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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürstenfarbe bis fürstenfürchtig (Bd. 4, Sp. 864)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstenfarbe, f. eine prunkvolle farbe? wol zunächst purpurfarbe? bei aufzeichnung des wortes und der folgenden stelle setzt Jacob Grimm bei: ? roth. weil dann nun dieser mauskopff einen rock von zweyerley farb, nemlich fürstenfarb und blau, schneiden lassen, und dem schneider angedingt hatte, das (dasz) er ihn also nähen solte, dasz man ihn umbkehren und auf beyderley manier tragen könte. Simpl. 2, 304 (Keller 3, 442, 2).
 
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fürstenfeind, m. ein gegen fürsten feindlich gesinnter.
 
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fürstenfeindlich, adj. gegen fürsten feindlich. wie wenig noch kurz vor dem ausbruche der revolution die ideen der zeit eigentlich fürstenfeindlich waren, ergab sich daraus, dasz ... Bülaus neue jahrbücher 1846 heft 10 s. 367. Davon ein gleichlautendes und gleichbedeutendes adv.
 
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fürstenfest, n. ein fest eines fürsten oder von fürsten:

bey disem hochzeitlichen fürstenfest.
Weckherlin 863.

auch überhaupt ein fürstliches fest.
 
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fürstenfleisz, m. eifriges betreiben eines fürsten, grosze thätigkeit eines fürsten oder wie sie ein fürst haben sollte. in der folgenden stelle übrigens ist fürsten beigesetzer durch hocherleuchter bestimmter gen. pl. und keine zusammensetzung anzunehmen:

hocherleuchter fürsten fleisz wird die künste selber treiben
und mit nievergesznem ruhm überschöne bücher schreiben.
Neumarck neuspross. palmbaum 449.


 
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fürstenfrei, adj., bergmännisch von gebirgsgelände gesagt in dem sinne: noch von landesherrlich nach dem berggesetze zu ertheilender bergbauberechtigung frei. diese ist also darauf noch nicht ertheilt worden. auch landesfürstlich frei. Scheuchenstuel 87. 81.
 
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fürstenfreund, m.
1) ein freund eines fürsten oder von fürsten.
2) ein fürsten freundlich gesinnter.
 
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fürstenfreundlich, adj. fürsten günstig gesinnt und zugeneigt. Davon ein gleichlautendes adv. Vgl. DWB fürstenfeindlich.
 
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fürstenfreundschaft, f. freundschaft von oder mit einem fürsten oder überhaupt von fürsten. Logau 2, 61, 43. 122, 15.
 
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fürstenfurcht, f.
1) furcht vor einem fürsten oder fürsten in hinsicht der macht oder des misbrauches dieser, überhaupt dessen was von einem fürsten drohen könnte:

sinds nicht die ersten männer dieses landes,
selbständig gnug, um wahrhaft seyn zu dürfen,
um über fürstenfurcht und niedrige
bestechnung weit erhaben sich zu sehn?
Schiller 412b (M. Stuart 1, 7).


2) bei fürsten als solchen entstehende oder sich äuszernde furcht.
 
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fürstenfürchtig, adj.
1) ehrfurcht vor einem fürsten oder überhaupt vor fürsten habend oder dieselbe äuszernd. in einem öffentl. blatte gebraucht und wie gottesfürchtig gebildet.
2) furcht vor fürsten habend.
Davon ein gleichlautendes und gleichbedeutendes adv.

 

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