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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
furnierhobel bis fürniesz (Bd. 4, Sp. 783)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) furnierhobel, m. ein hobel der zum furnieren oder fertigen furnierter arbeit gebraucht wird. Adelung. Haas d.-fr. wb.
 
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furnierholz, n. holz, mit dem furniert wird. man nimmt hierzu durchgängig gut von natur gefärbtes oder von maserigen und flammigen adern durchzogenes holz, von einheimischem z. b. flieder, birkenmaser, nuszbaumholz, kirschbaumholz u. s. w. vgl. Jacobsson 1, 809a.
 
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furniermühle, f. eine mühle der schreiner zum schneiden von furnierplatten. sie ist im 16. jh. von Georg Renner, einem augsburgischen lehrmeister, erfunden. Jacobsson 5, 600b.
 
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furnierplatte, f. eine in der dicke von etwa zwei linien oder auch noch dünner gesägte holzplatte zum furnieren. Jacobsson ebenda. Vgl. DWB furnierblatt, DWB furnierholz und DWB furniersäge.
 
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furniersäge, f. eine feine im blatt kaum zwei linien breite laubsäge, die der schreiner oder tischler zum schneiden der furnierplatten gebraucht. Jacobsson ebenda. Vgl. DWB furnierplatte.
 
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furnierschreiner, furniertischler, m. was furnierer, s. d.
 
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furnierung, f. sowol das kunstmäszige belegen mit dünngeschnittenen feinen holzplatten, die aufgeleimt werden, als auch das kunstmäszige auslegen oder einlegen mit solchen platten, so wie mit silber, perlmutter, schildpat, elfenbein u. dgl. vgl. Karmarsch handb. der mechan. technol., 3. aufl., s. 790.
 
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fürnies, adj. neugierig, vorwitzig. auch, mit übergang des s in sch, fürnisch (Birlinger 171b) statt fürniesch, dann, von diesem abgeleitet, fürnieschig. augsburgisch, s. Schmeller 2, 709. schwäb. auszerdem noch fürneis, fürnesch. Schmid 401.
fürneis, fürnies, fürniesch, fürnieschig haben dieselbe bedeutung wie DWB erneusig 3, 922 und das wort, von dem neis, nies, niesch hier in der zusammensetzung mit für kommt, ist das dort unter erneusen angegebene goth. niuhsjan, ahd. niusan. noch schweiz. nausen, näusen, neusen, fränkisch neisen, riechend erkunden, wittern. Stalder 2, 233. Schmid 401. s. DWB neusen. dasz aber für jenes erneusen auch ernieschen gesagt wurde, zeigt diese von Frisch 2, 15a aus Altenstaigs vocabular. v. j. 1508 90d angeführte form, die da dem lat. rimari, erforschen, durchforschen, beigesetzt ist. in meinem exemplar des vocabulares, dem zu Basel 1514 erschienenen drucke, fehlt das deutsche wort.
 
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fürnies, m. was firnis (s. d.). auch fürniesz. mit ü statt i für firnies, firniesz. fürniesz hat Dentzler 2, 118b, der aber auf firniesz verweist und dieses s. 109b setzt, auch 1, 855a fürnis schreibt. ie und sz fuszen auf î und ʒ der mhd. und mitteld. form vërnîʒ, virnîʒ, welche aus dem gleichbedeutenden mittellat. vernîcium entlehnt sind, neben dem sich ebenfalls mittellat. noch vernisium bildete, aus dem mhd. vërnîs, firnîs erflosz. dies im reim auf vlîʒ, mit mitteldeutscher mischung von s und ʒ, gewährt die heil. Martina, eben so findet sich LS. 2, 203, 69 im reim auf gestirnes die schreibung fiernieʒ, die also in wirklichkeit schon mhd. ie für î bietet. richtig entwickelt übrigens würde nhd. firneisz, firneis sein, wie man noch mundartlich hört. der vocabular. (liber ordinis rerum) von 1429 9a hat vierneysz.
 
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fürniesch, fürnieschig, adj., s. das adj. fürnies.
 
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fürniesz, m., s. fürnies m.

 

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