auch Dillmont weibl. handarb. 170. wohl auch 'goldene spindel'.
 
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goldspinne, f. 1) name verschiedener fremdländischer spinnenarten, vgl. Meyer gr. konvers.-lex. (1907) 8, 109; mundartl. für die kreuzspinne, vgl. schweiz. id. 10, 310. 2) vereinzelt übertragen (aber ohne zusammenhang mit 1): wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! höhnte ihr sprichwort; aber den goldspinnen (gemeint sind die kapitalisten) war zu fressen die einzige arbeit W. Schäfer 13 bücher d. dt. seele (1923) 490. —
 
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goldspinner, m. 1) arbeiter, der gold zu dünnen fäden zieht (vgl. unten goldzieher) und seidenfäden damit überspinnt, vgl. Stieler stammb. (1691) 2091, Noel Chomel öcon. lex. (1750) 4, 1249 u. s. v. spinnen II 1 e, sp. 2520: so man denn ferner das übergüldete silber zu den gold- oder silberspinnern trägt, gallaunen oder borten daraus zu machen; solten diese das gold und silber wol so klein und behend ziehen, wie ein härlein Francisci lust. schaubühne (1702) 642. 2) tiername: libellula, wasserjungfer, vgl. K. Schiller thier- u. kräuterb. 2, 19a; Frischbier 1, 245; auch conus lineatus Nemnich wb. d. naturgesch. 5, 203. —
 
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goldspinnerei, f.: filaria d'oro Kramer t.-ital. 2 (1702) 871a. —
 
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goldspinnerin, f., zu goldspinner 1: Hille goldspinnern in der Bifergassen (1444) K. Bücher d. berufe d. st. Frankf. a. M. (1914) 53a; nun sollten billich alle goldspinnerinnen mit recht sich ... befleissigen, ein guldenes gewissen zu behalten Abr. a s. Clara etwas f. alle (1699) 2, 280. —
 
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goldspitze, f. 1) zu spitze 1: für jede beliebige goldene oder vergoldete spitze, z. b. die goldspitze einer fahnenstange- 2) gewöhnlich eingeschränkt auf den aus goldenen fäden hergestellten besatz an kostümen und decken (zu spitze 2 a γ, sp. 2587): (nimm) die goldspitzen (zu dem flor) Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. (1657) 2, 289; und an der haube hatte sie eine goldspitze Clara Viebig die vor d. toren (1949) 60. 3) name der pflanze chrysogonum virginianum L., vgl. Nemnich wb. d. naturgesch. 203; Dietrich

[Bd. 8, Sp. 848]


vollst. lexicon der gärtnerei u. botanik (1803) 3, 82. —
 
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goldspruch, m., 'wertvoller ausspruch', vgl. DWB golden D 1 d: wir staunten einzelne goldsprüche dieses unschätzbaren werks (Horazens dichtkunst) mit ehrfurcht an Göthe I 27, 77 W.
 
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goldspur, f., 'goldvorkommen kleinster menge': es ist merkwürdig, dasz hier (in Jessulmer in Vorderindien) jede goldspur ... der ganzen sandformation von Rajasthan fehlt Ritter erdkunde 4, 2 (1836) 1009. gewöhnlich als anzeichen gröszerer funde: die ersten goldspuren (in Kalifornien) wurden von Marshall ... aufgefunden Muspratt chemie (1888) 3, 1701; meine seele war gleichsam in den armen, die da gruben und in den augen, die nach gold und immer gröszeren goldspuren ausblickten Rosegger nixnutzig volk (1906) 326. poetisch:

eine goldspur wehte übern abendhimmel hin:
nichts konnte sie erreichen
E. Stadler d. aufbruch (1914) 18.


 
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goldstab, m., goldener, vergoldeter stab: neugierig fragte er den auf seinen goldstab gestützten portier qu. v. j. 1940; besonders als attribut mythologischer wesen, vgl. DWB stab II 1 cβ, sp. 331: sie (Pallas Athene) zeigte ja einst mit dem berührenden goldstabe dem Telemach den Odysseus Jean Paul w. 35, 110 Hempel, vgl. auch den beleg bei Campe 2, 422. für eine stabförmige goldverzierung: das mit gepresztem, braunem englischen leder überzogene und mit goldstäben gezierte reiseschreibzeug Immermann w. 4, 122 Hempel.
 
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goldstange, f., 'stange gediegenen goldes', vgl. Noel Chomel öcon. lex. (1750) 4, 1249; Campe 2, 422b: ich besitze selbst eine kleine komische maske von erz, die mir um keine goldstange feil wäre Göthe I 42, 2, 469 W. vereinzelt im bilde, vgl. s. v. silberstange. —

 

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