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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldkarausche bis goldkettchen (Bd. 8, Sp. 799 bis 800)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldkarausche, f., name für den fisch carassius carassius etc., vgl. Brehm tierleben 8, 251 P.-L.; Krünitz 18, 394 unter giebel.
 
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goldkarpfen, m., name für den fisch carassius vulgaris Nordm., vgl. Max v. d. Borne hdb. d. fischzucht u. fischerei (1886) 119; goldkarpffe chines. goldfisch, cyprinus auratus bei Krünitz 19, 573, vgl. allgem. haush.-lex. (1749) 1, 610; Oken allgem. naturgesch. (1839) 6, 521: die drei goldkarpfen, die als schaugericht ... abgeladen wurden Jean Paul w. 6, 74 (Hempel); eine schüssel mit goldkarpfen Georg Büchner nachgel. schr. (1850) 144.

[Bd. 8, Sp. 800]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldkasten, m., kasten, der gold enthält: ist der goldkaste ein himmel? ach, ein schlechter himmel, der sich der motten und diebe nicht erwehren kan Heinrich Müller erquickstunden (1667) 16; gleich dem verzauberten hund, der auf unterirdischen goldkästen liegt Schiller 2, 112 G.
 
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goldkästchen, n., dem. zum vorigen: das goldkästchen der heiligen drei könige, worin Mariens trauring ist Cl. Brentano ges. schr. (1852) 3, 466. —
 
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goldkästlein, n., dass.: eine schöne ledige chatouille oder goldkästlein eines banquiers Lindenborn Diogenes (1742) 2, 344.
 
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goldkauf, m., kauf von rohem oder bearbeitetem gold: sonder was die weichen pergwercke anreicht, soll is mit dem vorleihen, auch freiheit, goldkauf und anderm bei voriger ordnung und gebrauch wie vor alders vorbleiben (1533) cod. dipl. Siles. 21, 25, vgl. Lori baier. bergrecht (1764) 101;

den gold- und silberkauff,
wie der nach rechtem lauff
im lande gangbar ist,
weisz er (der münzmeister) zu jeder frist
Joh. Rist teutscher Parnass (1652) 481.


 
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goldkerl, m., jüngere bildung; vgl. DWB prachtkerl und DWB golden D 1 c. gern in der anrede: Peter, du bist ein goldkerl! Holtei erz. schr. (1861) 21, 176; ihr seid lumpen, aber treue seelen, wahre goldkerls Nestroy ges. w. (1890) 1, 100.
 
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goldkern, m., für den kern einer münze: da in beiden fällen (von falschmünzerei) der entzogene goldkern durch ein annahend gleich schweres metall ersetzt wird, so bedarf es ... eines dünnen goldstreifens ... zur verdeckung des beschädigten randes Luschin v. Ebengreuth münzkde 126; in anderer verwendung s. unter dem folg. wort.
 
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goldkernwährung, f.: 'goldkernwährung nennt man heute das papierwährungssystem, bei dem an zentraler stelle ein golddepositum, ein goldkern für die intervalutarische geldwertsicherung bereitgehalten wird' Fr. v. Schrötter wb. d. münzkde (1930) 230; die Schweiz plant heute den übergang von der goldkern- zur reinen goldwährung ebda 232.
 
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goldkette, f., schmuckkette aus gold; schon spätahd. bezeugt, vgl. uuâhe goltketenon in lampreite uuîs gebrôihta (murenulas aureas) machen uuir dir, in uuurme uuîs geblahmâlot mit silbere Williram hohes lied 18, 2 Seem. im mhd. als compositum nicht belegt: ich nehm die goldketten von mein halss engl. com. u. trag. (1624) Zz 3a; einen untergekehrten beutel, woraus etliche münzstucke und goldketten fallfärtig waren Sigmund v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 134;

lieblich stehn in den spangen deine wangen:
dein hals in ketten schön.
goldketten lasz ich dir machen,
mit pünktchen silber gesprengt
Herder 8, 492 S.;

auch von unechter, goldähnlicher kette: die seidenen blumen, essenzen, goldketten und rosenkränze, welche in den läden zur schau stehen (in Bologna) Gaudy s. w. (1844) 19, 45. —
 
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goldkettchen, n., dem. zum vorigen: im einfachsten sommerkleide, nur ein dünnes goldkettchen um den hals G. Keller ges. w. (1889) 7, 165.

 

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