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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürstenbank bis fürstenbischof (Bd. 4, Sp. 859 bis 860)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürstenbank, f. auf den ehemaligen reichsversammlungen und den kreisversammlungen des deutschen reiches der sitz der fürsten desselben in der bedeutung 2) dieses wortes, scamnum principum. Adelung. Campe. im gegensatze der grafenbank, scamnum comitum, und der städtebank, scamnum civitatum. Stieler 93. dann aber auch, durch übertragung, die fürsten selbst oder ihre sie vertretenden gesandten. auch so viel als sitz des fürsten in der landesversammlung und dgl., locus principis in comitiis. Nieremberger Ddd 1c.
 
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fürstenbau, m. ein gebäude eines fürsten. besonders der palast, das schlosz eines fürsten:

[Bd. 4, Sp. 860]


die hecken und ranken woben
sich um den fürstenbau.
Uhland ged. 486,

die alten lieder hallen
im weiten fürstenbau. 489.


 
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fürstenbeutel, m. die casse des staatsoberhauptes, in die dessen einkünfte flieszen. fiscus, eyn vursten bûtel. Schröers vocabular von 1420 nr. 957.
 
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fürstenbefehl, m. ein von dem fürsten erlassener befehl. Logau 2, 62, 48.
 
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fürstenberger, m. wein bei der unweit Bacharach gelegenen burg, seit 1689 ruine Fürstenberg gewachsen. ehemals sehr geschätzt:

ein Fürstenberger kumpt hernach,
tht auff dem Rein her faren,
derselbig wechst zu Bacharach,
gott wöll jn wol bewaren,
das (dasz) jm keyn unglück widerfar. reutterliedlin, Frankfurt a. M. bei Christ. Egenolff 1535, nr. 4.


 
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fürstenbesuch, m. 1) ein besuch den ein fürst macht. 2) ein besuch der bei einem fürsten gemacht wird.
 
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fürstenbett, n. das bett eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person:

das feber steigt in fürstenbette
und betlersstat alsz in die wette.
Opitz Arcadia (1643) 216.


 
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fürstenbild, n. das bild eines fürsten oder einer fürstlichen person:

hier sitz ich an dem alten schlosz (im Heidelberger schlosz garten) ...
die fürstenbilder schaun und schweigen.
Gries ged. 1, 157.


 
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fürstenbinde, f. eine binde die zum zeichen der fürstlichen würde um das haupt oder die stirne gewunden ist, ein fürstliches diadem:

(ich) will die stirn ihr (Elviren) zieren
mit der fürstenbinde,
ihren schlanken leib
mit dem purpur schmücken.
Müllner schuld 161.


 
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fürstenbirn, unverkürzt fürstenbirne,f. ein art vorzüglicher, zuckersüszer sommerbirnen, der bergamotte gleichend, tiefäugig, auf der sonnenseite schön roth punctiert, auf der andern dagegen grau, im zustande der reife, die im august eintritt, gelb. Weber ökonom. lex. 174b. in manchen gegenden wird unter fürstenbirn auch eine andere edle birnart verstanden. s. Campe 203b. engl. the prince pear. Nemnich 5, 174. Vgl. DWB fürstenapfel.
 
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fürstenbischof, m. was heute fürstbischof (s. d.) er meinet aber nicht fürstenbischove, noch schlosbischove, sondern kirchenbischove. Luther vermanung an die geistlichen (Wittemberg 1530) Gijb; da noch kein weyhbischoff noch fürstenbischoff, sondern eitel pfarrher waren. dessen von der winckelmesse (Wittemb. 1533) Lja. s. Ph. Dietz 758b f.

 

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