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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldigbraun bis goldkäferlein (Bd. 8, Sp. 797 bis 798)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldigbraun, adj., goldbraun: die fülle der goldigbraunen locken Zschokke ausgew. schr. (1824) 25, 110; (die) goldigbraune raupe Brehm tierleben 9, 415 P.-L.
 
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goldiggelb, adj., goldgelb: mit krausgelocktem, goldiggelbem haar Gaudy s. w. (1844) 1, 165. —
 
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goldiggrün, adj., goldgrün:

goldiggrüner strahlenschimmer,
der durch saftges weinlaub lacht
Gaudy s. w. (1844) 9, 40.


 
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goldinhalt, m., dass. wie goldgehalt: müntzen mit dem feinen goldinhalt egedachter ordnung (v. j. 1501) urkunden z. gesch. d. schwäb. bundes 14, 425 Klüpfel; die abnahme des goldinhalts in den goldschillingen Luschin v. Ebengreuth münzkde 213; der goldinhalt eines gebirges musz also ein groszer sein, um den bergbau lohnend zu machen K. E. v. Baer reden u. versch. aufs. (1864) 3, 185.
 
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goldinsel, f., insel, auf der gold gefunden wird: insel Peru unnd ander goldinseln Mathesius w. 4, 129 Loesche; sobald die halbinsel Malakka den spätern Griechen und Römern bekannt wurde, hiesz sie die ... goldinsel K. E. v. Baer reden u. versch. aufs. (1864) 3, 340.
 
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göldisch , auch goldisch, adj. zum stammvokal vgl. das bei golden adj. (oben sp. 727) gesagte; für die form s. güldisch teil 4, 1, 6, sp. 1070.

[Bd. 8, Sp. 798]



1) in der älteren bergmannssprache soviel wie 'goldhaltig', s. auch goldig b: ferner tragen auch alle goldische werck, welche gemeiniglich sandig seind, gut gediegen golt Ercker beschreib. aller mineral. ertzt (1580) 42a; etliche weise kiesz ..., die ... göldisch seind ebda 42b; quecksilberertz, so ... sehr goldisch sind Thurneysser magna alchymia (1583) 86; gantze gebirge giebt es voll von gestein, die einen göldischen extract geben, welcher zu gold oder silber geschmoltzen, in allen proben darbey bestehet J. J. Becher närr. weisheit (1707) 65; unter der erden sind die silber- und kupfferertze vor andern göldisch, das ist etwas gold haltend Noel Chomel öcon. lex. 4, 1196; goldische bergarten, ... goldische eisen Jacobsson techn. wb. (1781) 5, 714; man soll jährlich höchstens 70 mark gewinnen neben 6-700 mark goldischen silbers K. Weber Deutschland (1827) 2, 466; bei göldischem quecksilber Muspratt chemie (1888) 7, 534.
2) von Paracelsus in besonderem sinne angewandt, 'der natur, dem wesen des goldes entsprechend': wie dem goldt sein göldisch arth auszgezogen wirdt opera (1616) 1, 614 Huser; Mercurius und Sol seind weiss und goldischer art 2, 135; darumb der sulphur vom goldt göldisch virtutes hatt 1, 1047.
 
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goldjahr, n., dass. wie goldenes jahr, vgl. unter golden C 4 b: jubileus annus isz heiszet daz gultiar (15. jh., md.) bei Diefenbach gl. 311a; anders: nach dem letzten meissnischen goldjahre J. H. Voss krit. bl. (1828) 1, 440.
 
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goldjunge, m., kosewort, vgl. DWB golden D 1 c: seht mir nur den goldjungen da, wie er an mir hängt! Musäus volksmärchen 1, 45 (Hempel); goldjunge, Harry! Klinger theater (1786) 2, 336; lasz dich küssen, goldjunge! Grabbe w. 1, 276 Blumenthal.
 
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goldkäfer, m., seit dem 15. jh. bezeugt; als name verschiedener metallisch glänzender käfer, vor allem des meist unter dem namen 'spanische fliege' (cantharis lytta venicatoria) bekannten und des rosenkäfers (cetonia aurata, wofür älter scarabeus auratus L.) verbreitet, vgl. Brehm tierleben 9, 102 P.-L., gelegentlich auch für den goldgrünen laufkäfer carabus auratus L., vgl. Nemnich wb. d. naturgesch. 202, Ratzeburg forstinsecten (1837) 1, 26. nicht näher bestimmbar in der glossierung: aurilia goldkeber (voc. rer. 1466 obd.) bei Diefenbach nov. gl. 43b, wo vermutlich die spanische fliege gemeint ist, vgl. unten goldwurm; cantarides gryene vöglin, goltkäfer Gersdorff wundarzney (1517)91a; goldtzefer, spanische flege Chyträus nom. (1585) 379; cantharides seind goldkäffer Paracelsus opera (1616) 1, 1122 Huser; cantharis goldkäfer oder spanisch muck Zehner nomencl. (1645) 215; goldkefer, ein käfer von goldgrüner farbe scarabeus aureolus Frisch (1741) 1, 360c; cetunia aurata goldkäfer allg. dt. bibl. 85 (1789) 504, vgl. Oken allg. naturgesch. 5, 1790: Aristoteles sagt, das der geruch von rosen die goldkefer vertreib, dann übler gestanck ist inen der best geruch Michael Herr feldbau (1551) 118a; (glänzen) thut auch ein jedes wachslicht, oder ein indianischer goldkefer Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 1 (1644) 102; erwege doch bey dir, dasz zwischen einem kothkehfer und goldkhefer ... nit ein so grosser underschid seye als zwischen dem menschen und dem engel Abraham a s. Clara Judas, der ertzschelm (1686) 1, 523; dies leben mit ... den goldkäfern, die so träg und duftberauscht in der mittagsonnenhitze auf blumenkelchen ... schillerten Gutzkow aus der knabenzeit (1852) 247. bildlich und übertragen: (er wurde) von dem alchimistischen goltkefer und schatzgreber ausz geitz betrogen Rollenhagen froschmeuseler (1595) C 3a; ihr vernunfftlose goldkäffer! wem samlet ihr? Abraham a s. Clara mercks Wien (1680) 72; du! erniedrigt durch diese goldnen schuppen (des römischen panzers) zu einem goldkäfer! Grabbe w. 3, 535 Blumenthal.
 
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goldkäferchen, n., deminutiv zum vorigen: da flog ein goldkäferchen ganz oben bei den sternen Th. Storm s. w. 2, 121 Köster. übertragen: o mein hertzgen, mein goldkäfergen! Chr. Weise d. grün. jugd. überfl. ged. 191 ndr.
 
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goldkäferlein, n., dass.: darin (in rosen) stets nicht allein die bynen, sunder auch andere insecta oder

[Bd. 8, Sp. 799]


goldkefferlin jre narung schen Bock kreutterbuch (1539) 3, 20; wie ein goldkäferl auf einer rosen Abraham a s. Clara 1, 75 Strigl;

gottlob, dasz ich wieder bei ruhigem sinn
und nicht das verwünschte goldkäferlein bin
Chr. v. Schmid ges. schr. (1858) 17, 70;

vgl. auch goldkäferl rosenkäfer, cetonia aurata im steir. Unger-Khull 299a.

 

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