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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
fürbasz bis fürbegabt (Bd. 4, Sp. 658 bis 662)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) fürbasz, adv. weiter, weiter fort. zu betonen fürbász, doch findet sich bei dichtern auch frbasz. ahd., aber erst im 11.—12. jahrh. nachweisbar, furbaʒ (Graff 4, 222), mhd. vürbaʒ, fürbaʒ, vürebaʒ (Iw. 1121), zusammengesetzt aus dem ahd. adv. furi, mhd. vür, für, nhd. für, und ahd. paʒ, baʒ, mhd. baʒ, nhd. basz. s. 1, 1156. dagegen läszt sich die gramm. 3, 108 vermuthete entstehung aus der praep. für mit dem acc. sing. eines adj. baʒ nicht halten, wie denn auch s. 214 ausdrücklich gesagt wird, dasz für »hier durchaus adv., keine praep.« ist. andere alte mundarten haben übrigens das wort nicht. es steht
1) von fortbewegung im raume: mhd.

dër künec mit hër reit fürbaʒ. Parz. 204, 14;

dô reit niht fürbaʒ Guntherwan ein lüzel fur die stat. Nib. 1228, 4;

dër engel hieʒ dën esel stên
und lie in niht vürbaʒ gên.
Philipp Marienl. 1977;

fürbaʒ begunde ër (der reitende Elgast) îlen,
wolt schaffen sîniu dinc. Kolm. meisterl. nr. 36, 6.

nhd. als sy furbas riten. Steinhöwel (1487) 64; doch nach langem seinen bedunken in gt dauchte, seytmal er der finster nacht halben nitt fürpasz mochte, auf einen paumen ze steigen. decam. (Keller) s. 329, 32; und wenn du dich von dannen furbas wendest, so wirstu komen zu der eichen Thabor. 1 Sam. 10, 3; und da er von dannen furbas gieng. Matth. 4, 21; und er gieng von dannen furbas und kam in jre schule. 12, 9; und da er von dannen ein wenig furbas gieng, sahe er Jacobum den son Zebedei und Johannem seinen bruder. Marc. 1, 19; und er gieng ein wenig furbas, fiel auff die erden und betet. 14, 35; fürbasz kamen wir an ein ort. Frank weltb. 217b; da sahen sie, das die weg also verhauen und verfält waren das sie nit fürbasz kommen mochten. Schöfferlin Livius 82;

da giengen sie fürbasz hinausz
und kamen für des fuchssen hausz.
Alberus Esop 159b (1550 s. 245),

ist einer dinnen, der msz rausz,
sie heyst jn fürbas wandern. weltl. volkslied, gedr. zu Nürnberg bei Kunegund Hergotin;

ach fraw möcht ich ein almus han,
so wolt ich darnach fürbas gahn. Ambr. liederb. nr. 98, 14;

derhalben schlug ihn der schlag zu Graudenz merklichen, das (dasz) er nicht wol konnte fürbasz reiten. Henneberger landtafel 306; la Baussiere ritt fürbasz. Bode Tristr. Shandy 5, 14; ritt fürbasz eine andere strasze. Dahlmann dän. gesch. 1, 237;

nichts half ihr ach und weh,
sie muszte fürbasz reiten.
Bürger 22b;

es (das herrchen) muszte sachtchen sich bequemen, ...
wohl fürbasz seinen weg zu nehmen. 32b;

ade, frau politik! sie mag sich fürbasz trollen. 112a;

gelassen stieg von seinem rosz
der fremde ritter abe,
naht Theobalden sich fürbasz.
Bertuch, im teutschen Merkur 1774 7, 30;

am folgenden tage wurde die kutsche mit dem herrn Fix befrachtet und der zug gieng fürbas. J. G. Müller Siegfr. v. Lind. (1790) 2, 374; gehe fürbasz. Claudius 7, 81; indem er nun so fürbasz in den gassen auf und abging. Stilling wanderschaft (Berl. u. Leipz. 1778) 17; Vansen. find ich endlich ein paar die noch nicht untergekrochen sind? Jetter. thut uns den gefallen und geht fürbasz. Göthe 8, 242 (Egmont 4);

so spricht der stolze Römersmann,
der bub thät fürbas eilen.
Schiller anthol. 1782 s. 86 (bei Bülow);

doch ich eilte
fürbasz.
Schiller 449b (jungfr. v. Orl. prolog).

[Bd. 4, Sp. 659]



nach diesen belegen erhielt sich das wort in diesem sinne bis in die neueste zeit, wenn gleich spärlich und mit einem alterthümlichen anstriche. aber etwas edleres im gebrauche hat es aus Luthers bibelübersetzung.
2) von dem fortgange in der zeit: in zukunft, künftig, künftighin. mhd.

und daʒ die recken edele fürbaʒ bewarn
vîentlîches rîtenhër in iwer lant,
dës lât iu gëben sicherheitbeider hêrren hant. Nib. 314, 3;

ich swuor ir einen eit,
daʒ ich ir getætenimer mêre ielt,
und wils fürbaʒ hüeten. 1071, 3;

ëʒ geschiht von kurzwîlefürbaʒ nimmer mêr
künege noch sînen mâgendaʒ uns ist geschëhen. 1032, 2;

ër wurde kein pfaffe fürbaʒ.
Boner 99, 84;

und lieʒen in wissen das
das ër sich hüete vor dëm arzt fürpas.
Vintler 4546.

s. auch oben unter für I A 2) a) die zweite stelle von Berthold. nhd.

gehab dich wol, mein lieber sun,
du solt furbas sein from. fastnachtsp. 476, 11;

mein lieb ist laid worden.
des musz ich fürpas schwarzen orden
tragen in jamer und in lait,
als ir mich seht in disem clait. 777, 16;

und endet sein tag fürbas mit gtt. gesta Romanorum (Keller) 110; du solt deinen feinden wünschen leid und ungemach, das sie dir fürbas nit schaden mügen, aber deinen freunden wünsch ich glück und heil. Steinhöwel Esop 22; darumb will ich fürbas nit schlahen ein jegkliche lebendige sele, als ich hab gethan. bibel v. 1483 8b (1 Mos. 8, 21); fürbas wird ich nit mit euch sein, unz das ir zerknischt den der do ist schuldig der misztat. 103a (Jos. 7, 12);

so will mein freunden ich heim gan
und fürbasz kein gut dir mehr than,
dir nimmer kommen an dein seitten.
H. Sachs I (1590) 393c;

die (die frau) soll euch alle ding abbitten,
fürbasz sich brauchen guter sitten,
euch fürbasz halten gar für gut. 393d;

und kauffet jhm ein raubschiff frey,
das rüst er zu auff die raubrey,
wann er wolt fürbasz raubens pflegen. II (1591). 3, 119a;

weh mir und dir mein junger son
was sollen wir nun fürbasz thun,
wo soll wir mit einander hin. IV. 2, 17c;

dasz der unschuldig gmahl fürbasz
sich wend in tödtlich neyd und hasz
so bald jm das (nemlich die untreue) wird offenbar. 3, 102a;

dargegen solt auch Apollo
sein friedenstab Mercurio
dem gott, zu einem sigill geben
fürbasz ewig in fried zu leben. 113d;

laszt mich die nacht ein jungfraw sein!
für dise nacht alleine,
die andern fürbasz keine!
wo mir gots will das leben gan
bin ich fürbasz euch undertan.
Uhland volksl. 280;

sie sprach zu mir,hab urlaub dir,
ich wil dein fürbas haben rath (= dich künftighin entbehren). Ambraser liederb. nr. 92, 11;

wo die von Carthago die mittel, die jhnen von der Römer wegen vorgeschlagen weren, nicht annemmen, so würden sie fürbasz kriegs gewärtig seyn. Kirchhof milit. discipl. 191; wie wöllen wir nun fürbasz unsere zeit vertreiben. buch d. liebe 266, 4; da es nun gott wolt fürbasz fügen, da gewann (= gebar) sie einen son, derselbige hatte nicht mehr denn ein aug. 267, 1; ich bin also hart verwundet, dasz ich mit dem leben nicht darvon komme, und ich werde nit lang fürbasz leben. 268, 1; die jungfraw sagt gott gar demütiglich lob, ehr und danck, dasz er sie so gnädiglich vor schanden und unehren behütet hette, dardurch sie auch fürbasz mehr gottsförchtiger ward denn vor. 285, 3; sondern das sie ihre hertzogthümber und herrschaften fürbas ewiglichen zu rechten lehen unmittelbahr von dem reich empfahen sollten. Micrälius altes Pommern 3, 331. in dieser bedeutung aber scheint das wort im 18. jahrh. erloschen, doch ist dieselbe von der unter 3) oft nicht zu scheiden.
im 16. jh. findet sich fürbasz mere, welches später fürbasz mehr lauten würde, in dem sinne von »künftig mehr, künftig fort, fernerhin mehr, fernerhin weiter«: wenn einer junckfrawen oder junger frawen ein schwarcz tuch daz ir den weyel nent auf das haubt gelegt werde und den schapler an den halse gehencket, das sie nicht mer frawen sein, noch fürpasz mere

[Bd. 4, Sp. 660]


freüliches (fräuliches) lustes darz oder willen enpfinden süllen. Steinhöwel decam. (Keller) 165, 12. anders dagegen mhd. vürbaʒ mêre, worüber unter dem folgenden.
3) von der fortsetzung des vorhergehenden überhaupt: ferner, weiter. mhd.

mîn triwe ein lôt
an dëm orte fürbaʒ wæge,
dër uns wëgens ze rëhte pflæge. Parz. 406, 7;

Tristan sprach aber dô vürbaʒ. Trist. 157, 32;

mîn hër Gâwein reichte dar
mit dër hant, und niht furbaʒ. Wigalois 1507;

sô hânt ir liute unde lant
mir gegëben sâ zehant,
herzentuom (herzogthum) und rîche,
alsô gewalteclîche
daʒ ës mîn muot niht fürbaʒ gërt,
wird ich dër bëte alsus gewërt. Gerh. 6237;

ich nime swaʒ mîn vater nimt:
niht anders fürbaʒ mir gezimt. 6260;

niht anderr gülte ich fürbaʒ bite. 6486;

und niht anders fürbaʒ. 6504,

vernim nu vurbaʒ mîne wort. pass. K. 44, 77;

in tugentlîcher kuntschaft
hielden wir uns vurbaʒ. 93;

dër sîn hâte dar gephlëgen,
got, dër phlac sîn fürbaʒ. Barl. 37, 29.

nhd. yedoch sol man jm geben zu
das er das fürbas nymer thu.
Rosenblut Gieszner hs. 18a;

das (dasz) seinem weib do würd bekant
das (dasz) sy so unrecht hette getan
und sich fürbas stossen daran. 18b;

so möcht wir fürpas lesen und singen. fastnachtsp. 472, 6;

dar umb so sucht, junkfrau, furpas! 549, 1;

nun will ich fürbasz nit mer sagen von den glidern, wann gut sitten und zucht möchten es nit geleiden in gemeiner sprach das sy doch leiden in selzamer sprach. Megenberg 1; ist es das (dasz) du dien dienst fürbas wol dienest, so wil ich dich schier frei zelen. Steinhöwel Esop 22; aber Madian ward gedemütiget vor den sünen Israhel und fürbas mochten sie nit aufheben die nack. bibel von 1483 115b (richt. 8, 28); darnach spricht diser lerer fürbas. Keisersberg seelenpar. 6a; so nn hie foren ein wenig von den ebnen figuren anzeygt ist, will ich fürbas auch zm teyl von den corperlichen dingen handelen. Dürer messung G 1a; so heiszend sie noch fürbasz ye. Wickram, irr reitend bilger D 3 (bl. 12);

ihr frawen so nembt bey mir lehr,
das ewer keine fürbasz mehr
uber jren mann so thörlich klag.
H. Sachs I (1590), 392a;

noch mag man schimpfen, scherzen
on allen neid und hasz,
als ir hört fürebasz. meisterlied in deutsche dichter des 16. jahrh. 1, 375, 14,

über diese form vgl. oben mhd. vürebaʒ; bemühet euch nicht fürbasz. Amadis 238; nun lassen wir diese matery bleiben und anstehen und sagen fürbasz von Uriens dem edlen und thewren mann. b. d. liebe 267, 3; damit lasz ich die sach unserer mutter Eva fallen und wil fürbasz sagen von den bösen frauwen, nach innhalt der bibel. 292, 3;

das mahl gieng unter sang und klang
fürbasz.
Bertuch im teutsch. Merkur 7 (1774), 227;

der gute schach, der sich indessen
erholt hat, fängt nun erst fürbasz
zu jammern an.
Wieland 18, 272.


in gleichem sinne kommt auch fortbasz vor: nun dasz ich meiner feindt gewaltig bin worden, so wil ich nun fortbasz alle meine geschäfft beschlieszen. buch der liebe 269, 2.
In der bedeutung »weiter, ferner« steht auch fürbasz zu anfang eines neuen abschnittes oder satzes, um damit zu bezeichnen, dasz man, an das vorhergehende anknüpfend, zu diesem noch anderes hinzufüge: mitteld. fürbaʒ hât auch unse hërre mê gesazt, daʒ u. s. w. aus dem jahr 1341 bei Simon geschichte des hauses Ysenburg und Büdingen (Frankfurt am Main 1865) 3, 134. nhd. furbas wil ich ein fünf, sechs, siben unnd ein acht eck, ytlichs sünderlich zsammen setzen, doch eins anders dann das ander. Dürer messung F 1b; fürpas so man ausz dem forgemachten grund wil auffpauen ... soll man for die ober platten wie die umbfangen wirdet, auch in grund legen. dessen befestigung A iiija; furbasz, das erste werck, das jhr morgends, so jr auffgestanden, tht, so solt jhr den dienst gottes vollbringen, euwer gebett mit andacht sprechen. buch der liebe 285, 4.

[Bd. 4, Sp. 661]



Heute ist fürbasz in der dritten bedeutung nicht mehr gebraucht und dürfte sich vielleicht nur noch finden, wo das gesagte alterthümlichen anstrich empfängt. gänzlich erloschen aber scheint für das nhd. die mhd. verbindung vürbaʒ danne in dem sinne: weit mehr als, in höherem grade als:

ein voller mensch fünf sinne hât ...
nû habent die sinne fünf wildiu tier,
ir islîcheʒ einen und hât dën fürbaʒ danne wir. MS. 2, 133a = MSH. 2, 206b, 164.

nachdrücklicher in diesem sinne scheint zu stehn vürbaʒ mêre danne, vürbaʒ mêre dan:

dû lobest in (gott) vürbaʒ mêre
in dîner grôʒen armuot
dan (bei Köpke danne) ieman, dër rîches guot ...
nâch dirre wëlte wunsche hât. Barl. (Pf.) 146, 40.

andere bedeutung hat nhd. fürbasz mere oben 2).
4) sofort, in fürbasz sagen, in so fern dieses so viel als sofort erzählen bedeutet: und domit sich der frauen krieg bald stillet, der künig frawen Fiametta gepot fürpas zesagen, die sich nicht hindern liesz anhb und sprach. Steinhöwel decam. 613, 23 = Bocc. 186b.
Wie durch mundartliche einwirkung, zumal die des niederdeutschen, vor an die stelle von für (s. d.) tritt, so findet sich auch statt fürbasz gesetzt vorbasz, und diese form hat z. b. das Alsfelder passionsspiel. sie findet sich aber schon um 1300 mitteld.: sô prôve vorebaʒ, wie manige togint in dën lûden sî. sô prôve vorbaʒ, wie manic gût dinc von disen lûden gedâth wërde. Adrians mitth. 423, 23. biʒ zû Wilzen mole und vorbaʒ dën schifwëg ûʒen. weisth. 1, 498. nhd.

hiermit nahm er etlich vorbasz
und warff sie hin ins grne grasz.
Fischart des flohes zank 379.


 
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fürbasz, m. die zukunft. zu betonen frbasz. tirol., aber bei Schöpf fehlend. nach einer mittheilung Ignaz Zingerles die personificierte zukunft, und im volksmunde bei Botzen ist für den fürpasz behalten: etwas für die zukunft aufbewahren. daher im märchen: der bauer antwortete, sie solle mit einem stücke (nemlich des schweines) den kappes (die krautköpfe) spicken und das übrige für den fürpasz aufbehalten. Zingerle Tirols volksdichtungen 1, 75.
oberlausitzisch, in dem letzten theile des wortes verschwächt, fürbisz, zusammengezogen fürbsz: auf den fürbsz aufheben, zum vorrath aufheben, als vorrath aufheben, d. h. eigentlich so viel als auf die zukunft aufheben. Anton 1, 11.
 
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fürbaszmehr, adv. weiterhin mehr, weiterhin. das zusammengerückte fürbasz mehr, s. DWB fürbasz 2). furbaszmer, vortmer, a modo. voc. theut. v. 1482 i 6a. zu betonen fürbaszméhr.
 
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fürbau, m.
1) was heute vorbau an einem gebäude: anno domini 1387 Bartolmey do wurden die furbew und techer abprochen ..., das es eben wart an der strasen in der statt (Augsburg). chroniken der deutschen städte 4, 248, 19.
2) nach einigen alten östreichischen bergordnungen ein grubenbau, der einer im gebirge bereits nach ihrer längenrichtung oder, im bergmännischen ausdrucke, dem streichen (s. d.) bekannten minerallagerstätte entgegen getrieben wird. Scheuchenstuel 86. dies, bemerkt derselbe, geschah in älterer zeit öfter, um einem fremden, aber noch nicht so weit vorgedrungenen grubenbaue bei dem abbaue einer solchen lagerstätte zuvorzukommen. Von anderer bedeutung aber im bergbau findet sich vorbau (s. d.).
 
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fürbauen , heute vorbauen (s. d.).
1) vorn hervorstehend bauen, einen vorbau machen, praestruere. Kirsch (1723) 2, 123b.
2) in bildlicher anwendung: durch ein vorherthun hindern oder doch abschwächen. dem künftigen unglükke fürbauen. Butschky Patm. 954. einer gefahr fürbauen, praevenire periculo, impedire damnum. Kirsch a. a. o. vgl. fürbiegen.
 
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furbe, ohne unterdrückten umlaut furbe,m. einer der blank fegt oder putzt. in swertfurb oder swertfeger gladiator, campio, cardones. voc. theut. von 1482 ff 8b. s.schwertfurbe. Von fürben.
 
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fürbedacht, m., heute vorbedacht, s. d.
 
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fürbedächtig, adj. und dann adv., s. DWB vorbedächtig.
 
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fürbedeuten, heute vorbedeuten (s. d.). preconisare, verkunden, bedeuten, fursagen, furbedeuten. Eychman voc. pred. 1483 q 1b.
 
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fürbeet, f. fürbitte: wann des ist wol z gedencken, wenn man wiszt wöliche dise sünd wären, für die man solt ersuchen und hoffen fürbeet der gerechten und hailigen menschen. Keisersberg schif der penitenz 17b. beet ist in gekürzter

[Bd. 4, Sp. 662]


und gedehnter form das 1, 1696 besprochene bete, welches, aus mhd. bëte ahd. pëta, bis ins 16. jh. spärlich erhalten blieb. später gilt allgemein fürbitte (s. d.).
 
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fürbegabt, vor andern begabt, mehr als andere befähigt. preditus, begabt, furbegabt. vocab. variloq., aber bei Eychman q ij vor begabt. s. vorbegabt.

 

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