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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürstenfest bis fürstengebot (Bd. 4, Sp. 864)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstenfest, n. ein fest eines fürsten oder von fürsten:

bey disem hochzeitlichen fürstenfest.
Weckherlin 863.

auch überhaupt ein fürstliches fest.
 
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fürstenfleisz, m. eifriges betreiben eines fürsten, grosze thätigkeit eines fürsten oder wie sie ein fürst haben sollte. in der folgenden stelle übrigens ist fürsten beigesetzer durch hocherleuchter bestimmter gen. pl. und keine zusammensetzung anzunehmen:

hocherleuchter fürsten fleisz wird die künste selber treiben
und mit nievergesznem ruhm überschöne bücher schreiben.
Neumarck neuspross. palmbaum 449.


 
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fürstenfrei, adj., bergmännisch von gebirgsgelände gesagt in dem sinne: noch von landesherrlich nach dem berggesetze zu ertheilender bergbauberechtigung frei. diese ist also darauf noch nicht ertheilt worden. auch landesfürstlich frei. Scheuchenstuel 87. 81.
 
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fürstenfreund, m.
1) ein freund eines fürsten oder von fürsten.
2) ein fürsten freundlich gesinnter.
 
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fürstenfreundlich, adj. fürsten günstig gesinnt und zugeneigt. Davon ein gleichlautendes adv. Vgl. DWB fürstenfeindlich.
 
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fürstenfreundschaft, f. freundschaft von oder mit einem fürsten oder überhaupt von fürsten. Logau 2, 61, 43. 122, 15.
 
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fürstenfurcht, f.
1) furcht vor einem fürsten oder fürsten in hinsicht der macht oder des misbrauches dieser, überhaupt dessen was von einem fürsten drohen könnte:

sinds nicht die ersten männer dieses landes,
selbständig gnug, um wahrhaft seyn zu dürfen,
um über fürstenfurcht und niedrige
bestechnung weit erhaben sich zu sehn?
Schiller 412b (M. Stuart 1, 7).


2) bei fürsten als solchen entstehende oder sich äuszernde furcht.
 
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fürstenfürchtig, adj.
1) ehrfurcht vor einem fürsten oder überhaupt vor fürsten habend oder dieselbe äuszernd. in einem öffentl. blatte gebraucht und wie gottesfürchtig gebildet.
2) furcht vor fürsten habend.
Davon ein gleichlautendes und gleichbedeutendes adv.
 
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fürstengabe, f. ein von einem fürsten oder von fürsten als schenkung verliehenes, überhaupt was ein fürst gibt, sei es als belohnung oder als bloszes geschenk, congiarium, donativum. fürstengaab. Frisius (1556) 296a u. 448b und danach Maaler 150d so wie Dentzler 2, 119a. fürstengab. Aler 820b. fürstengaben. Logau 2, 32, 14. fürstengabe. Stieler. Rädlein. Kirsch. Hederich. Nieremberger. Matthiä. besonders aber wenn eine solche gabe auch fürstlich, d. h. fürstlicher freigebigkeit entsprechend, ist.
 
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fürstengarte, m. der garte eines fürsten. schon im 18. jh. immer mit dem im nom. sg. aus den übrigen casibus angetretenen n fürstengarten. in einem mäszigen theil des obern fürstengartens zu Jena. Göthe 31, 33; Lilar ist nicht, wie so viele fürstengärten, ein herausgerissenes blatt aus Hirschfeld (Hirschfelds theorie der gartenkunst). Jean Paul Titan 2, 48.
auch ein garten mit herrlichen anlagen, als wenn er einem fürsten gehöre.
 
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fürstengebot, n. das gebot eines fürsten oder von fürsten. bei Logau überschrift folgendes sinngedichtes:

für gottes echo ist zu schätzen
was frome fürsten sagen, setzen. 3, 52, 74.

 

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