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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldkörnchen bis goldkresse (Bd. 8, Sp. 805 bis 806)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldkörnchen, n., dim. zum vorigen: quecksilber ..., welches sofort jedes goldkörnchen an sich zieht Rode d. Vitruvius baukunst (1796) 2, 122; gröbere goldkörnchen bedürfen zur lösung ... zu langer zeit Muspratt chemie 7 (1900) 1633. —
 
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goldkörnig, älter goldkörnicht, adj., vgl. Stieler stammb. (1691) 122: goldkörnichter sand, welcher meistentheils am Kühnbach ... anzutreffen Chr. Lehmann hist. schaupl. (1699) 442. —
 
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goldkörnlein, n., dim. zu goldkorn: aurea nitella gleyszende oder glantzende goldkörnle Frisius dict. (1556) 870b; etliche flüsse, die goldkörnlein führen Heinr. Rätel Curäi chronicon (1607) 275; hat hie und da einer ... in einer erzählung etwas wie ein kleines goldkörnlein gefunden Hebel w. 2, 115 Behaghel.
 
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goldkot, m., verächtlich für das geld:

durch goldkoth in der ehre tempel
Herder 29, 51 S.;

häufig bei Jean Paul: um in Berlin einigen goldkoth aufzuhaschen 4, 35 Hempel.
 
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goldkotfresser, m.:

was seit ir dan für goldkatfresser
Fischart podagr. trostbüchl. 97 Hauffen.


 
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goldkragen, m., goldverzierter kragen: treszhüte und goldkrägen! Immermann w. 16, 482 Boxberger; blechkragen heiszt ... der goldkragen der stabsoffiziere v. Alten hdb. f. heer u. flotte 2, 324.
 
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goldkrähe, f., name für den vogel coracias garrula L., blaukrähe, vgl. Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 2, 158, Brehm tierleben 5, 250 P.-L.
 
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goldkranz, m., kranz aus gold, zum schmuck oder als zeichen der herrschaft:

Johannens jüngern leib umfängt mein gatte,
die trägt den goldkranz mein im haare dicht
J. Kerner d. lyr. ged. (1854) 56;

einen goldkranz, den ihm (dem Theseus) Amphitrite schenkte Welcker alte denkm. (1849) 3, 407; diese kränze des triumphators sind ... zu herrscherinsignien geworden. zwar von dem goldkranz, der nicht getragen, sondern über dem haupt gehalten ward, läszt sich dies kaum sagen Mommsen röm. staatsrecht (1871) 1, 344.
 
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goldkrätze, f., abfall bei der goldbearbeitung; vgl. Prechtl technol. encycl. (1830) 7, 166, Karmarsch-Heeren

[Bd. 8, Sp. 806]


techn. wb.3 4, 139; 732, Bucher kunstgewerbe (1884) 159b:

es ist behangen der gantz sal
mit gulden tüchern uberal,
die ich auff tausendt crona schetz.
das pflaster bestrewet mit goldkretz
Hans Sachs 13, 64 K.-G.


 
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goldkraut, n., name für verschiedene gelbblühende pflanzen. 1) für chelidonium majus L., schellkraut, schöllkraut, vgl. Hegi 4, 1, 12; Marzell wb. 1, 925; auszer den dort angeführten mundartlichen bezeugungen noch goldkrût (schellkraut) Leithäuser Barmer ma. 60, goldkraut Kehrein Nassau 168. 2) für senecio vulgaris L., gemeines kreuzkraut, vgl. Hegi 6, 2, 787, Fischer schwäb. 3, 742, Schkuhr botan. hdb. (1791) 3, 95, Holl wb. dt. pflanzenn. 211a. für senecio cordatus L. bei Pritzel-Jessen volksnamen d. pflanzen 373, schweiz. idiot. 3, 892. 3) für lysimachia nummularia L., pfennigkraut, vgl. Nemnich wb. d. naturgesch. 202, Pritzel-Jessen volksnamen d. pflanzen 227, Hegi 5, 3, 2205. für lysimachia vulgaris, goldweiderich (westböhm.), vgl. Hegi 5, 3, 1859. 4) vereinzelt für genista tinctoria L., färberginster (Böhmerwald), vgl. Hegi 4, 3, 1200: nim ... drei stäudlin goldkraut und eines pfennings breit galgant: binds der frauen uber jeden puls Gäbelkover artzneybuch (1595) 2, 57.
 
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goldkresse, f., name für die pflanze chrysoplenium alternifolium L., goldmilzkraut, vgl. Holl wb. dt. pflanzenn. (1833) 132b.

 

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