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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldmedaille bis goldmücke (Bd. 8, Sp. 814 bis 816)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldmedaille, f.: viele sehr kostbare antiquitäten ..., darunter allein acht schöne goldmedaillen Ritter erdkde (1822) 7, 295; der groszherzog (von Toscana) hat mich ... mit einer ungeschickt groszen goldmedaillen beehret Angelika Kauffmann in: schr. d. Götheges. 5, 47.
 
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goldmeer, n., poetisch für eine unermeszliche fülle von gold:

wer bürgt euch, dasz dies goldmeer nie verschwinde?
wer, dasz nicht solch ein schatz der nachbarn neid entzünde?
S. G. Bürde erz. (1796) 27;

geizest du nach reichtum, schätzen?
will dich in ein goldmeer setzen
Grillparzer s. w. 7, 152 Sauer.

[Bd. 8, Sp. 815]


bildlich, vom reifen kornfeld: wo die grösze der natur spricht, sei es in blumiger au, sei es im wogenden goldmeere des kornfeldes, ... dort hat der menschenmund zu schweigen Rosegger schr. II 15, 100. vom licht: ein glühendes goldmeer warf seine wogen weit am östlichen himmel umher J. Weitzel verm. schr. (1820) 1, 7; der mond flosz durch ein goldmeer von gewölken hin Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 18, 45. —
 
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goldmensch, m., vgl. DWB golden D 1 c, sp. 751: o sie goldmensch! ... sie sollen mein Katherl doch bekommen A. Bäuerle kom. theater (1820) 2, 19; Ulrich, du bist ein goldmensch! Nestroy ges. w. (1890) 3, 42; er ist der nobelste mensch, der existirt —ein goldmensch Spielhagen s. w. (1877) 10, 92. —
 
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goldmergel, m., 'derjenige mergel, welcher goldfarbige glimmerblättchen eingemengt hat' Zappe miner. hd.-lex. (1817) 1, 396: fulva crustacea Radebergensis quae reperitur in terra arenosa aurum in se continens geler, schirblichter goldmergel Joh. Kentmann nomencl. rer. foss. (1565) 5b Gesner; vgl. DWB mergel teil 6, sp. 2091. —
 
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goldmerle, f., name für den vogel pirol, oriolus galbula, oriolus oriolus L. wie auch goldamsel, vgl. Suolahti d. dt. vogelnamen 173: oriolus goldmeerle Diefenbach gl. 400c; die Brabanter nennend gmeinlich etliche vögel so gantz goldgäl sind, goldmerles Heusslin Gesners vogelbuch (1557) 18a; goldmêrel goldamsel lux. ma. 149; goldmääl goldamsel, pirol Hönig Köln 67a. auch goldenmerle, vgl. Henisch (1616) 1675. —
 
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goldmetall, n.: wie dann auch etliche durch des könig Salomons ophir den feuerofen verstanden, der durch die grad der hitze der sonnen nachahme und das goldmetall, den mercurium und den schwefel (die drei bestandteile des goldes nach alchemist. auffassung) zeitige Harsdörffer d. t. secretarius (1656) 2, 658; zu suchung des goldmetalls gehöret sich, die ruthe ... wan die sonne regiret, zu schneiden J. Prätorius glückstopf (1669) 41; (wie) er mit seinen begierden selbst auf eine cörperliche art das irdische goldmetall unzertrennlich einverleiben kan Leipz. avanturieur (1756) 1, 171. —
 
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goldmilz, f., name der pflanze chrysosplenium alternifolium L.; vgl. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 983; Schkuhr bot. hdb. 1, 338; Nemnich wb. d. naturgesch. 202; Holl wb. dt. pflanzenn. 132b. —
 
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goldmilzkraut, n., dass.; vgl. Marzell 1, 983; Holl wb. dt. pflanzenn. (1833) 132b; Rossmässler mensch i. spiegel d. natur 25, 98; als goldenmilzkraut Fechner erkl. volksth. pflanzenn. (1871) 21; s. auch güldenmilzkraut teil 4, 1, 6, sp. 1064.
 
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goldmine, f., zum grundwort s. teil 6, sp. 2235, vgl. ferner goldgrube, goldbergwerk: goldmine aurifodina Stieler stammb. (1691) 1278; es sind ... zwischen Serab und Miane ... bekandte gold- und silberminen Olearius persian. reisebeschr. (1696) 305; die summe des baaren geldes kann vermehrt werden ... durch entdeckung von goldminen allg. dt. bibl. (1765) 62, 263; der autor (Cellini) begegnet ... einem alten alchimisten, der ihm von einigen gold- und silberminen kenntnis gibt Göthe I 44, 250 W.; Metternich ... liesz sich in Ruszland goldminen schenken und bezahlte für den Johannisberg nicht einmal die steuern Hebbel w. 10, 316 Werner; die reichthümer ... lagen meiner wiege so fern wie die goldminen von Peru Luise v. François d. letzte Reckenburgerin (1871) 1, 83. in bildlichen wendungen: wer sich zeitig mit der einsamkeit befreundet, (hat) eine goldmine erworben Schopenhauer w. 4, 475 Griseb.; wenn es (das schicksal) uns gleichsam kuxe auf goldminen giebt, die, wenn wir nachgraben, überall kein ächtes metall enthalten H. v. Kleist w. 5, 300 E. Schmidt; dieses war die erste der goldminen, die mein aufmerksamer geist von den vielen entdeckte, die, euren augen unsichtbar, durch dieses chaos der menschlichen gesellschaft laufen Klinger w. (1809) 9, 42; die wünschelruthe eines gelehrten verwandten entdeckte ... die tiefliegende goldmine seines (Linnés) viel verheiszenden genies Matthisson erinn.2 (1810) 8; ich verstehe mich nicht auf das bearbeiten der goldminen meines talents Hebbel br. 1, 230 Werner.
 
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goldmoos, n.: die goldmoose (orthotrichum)

[Bd. 8, Sp. 816]


sind mäszige, ein- bis zweyhäusige moose mit blüthen am gipfel Oken allg. naturgesch. 3 (1841) 288; vgl. Meigen pflanzenn. (1898) 95a; aus kleinen felsgrotten leuchtete der psittichglanz des goldmooses Immermann w. 3, 81 Hempel; in der nähe von Wunsiedel wächst ein seltenes moos; man nennt es goldmoos W. H. Riehl naturgesch. d. volkes (1851) 1, 205. —
 
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goldmücke, f., bezeichnung für die goldfliege, musca caesarea L., vgl. Oken allg. naturgesch. 6 (1836) 784; Fischer schwäb. 3, 742; goldmek goldkäfer luxemb. ma. 149: dasz ... mir die seele im laib herumtanzte wie eine goldmücke maler Müller w. (1811) 1, 135. —

 

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