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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldgefäsz bis goldgehenk (Bd. 8, Sp. 777 bis 778)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldgefäsz, n., gefäsz aus gold, vgl. in älterer sprache goldfasz: je reiner das goldgefäsz, desto leichter wird es verbogen Jean Paul w. 55/58, 148 (Hempel);

und wein flosz stromweis aus den goldgefäszen
Grillparzer 8, 223 Sauer;

bildlich:

es sei die form ein goldgefäsz,
in das man goldnen inhalt gieszt
Storm s. w. 1, 181 Köster.


 
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goldgefaszt, part. adj., mit gold eingefaszt: der knabe trug ein goldgefasztes kreuzchen von korallen Gaudy s. w. (1844) 13, 133.
 
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goldgefieder, n., goldfarbenes gefieder: eine zweite art mit goldgefieder an hals und brust Ritter erdkde (1822) 3, 975; im bilde:

ist der junge strahl erwacht:
regt und dehnt die rosgen glieder,
schüttelt dann sein goldgefieder
Annette v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 1, 119.


 
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goldgefiedert, part. adj.:

kein huhn lokt goldgefiederte jungen
unter die warmen flügel
Lenz ged. 34 Weinhold.


 
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goldgefleckt, part. adj., 'mit goldfarbenen flecken': du bist keine schlange, die unter dem glanz der goldgeflekten haut tödliches gift verbirgt Wieland I 3, 51 akad.
 
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goldgeflügelt, part. adj., 'mit goldenen flügeln':

flnd ich in blumen dich hier, du goldgeflügelter Amor?
in der rose, die heut kränzen den becher mir soll;
böser, du hast sie gewisz mit süssem gifte durchhauchet
Herder 26, 171 S.;

vom insektenflügel:

bienen, schwer von honigseim,
sumsen goldgeflügelt heim
J. H. Voss s. ged. (1802) 4, 66.


 
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goldgefüllt, part. adj., 'mit goldstücken angefüllt':

wie er mich denn selber hiesz,
meine schaf hinein zu treiben, und mich endlich von sich
mit der goldgefüllten hand liesz,
Neumark fortgepfl. musik. lustw. (1657) 2, 136;

hell vom tempel blinkt der grusz
goldgefüllter silberschal'
G. Keller ges. w. (1889) 9. 214.

[Bd. 8, Sp. 778]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldgefunkel, n.:

du drangst schon tief, du bist am rechten platz,
noch einen schuh — so siehst du goldgefunkel
Karl Gerok pfingstrosen8 262;

wie der sterne goldgefunkel
durch die schwarze hülle bricht,
also blitzt durchs lebensdunkel
edler thaten zauberlicht
Hebbel s. w. 7, 16 Werner.


 
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goldgehalt, m., gehalt an golderz:

allen Thomassen
zur strafe, die den goldgehalt der insel,
der ihnen vor den augen steht, ableugnen
Rückert ges. poet. w. (1867) 10, 521.

feingehalt an gold in legierungen und anderen verbindungen: dennoch pflegt der goldgehalt in reinem schliche im centner auf 20 auszufallen allg. dtsche bibl. 17 (1772) 254; das silber ..., welches einen goldgehalt hat Scheuchenstuel österr. bergspr. (1856) 106; im bilde: Rilke ..., den tief erkenntlichen, der den ganzen goldgehalt einer stunde ausschöpft und ihn ... verewigt Carossa führung u. geleit (1933) 102.
 
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goldgehänge, n., gehänge aus gold, vgl. DWB gehänge 1, teil 4, 1, 2, sp. 2322 ff.:

als wie das goldgehäng an deiner seiten
Rückert ges. poet. w. (1867) 6, 172.


 
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goldgehenk, n., dass. wie goldgehänge:

dies brautgeschenk,
vom herzen mir gekommen,
wird mehr als perl und goldgehenk
euch hier und dort einst frommen
Gottl. Leon in: Göttinger musenalm. (1780) 118.

 

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