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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
furchenmacher bis furchenstein (Bd. 4, Sp. 681)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) furchenmacher, m. einer der furchen macht oder zieht, sulcator. Weber universalwb. 2, 760b. vgl. furchenzieher.
 
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furchennapf, m. siphonaria, eine schnecke, die eine rechts verlängerte, also napfartige schale und eine leichte furche statt der kieme hat.
 
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furchennest, n. ein in eine furche eines ackers gebautes nest:

indessen
hoch über dir die lerch in wolken singt,
steigend auf und hernieder und schieszt dir nach an den füszen
in ihr geliebtes kleines furchennest.
Herder Terps. 3, 152.


 
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furchenrain, m. die erhöhung oder der aufstrich einer furche. vgl. DWB furche 2). namentlich der aufstrich oder aufwurf, die erhöhung der erde zwischen zwei furchen. in dieser letzten bedeutung ist furchenrain auch bei Ludwig (1745) aufgenommen. s. das folgende.
 
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furchenrainle, furchenrainlein, n., das dim. des vorigen. porca in agro, furhenreinle, das reinle oder bühele zwüschend zweyen furhen. Frisius (1556) 1023b; merges, furhenreinle so zwüschend zweyen furhen erhöcht sind auff den äckeren. 817a; scamnum, furhenreinle, das erhebt erdtrich zwüschend zweyen furhen, ein hochrein. 1184b; regestum, regesta terra, furhenreinle, das auffgeworffen zwüschend zweyen furhen. 1133a. aus dieser letzten stelle bei Maaler 152d und aus diesem wieder bei Henisch 1293, 14, der aber ch setzt. imporcare, ein furenreinle machen, ackeren, zeacker gon, eeren. Frisius 661b, danach bei Maaler a. a. o., der furhenreinle hat, und aus diesem bei Henisch 1293, 17 mit ch.
 
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furchenreich, adj. viel furchen habend:

itzt ziert die grüne saat das furchenreiche land.
Brockes 1, 463.


Davon das gleichlautende und gleichbedeutende adv.
 
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furchenschnee, m. schnee der beim thauen in den furchen liegen bleibt und sich so, namentlich im frühjahre, länger erhält:

sieh! bald kommt der lenz! schon wieder offen
ist das eis auf deinem schönen see.
bald zerschmilzt des ackers furchenschnee,
und die schwalben baun an deinem thurme.
Schmidt v. W. alm. für 1802 s. 40.


 
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furchenschnitt, m. der schnitt des pfluges durch die erde beim ziehen der furche.
 
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furchenschnittweise, adv. nach dem schnitte oder wie der schnitt des pfluges beim ziehen der furche, sulcatim. Weber universalwb. 2, 760b. vgl. furchenweise.
 
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furchenschrift, f., übersetzung des aus dem gr. adv. βουστροφηδόν gewordenen heutigen kunstausdruckes bustrophedon n., die bei den alten Griechen in der frühesten zeit vorkommende schrift, die linien wechselnd von der rechten zur linken und dann von der linken zur rechten laufen zu lassen, wie der pflügende ochse, jedesmal am ende eine kehr machend, die furchen zieht. in dieser weise waren Solons gesetztafeln geschrieben.
 
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furchenstein, m.
1) ein zur bezeichnung der ackergrenze in die furche oder an das ende derselben gesetzter stein: wer esz sach, dasz einer ein gemarckstein oder ein wegstein oder ein forgenstein auswürfft. weisth. 2, 155.
2) ein stein, dessen oberfläche von natur gefurcht ist. Nemnich 5, 174.

 

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