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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldfischchen bis goldflitsch (Bd. 8, Sp. 773)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldfischchen, n., deminutiv zum vorigen: ein sinesisches goldfischchen in einer gläsernen bowle Jean Paul 1, 155 (Hempel); bildlich: wenn mich nicht alles trügt, hängt das goldfischchen (reicher junger mann) an einem ganz anderen haken W. Hauff s. w. (1890) 3, 44.
 
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goldflamme, f. 1) bergtechnisch: 'eine art gewaschenes feines gold, das sich ... im sande und in der erde befindet' Jacobsson techn. wb. 2, 128: wie man auch gemeiniglich in ... seiffen goldflammen und kleine goldkörner gediegen wäschet P. Albinus meiszn. bergkchron. (1590) 132. 2) 'goldene flamme': ich habe ... gesehen den namen Jesus mit güldenen buchstaben gezeichnet und mit goldflammen, als einem hellen scheine ... umgeben Chr. Scriver seelenschatz (1737) 1, 825a; übertragen auf den schein der sonne: täglich lodert ... der abendbrand des himmels herein; dann lodern goldflammen über das glas der bücherkästen Stifter s. w. 1 (1904) 105. —
 
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goldflammend, part. adj.: der sonnen und ihren goldflammenden straalen Neumark fortgepfl. mus. poet. lustw. (1657) 2, 3;

wer naht in muth'ger zuversicht dem orte;
gerüstet, stark, als ob ihn siegs gemahne,
das kreuz goldflammend auf azurner fahne,
freudig im geist, vertrauend fest im worte?
Fr. Schlegel s. w. (1846) 6, 158.


 
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goldfleck, m., goldglänzender farbfleck: das ist auch hie zumercken, das solche schieffer gemeiniglich ein gesprenge von goltflecken haben P. Albinus meisznerische bergkchron. (1590) 105; eine brachsme mit goldflecken am kopf Corvinus fons lat. (1646) 99; ein goldflecken schmückt den kiemendeckel Brehm tierleben 8, 57 P.-L.
 
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goldfliege, f., name für das insekt chrysomela, auch für chrysis, musca caesar bei Nemnich wb. d. naturgesch. 201: zarte libellen und goldfliegen durchzuckten funkelnd ... das ... geleucht der sommerstille quelle a. d. j. 1919.
 
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goldflimmer, f., 'kleine goldblättchen, waschgold', dass. wie goldflitter, goldflitsch, vgl. Jacobsson technol. wb. 2, 128. —
 
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goldflimmernd, part. adj., wie gold flimmernd: diese goldflimmernde grosze oper ist ... eine schale ohne kern R. Wagner ges. schr. u. dicht. (1897) 5, 31.
 
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goldflinder, m., f., 'flimmerndes goldblättchen', vgl. flinder teil 3, sp. 1799 u. goldflinder Matth. Kramer teutsch-ital. 1 (1700) 393c: der versuch macht sich am besten mit einer ... von der sonne beschienenen goldflinter Göthe II 1, 45 W.; viele jahre hat ein mütterchen sich die finger zerstochen, um mit tausend und tausend goldflindern uralte heilige zeichen ... durch den schimmernden goldpanzer zu führen Meschendörfer d. stadt i. osten (1932) 239. —
 
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goldflinkerchen, n., dass.: überall gold- und silberflinkerchen Meiszner Alcibiades (1781) 1, 67. —
 
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goldflinkernd, part. adj., 'goldflimmernd', vgl. flinkern teil 3, sp. 1801: am hochzeitsmorgen ... besteigt die braut den mit einer weiszen goldflinkernden fahne geschmückten wagen A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1879) 2, 372.
 
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goldflitsch, n., eine form des natürlichen goldvorkommens im wasser, goldblättchen, vgl. flitzsch teil 3, sp. 1809 und flitzschgold ebda. auch als goldflitsche, f., 'winziges goldblättchen' bezeugt, vgl. Scheuchzer (1706) nach schweiz. id. 1, 1236 und flitzsch, flintsche, flinke sichtiges erz auf dem gestein von flinken 'schimmern' ebda; entsprechend 'flieszgold flitschgold, waschgold ist einerley' Minerophilus bergwerckslex. (1730) 302: inn solchen seiffen findet man auch offt goldflitzschen und goldkörner wie in den foren bächen Mathesius Sarepta (1562) 99a; Bonifacius meldet, dasz die meisten flüsse in Ungarn goldflütschen führen Chr. Scriver goldpred. (1658) 237; in fohren bächen ... haben die alten gediegene goldflietschen klein und grosz gewaschen Chr. Lehmann histor. schaupl. (1699) 199; der goldkörner und goldflitschen itzo nicht zu gedenken, die von der russischen kaiserin Katharina geschenket worden Gottsched d. neueste a. d. anmuth. gelehrsamk. (1751) 5, 757.

 

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