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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
goldbirne bis goldblinkend (Bd. 8, Sp. 718 bis 720)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) goldbirne, f., eine birnensorte, vgl. rhein. goldbēr rhein. wb. 2, 1298; goldbirnen,

[Bd. 8, Sp. 719]


Gorlitzer graulinge, Güntersbirnen Marperger küch- u. kellerdict. (1716) 122b; Oken allg. naturgesch. 3, 2077. —
 
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goldblaser, m., vereinzelt für goldmacher: im erkundigen befand ich, dasz es ein ewiges laboratorium war, und die ... goldblaser, altkümisten genandt, sich alda aufhielten Moscherosch gesichte (1650) 1, 484.
 
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goldblatt, n., dünn geschlagenes gold, s. auch DWB blattgold sowie geschlagenes gold sp. 688; vgl. bractea goltblat (15. jh.) Diefenbach gl. 80b; orapellum goldblat ebda 398c; lamina, bractea auri goldblat Zehner nomencl. (1645) 150: ein coph, der zubrochen ist, swanne er wider wirt gemachet mit einem goltblate und mit einem silberdrate, so ist er an der zubrochen stat bezzer danne an einer andern dt. pred. d. 13. u. 14. jh. 52, 34 Leyser; nimm darnach ... etliche stuck golds, oder dünn und glat geschlagene goldpletter Sebiz feldbau (1579) 419; die goldspinnerinnen ... nehmen geschlagene goldblätter, ... und schneiden selbige Abr. a s. Clara etwas f. alle 2 (1711) 281; eine güldene kugel ... zu einem dünnen und weit ausgedehnten goldblatt geschlagen Kant w. 8 (1838) 189 Hart. für goldfarbenes laub: das gegenüber stehende glänzende goldblatt, in welchem sich die sonne brach G. Keller ges. w. (1889) 4, 15. als pflanzenname: chrysophyllum goldblatt Nemnich wb. d. naturgesch. 201; vgl. Dietrich 3, 82; 83; niederrh. 'goldblatt, froschlöffelwegerich, alisma plantago, so genannt, weil die in bücher eingelegten blätter goldgelb werden' rhein. wb. 2, 1298; Marzell pflanzenn. 1, 194a. —
 
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goldblättchen, n., vgl. chrysitis goldglet, goldbletigen Corvinus fons latin. (1646) 93; goldblätgen bracteola Reyher thes. (1686) g 5b: christen in Persien ..., welche an ihren hochzeiten die braut unter dem gesichte mit goldblätgen vergülden Chr. Weise polit. redner (1677) 756; dünne goldblättchen gegen das licht erscheinen grün Göthe II 5, 2, 119 W.; der blosze actus des steigens ... des elektrometers (erregt) an den goldblättchen zeichen von positiver elektricität Schelling w. (1856) 8, 431. als vogelname wie goldblättlein: goldplettchen oriolus, aurelia Trochus prompt. (1517) h 5a. —
 
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goldblättlein, n., dass.: (drei königliche personen) von geschlagnen goldpletlen darauf (auf einen edelstein) geschlagen und gradiert (v. j. 1583) bei Fischer schwäb. 6, 2054; thue darzu ein wenig bereitte fein perlin, und geschlagen goldblättlin, mische es under einander Gäbelkover artzneyb. (1596) 1, 166; prasselgold wird von chymisten aus goldblättlein zubereitet allgem. haush.-lex. (1749) 2, 580b; bildlich: ein gottseliger eyfferer (wird) sich befleiszigen, die goldblätlein der wahrheit, wie die mahler thun, mit baumwolle zu fassen und aufzutragen Chr. Scriver seelenschatz (1737) 1, 698b. alemann. als vogelname goldblättlein 'goldhähnchen' (regulus cristatus) Fischer schwäb. 6, 2054, vgl. schweiz. id. 5, 137.
 
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goldblau, adj., zu gold II A 2:

goldblaue käfer liegen
zerstreut im gelben gras
Aug. Stöber ged. (1842) 13;

im goldblauen himmel hatte der abendstern ... tröstlich gestanden quelle v. 1925.
 
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goldblech, n., blech (vgl. teil 2, 85) aus gold oder goldfarbenem metall, vgl. lamina auri goldtblech Gersdorff wundarzney (1517) 92b: die krone ... von goldblech mit strahlen unterschieden Dannhawer catech.-milch (1657) 3, 441; ein bogen von horn, ... an beyden spitzen mit goldblech beschlagen Lessing 9, 100 L.-M.; das volk gafft doch das goldblech an, als wärs massiv Alexis ruhe ist die erste bürgerpflicht (1852) 4, 6; für ein einzelstück: vor ihr auf der schosz hält sie mit einer hand ... ein rundes goldblech Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 7 (1647) )( )( 6b; flatternde goldbleche gegen die vögel Jean Paul 15/18, 101 (Hempel). —
 
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goldblechlein, n.: ein solches goldblechlein ... findet man noch itzund under der zunge fast aller vornehmen gebalsemeten leichen Zesen Assenat (1672) 526. —
 
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goldblende, f., goldhaltiges mineralkonglomerat: goldblende

[Bd. 8, Sp. 720]


... in denen geringen goldgebürgen ein frisch blendertzt ... eine schöne goldblende ausz vereinigung der eisenmahl ..., auch seind etliche blendliche und dunckele goldertze gar braun ... etliche schwarz, etliche grün ... mit mancherlei vermischung schweren und unreinen schwefels G. Casp. Kirchmaier institutiones metall. (1687) 75; vgl. Jacobsson technol. wb. 5 (1793) 707a.
 
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goldblick, m. 1) bei der goldschmelze das aufschimmern des in flusz gekommenen goldes durch die kruste der schmelzmasse, entsprechend dem silberblick (s. d., vgl. auch DWB blick 2, teil 2, sp. 113): fulminatio ... bedeutet den silber- oder goldblick, so sich bey abtreibung dieser metallen auf der capelle (schmelztiegel) hervor thut Blancard med. wb. (1710) 280. weiterhin für das gold selbst als schmelzprodukt in diesem stadium: goltschlich mit bleyglöt ... in einem tiegel mit saltz bedeckt inn einem windtofen ... dann würd sich alles golt, daz auch im schlich ist ... im bleykönig finden ... der test (tiegel) aber zu solchem abgehen, soll zugerichtet sein mit ... aschen ... wann das golt darauff abgangen (in flusz gekommen ist, sich losgelöst hat), so nimm den goldtblick als der noch ungeschmeidig, setz ihn auf einen flachen schirben ... treibs vorm gebläs, bisz solang das golt den blasz helt, so wird es geschmeidig Ercker beschr. mineral. ertzt (1580) 49a; vgl. dazu blickgold: dasz man das gold ... wie das silber mit bley beschicket, schmeltzet und abtreibet, da man denn das sogenannte blickgold bekommt Krünitz 19 (1780) 321. 2) anders 'der blick, der glanz, schimmer des goldes', vgl. Campe 2 (1808) 416:

ich bin der funk im steine, der goldblick im metall
Rückert ges. poet. w. (1867) 5, 212;

im bilde: der weltweise, den keine goldblicke ... des thrones blenden deutsches museum (1812) 1, 427 Schlegel; der früheste goldblick des liebesfrühlings G. Keller ges. w. (1889) 7, 64; einen leuchtenden goldblick des glaubens Mörike w.2 2, 421 Maync.
 
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goldblinkend, part. adj., zu gold I: die gold- und silberblinkenden rüstungen ... der Skythen und Meder Mommsen röm. gesch. (1874) 2, 281. zu gold II A 1: der sonst glantzlose mond, der ... allen seinen schein von der goldblinkenden sonnen entlehnet Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. (1657) a 4a.

 

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