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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
furchenausstreichen bis furchenrainle (Bd. 4, Sp. 680 bis 681)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) furchenausstreichen, n. das nach dem besäen des ackers erfolgende festere fahren des pfluges durch die grenz- oder scheidefurche zum völligen räumen derselben und aufstreichen einer seite durch das seitenbret dieses geräthes, damit der eben in die furche gefallene same höher zu liegen komme und besser aufgehe,

[Bd. 4, Sp. 681]


dann in dieser selbst wasser von regen oder schnee im abflusse nicht aufgehalten werde. Zincke ökonom. lex. (1764) 1, 840.
 
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furchenegge, f. in Sachsen ein feldgeräth zur auflockerung und reinigung des kraut- oder kartoffelackers, das einer geieregge (s. d.) ähnlich, aber kleiner ist, hinten sich enger und weiter stellen läszt, auch in kleine füsze unten endigende eisen hat und von einem ochsen gezogen werden kann. Weber ökonom. lex. 1, 175a.
 
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furcheneis, n. bei den nachtfrösten im frühling sich in furchen ansetzendes eis. ein landwirthschaftlicher ausdruck. Adelung.
 
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furchengestreife, n. eine gesammtheit von furchen neben einander als streifen:

äcker, wo stachlichte gerste bei bebendem roggen dahinwogt,
lichter haber begrenzt bräunliches furchengestreif.
Salis 108.


 
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furchenkrebs, m. penaeus sulcatus, ein garnelenkrebs mit drei furchen auf dem schilde.
 
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furchenmachen, n., der ausdruck furchen machen (s. sp. 675) substantivisch, wobei furche in fast allen bedeutungen gemeint sein kann.
 
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furchenmacher, m. einer der furchen macht oder zieht, sulcator. Weber universalwb. 2, 760b. vgl. furchenzieher.
 
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furchennapf, m. siphonaria, eine schnecke, die eine rechts verlängerte, also napfartige schale und eine leichte furche statt der kieme hat.
 
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furchennest, n. ein in eine furche eines ackers gebautes nest:

indessen
hoch über dir die lerch in wolken singt,
steigend auf und hernieder und schieszt dir nach an den füszen
in ihr geliebtes kleines furchennest.
Herder Terps. 3, 152.


 
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furchenrain, m. die erhöhung oder der aufstrich einer furche. vgl. DWB furche 2). namentlich der aufstrich oder aufwurf, die erhöhung der erde zwischen zwei furchen. in dieser letzten bedeutung ist furchenrain auch bei Ludwig (1745) aufgenommen. s. das folgende.
 
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furchenrainle, furchenrainlein, n., das dim. des vorigen. porca in agro, furhenreinle, das reinle oder bühele zwüschend zweyen furhen. Frisius (1556) 1023b; merges, furhenreinle so zwüschend zweyen furhen erhöcht sind auff den äckeren. 817a; scamnum, furhenreinle, das erhebt erdtrich zwüschend zweyen furhen, ein hochrein. 1184b; regestum, regesta terra, furhenreinle, das auffgeworffen zwüschend zweyen furhen. 1133a. aus dieser letzten stelle bei Maaler 152d und aus diesem wieder bei Henisch 1293, 14, der aber ch setzt. imporcare, ein furenreinle machen, ackeren, zeacker gon, eeren. Frisius 661b, danach bei Maaler a. a. o., der furhenreinle hat, und aus diesem bei Henisch 1293, 17 mit ch.

 

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