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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldrot bis goldsalz (Bd. 8, Sp. 827 bis 828)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldrot, n., vgl.: 'goldrot schwach geglühtes eisenoxyd; ... findet zum poliren von gold- ... waren verwendung' Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 4, 732. —
 
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goldrubel, m., münze im werte eines rubels: nach dem russischen münzfusze soll ein russisches pfund 341 goldrubel geben K. E. v. Baer reden u. versch. aufs. (1864) 3, 157; die bildung des wertverhältnisses des goldrubels zum ... papierrubel blieb dem verkehr frei überlassen hdwb. d. staatswiss. 26, 39. —
 
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goldrubin, m.: 'unter diesem namen ist das von den zartesten rosenrothen tönen bis ins intensivste rubinroth darstellbare mit gold gefärbte glas bekannt' Karmarsch-Heeren techn. wb. 37, 438; die bereitung des goldrubins wurde von Kunkel entdeckt ... durch unsere jetzige kenntnisz des goldrubins ist jenes recept ohne alle bedeutung Muspratt chemie (1888) 3, 1655.
 
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goldrute, f. 1) name für die pflanze solidago virga aurea L. und verwandter arten goldruthe Noel Chomel oecon. lex. (1750) 4, 1241; Oeder nomenclatur (1769) 83, ferner Holl pflanzenn. (1833) 133a; 211a; 132b; Schkuhr botan. hdb. (1791) 3, 110; Pritzel-Jessen volksn. d. pflanzen 383; 374: blattläuse an der goldruthe geben frisch gequetscht eine braune farbe allg. dt. bibl. (1765) 88, 281; in ruhelosem gebrause schwirrte es um die übermannshohen stauden der goldrute Mungenast d. pedant (1939) 199. 2) wünschelrute zur auffindung des goldes und anderer metalle: wohin (zu unzulässiger zauberei beim schatzgraben) aber der gebrauch der glückwünsche oder goldruthen nicht zu zählen, weil solche nicht unter die magica instrumenta gehörig, sondern in den bergwercken deren gebrauch hergebracht ist Hohberg georgica curiosa 3 (1715) 125b; man zeigt ... eine sogenannte goldruthe, die 1713 auf einem acker gefunden worden ist allg. dt. bibl. (1765) 91, 504. —
 
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goldrutenbaum, m., name für die pflanze bosia yervamora L., vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 629.
 
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goldsaal, m., goldgeschmückter, reicher saal; auch sinnbildlich für die 'wohnung des reichtums' gebraucht: in krambuden der hökerinnen oder in goldsälen der groszen Klopstock gelehrtenrepublik (1774) 340; setzet eine

[Bd. 8, Sp. 828]


königin im goldsaal an die stelle (der geliebten im hohen liede), und alles (reizvolle) ist verschwunden Herder 8, 513 S.;

sein bestrohetes dach, ...
winket ihm süszre rast,
als dem städter der goldsaal
Hölty ged. (1869) 113.


 
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goldsack, m., mit gold, vor allem goldmünzen, gefüllter sack: ein reichgeschmückter, prächtiger mann ... mit vielen goldsäcken in der hand, und auf seiner brust mit goldnen lettern den namen Plutus tragend Fouqué zauberring (1812) 1, 74. oft sinnbildlich für den reichtum: als nun gar geheime emissarien ... aus Cortez goldsäcken freigebig geschenke ausspendeten K. Fr. Becker weltgesch. (1801) 6, 93; alle meine anverwandten sind unmenschen, die kein verdienst als das in goldsäcken kennen A. G. Meissner skizzen (1778) 3, 279; und er hat sie (die braut) nun, da er mit den schweren titeln kam, mit den reichen goldsäcken F. M. Klinger theater (1786) 1, 164; (sein) schwiegersohn reitet auf einem groszen goldsack, und er braucht diesem seinem rosz nur ins maul zu greifen, so hat er volle hände Holtei erz. schr. (1861) 3, 132; will ich mich mit einem goldsack trauen lassen? Kotzebue s. dram. w. (1827) 5, 142. sprichwörtlich: trägt der esel auch einen goldsack, er friszt doch disteln Düringsfeld sprichw. (1875) 1, 215. —
 
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goldsafran, m., in älterer fachsprache eine explosive goldverbindung, vgl.: 'goldsaffran crocus auri oder solis, eine materia, welche mit einem hellen blitze und heftigen knalle in die luft flieget, wenn man sie über das feuer bringt und daher blitzgold, knallgold, platzgold, prasselgold, schlaggold, lat. aurum fulminans genannt wird' Krünitz encycl. 19 (1780) 364; Schwan nouv. dict. (1735) 1, 777; Campe 2, 422.
 
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goldsaft, m. 1) in der sprache der alchemie benennung des borax: wirdt genennet ... borax, chrysocomium goldsafft Martin Ruland lex. alchem. (1612) 93. 2) name der pflanze chelidonium majus L., sonst schöllkraut genannt, vgl. Holl pflanzenn. (1833) 332a; Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 926. —
 
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goldsalbe, f. 1) 'unguentum aureum, eine bekannte salbe ..., die in denen apothecken zu finden' Noel Chomel öcon. lex. (1750) 4, 1242. übertragen: und ist diese heilige goltsalb so kräfftig, das kein missethat ... geschicht, disz öle kan es reinigen Fischart binenkorb (1588) 127a. 2) bildlich für bestechungsgelder: damit ... jhre händ nicht zu spör unnd hart werden, muss man gar offt gold- und silbersalben brauchen Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) 325; (Riep.:) wann ich aber wieder schläg krieg, wer macht mir meinen buckel nachher gut? (Odo.:) wir wollen dich schon mit der goldsalbe schmieren Ph. Hafner ges. schr. (1812) 2, 147. —
 
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goldsalz, n., 'mit diesem namen pflegt man ... die doppelsalze des goldchlorids mit natriumchlorid ... zu bezeichnen' Karmarsch-Heeren techn. wb.3 4, 142; vgl. Campe 2, 422.

 

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