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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürstengebot bis fürstengewalt (Bd. 4, Sp. 864 bis 865)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstengebot, n. das gebot eines fürsten oder von fürsten. bei Logau überschrift folgendes sinngedichtes:

für gottes echo ist zu schätzen
was frome fürsten sagen, setzen. 3, 52, 74.

[Bd. 4, Sp. 865]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstengehorchend, adj. auf den befehl eines fürsten achtsam und demselben nachkommend. auch: von einem fürsten regiert.

laszt euch bey der wiederkunft erzählen,
welches fürstengehorchende land
ihnen am besten gefallen.
Karschin neue ged. 91.


 
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fürstengeiz, m. der geiz eines fürsten:

süsz mag es seyn, fürs vaterland
als held zu sterben mit freuden:
doch haben wir so viel verstand,
um fürstengeiz und vaterland
ein wenig zu unterscheiden.
Göckingk 3, 131.


 
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fürstengel, m. was erzengel. voc. incip. teuton. f 4a, wo ertzengel als das gewöhnliche bezeichnet ist. vgl. DWB fürst 11).
 
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fürstengeltung, f. die hohe geltung eines fürsten, der hohe rang oder die hohe würde desselben. furstengeltung oder heiligenfurstengeltung, principatus. voc. theut. 1482. i 7a.
 
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fürstengemüth, n. das gemüth eines fürsten. dieses erhaben gestimmte fürstengemüth. W. E. Weber in den blättern für liter. unterhaltung 1846 s. 163.
 
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fürstengenosse, m.
1) im ehemaligen deutschen reich ein prinz der bei der theilung nicht das fürstenthum erhält, also nicht regierender landesfürst oder reichsfürst wird, sondern sogenannter schlechter fürst bleibt. Schottelius 426. 415a.
2) einer der einem fürsten gleichsteht oder auch gleichgeachtet wird.
 
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fürstengenosz, m. was fürstengenosse. in dessen erster bedeutung: fürstengenosz, principali dignitate coruscans. Stieler 1353. in der zweiten bedeutung:

wann der bur zum danze gat,
so dunkt er sich fürsten genosz.
Uhland volksl. 340, 4.


 
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fürstengeschäft, n.
1) das was ein fürst als solcher zu thun hat.
2) ein amtsgeschäft, eine amtliche angelegenheit bei einem fürsten in dessen dienste. fürstengeschäfte, herrn- et hofgeschäfte, ministerium, officia aulica. Stieler 1713.
 
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fürstengeschenk, n.
1) ein geschenk von einem fürsten. Logau 2, 32, 14. fürstengeschenke. Stieler 1760.
2) ein geschenk für einen fürsten.
 
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fürstengewalt, f.
1) die einem fürsten zustehende gewalt: so unterhielt er ihn ... von dem werthe seiner religion in rücksicht auf regierung und fürstengewalt. Klinger 10, 105; durch erwerbung der fürstengewalt hatten sich einige geschlechter des adels vor den andern emporgeschwungen. Bluntschli staats- u. rechtsgesch. der stadt und landschaft Zürich 1, 183.
2) eine von einem fürsten mit willkür ausgeübte gewalt, besonders wenn sie drückend ist: wenn erst alle bürger als gleichgemessene einzelwesen neben einander gestellt wären, ... dann würde das reich der vollkommnen glückseligkeit kommen, das bis jetzt durch priestertrug und fürstengewalt ... verzögert worden sey. Becker weltgesch. 12, 77.

 

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