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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldspange bis goldspitze (Bd. 8, Sp. 846 bis 847)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldspange, f., zu spange 2 u. 3 (s. d.):

Hugdietriche und der junge Hiltebrant
die stritten so ritterliche mit ellenthafter hant
daz die goltspangen (vgl. DWB spange 2 b) stuben von in dan Wolfdietrich 2185 Holtzmann;

[Bd. 8, Sp. 847]


di (edelsteine) waren schon gevangen
in edle goldspangen
Heinrich v. Neustadt Apollonius 13284 Singer;

was (sind) besteinte goldes-spangen? ...
nichts als blosze eitelkeiten
Knittel poet. sinnenfrüchte (1677) 39;

doch ha, nun schwebet sie selber herein,
die lydische amazone,
goldspangen auf nacktem und rosigem arm mod. dichtercharaktere 37 Arent-C.-H.


 
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goldspatz, m. 1) vereinzelt als kosewort: Iphikrates: freund! Karikles: goldspatz! Iphikrates: glücklichstes aller dienenden wesen! Meisl theatral. quodlibet (1820) 6, 33; vgl. Fischer schwäb. 5, 1491 und das schimpfwort dreckspatz unter spatz 2 e. 2) name des vogels emberiza brasiliensis Oken allg. naturgesch. 7 (1837) 277. —
 
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goldspecht, m., name des vogels picus tridactylus L. Naumann vögel (1822) 5, 346; picus auratus Oken allg. naturgesch. 7 (1837) 215; colaptes auratus Brehm tierl. 4, 588 P.-L.
 
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goldspiegel, m., für die im altertum gebräuchlichen goldenen metallspiegel: nach dichtergebrauch durften Äschylos und Euripides die erfindung der goldspiegel hinaufrücken in Homers fabelzeit J. H. Voss antisymb. (1824) 1, 274. 'goldbelegter spiegel', vgl. Muspratt chemie (1888) 3, 1601. 'goldgerahmter spiegel': man erblickt einen raum von fast unabsehbarer weite, der mit bronceverzierungen, goldspiegeln, wand- und deckengemälden und marmorgruppen auf das reichste und geschmackvollste ausgeschmückt ist Th. Mundt Paris u. Louis Napoleon (1858) 1, 3. übertragen: (ich) sah in den goldspiegel des nierensteiners in meinem krystallglase W. Hauff s. w. (1890) 3, 257. —
 
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goldspielend, part. adj., 'von oder wie gold glänzend, schimmernd', zu spielen I 5 d, sp. 2331: es war lustig anzusehen, wie sie (die delphine) ... mit ihren rückenstacheln und floszfedern, grün- und goldspielenden seiten sich über dem wasser springend bewegten Göthe I 31, 85 W.
 
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goldspindel, f., spindel, die beim goldspinnen benutzt wird. sie dient zum aufwinden des metallfadens: bey den goldspindeln ist er (der wirtel) insgemein von bley comp. haussh.-lex. (1728) 1058; vgl. auch Dillmont weibl. handarb. 170. wohl auch 'goldene spindel'.
 
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goldspinne, f. 1) name verschiedener fremdländischer spinnenarten, vgl. Meyer gr. konvers.-lex. (1907) 8, 109; mundartl. für die kreuzspinne, vgl. schweiz. id. 10, 310. 2) vereinzelt übertragen (aber ohne zusammenhang mit 1): wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! höhnte ihr sprichwort; aber den goldspinnen (gemeint sind die kapitalisten) war zu fressen die einzige arbeit W. Schäfer 13 bücher d. dt. seele (1923) 490. —
 
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goldspinner, m. 1) arbeiter, der gold zu dünnen fäden zieht (vgl. unten goldzieher) und seidenfäden damit überspinnt, vgl. Stieler stammb. (1691) 2091, Noel Chomel öcon. lex. (1750) 4, 1249 u. s. v. spinnen II 1 e, sp. 2520: so man denn ferner das übergüldete silber zu den gold- oder silberspinnern trägt, gallaunen oder borten daraus zu machen; solten diese das gold und silber wol so klein und behend ziehen, wie ein härlein Francisci lust. schaubühne (1702) 642. 2) tiername: libellula, wasserjungfer, vgl. K. Schiller thier- u. kräuterb. 2, 19a; Frischbier 1, 245; auch conus lineatus Nemnich wb. d. naturgesch. 5, 203. —
 
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goldspinnerei, f.: filaria d'oro Kramer t.-ital. 2 (1702) 871a. —
 
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goldspinnerin, f., zu goldspinner 1: Hille goldspinnern in der Bifergassen (1444) K. Bücher d. berufe d. st. Frankf. a. M. (1914) 53a; nun sollten billich alle goldspinnerinnen mit recht sich ... befleissigen, ein guldenes gewissen zu behalten Abr. a s. Clara etwas f. alle (1699) 2, 280. —
 
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goldspitze, f. 1) zu spitze 1: für jede beliebige goldene oder vergoldete spitze, z. b. die goldspitze einer fahnenstange- 2) gewöhnlich eingeschränkt auf den aus goldenen fäden hergestellten besatz an kostümen und decken (zu spitze 2 a γ, sp. 2587): (nimm) die goldspitzen (zu dem flor) Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. (1657) 2, 289; und an der haube hatte sie eine goldspitze Clara Viebig die vor d. toren (1949) 60. 3) name der pflanze chrysogonum virginianum L., vgl. Nemnich wb. d. naturgesch. 203; Dietrich

[Bd. 8, Sp. 848]


vollst. lexicon der gärtnerei u. botanik (1803) 3, 82. —

 

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