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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürstenfreundlich bis fürstengeltung (Bd. 4, Sp. 864 bis 865)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstenfreundlich, adj. fürsten günstig gesinnt und zugeneigt. Davon ein gleichlautendes adv. Vgl. DWB fürstenfeindlich.
 
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fürstenfreundschaft, f. freundschaft von oder mit einem fürsten oder überhaupt von fürsten. Logau 2, 61, 43. 122, 15.
 
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fürstenfurcht, f.
1) furcht vor einem fürsten oder fürsten in hinsicht der macht oder des misbrauches dieser, überhaupt dessen was von einem fürsten drohen könnte:

sinds nicht die ersten männer dieses landes,
selbständig gnug, um wahrhaft seyn zu dürfen,
um über fürstenfurcht und niedrige
bestechnung weit erhaben sich zu sehn?
Schiller 412b (M. Stuart 1, 7).


2) bei fürsten als solchen entstehende oder sich äuszernde furcht.
 
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fürstenfürchtig, adj.
1) ehrfurcht vor einem fürsten oder überhaupt vor fürsten habend oder dieselbe äuszernd. in einem öffentl. blatte gebraucht und wie gottesfürchtig gebildet.
2) furcht vor fürsten habend.
Davon ein gleichlautendes und gleichbedeutendes adv.
 
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fürstengabe, f. ein von einem fürsten oder von fürsten als schenkung verliehenes, überhaupt was ein fürst gibt, sei es als belohnung oder als bloszes geschenk, congiarium, donativum. fürstengaab. Frisius (1556) 296a u. 448b und danach Maaler 150d so wie Dentzler 2, 119a. fürstengab. Aler 820b. fürstengaben. Logau 2, 32, 14. fürstengabe. Stieler. Rädlein. Kirsch. Hederich. Nieremberger. Matthiä. besonders aber wenn eine solche gabe auch fürstlich, d. h. fürstlicher freigebigkeit entsprechend, ist.
 
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fürstengarte, m. der garte eines fürsten. schon im 18. jh. immer mit dem im nom. sg. aus den übrigen casibus angetretenen n fürstengarten. in einem mäszigen theil des obern fürstengartens zu Jena. Göthe 31, 33; Lilar ist nicht, wie so viele fürstengärten, ein herausgerissenes blatt aus Hirschfeld (Hirschfelds theorie der gartenkunst). Jean Paul Titan 2, 48.
auch ein garten mit herrlichen anlagen, als wenn er einem fürsten gehöre.
 
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fürstengebot, n. das gebot eines fürsten oder von fürsten. bei Logau überschrift folgendes sinngedichtes:

für gottes echo ist zu schätzen
was frome fürsten sagen, setzen. 3, 52, 74.

[Bd. 4, Sp. 865]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstengehorchend, adj. auf den befehl eines fürsten achtsam und demselben nachkommend. auch: von einem fürsten regiert.

laszt euch bey der wiederkunft erzählen,
welches fürstengehorchende land
ihnen am besten gefallen.
Karschin neue ged. 91.


 
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fürstengeiz, m. der geiz eines fürsten:

süsz mag es seyn, fürs vaterland
als held zu sterben mit freuden:
doch haben wir so viel verstand,
um fürstengeiz und vaterland
ein wenig zu unterscheiden.
Göckingk 3, 131.


 
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fürstengel, m. was erzengel. voc. incip. teuton. f 4a, wo ertzengel als das gewöhnliche bezeichnet ist. vgl. DWB fürst 11).
 
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fürstengeltung, f. die hohe geltung eines fürsten, der hohe rang oder die hohe würde desselben. furstengeltung oder heiligenfurstengeltung, principatus. voc. theut. 1482. i 7a.

 

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