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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkenwerfen bis funket (Bd. 4, Sp. 611)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkenwerfen, n., der ausdruck funken werfen an einander gerückt substantivisch. s. oben sp. 596.
 
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funkenwerfend, adj. funken von sich gebend. eigentlich part. praes. von funken werfen. s. oben sp. 596 und funkenwerfen. so spielten uns nun die funkenwerfenden essen ihr lustiges feuerwerk entgegen. Göthe 25, 328. die funkenwerfende ordenskette aus stahl und edelstein. J. Paul Titan 1, ...
 
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funkenwurm, m. der johanniswurm, cantharis noctiluca.

und die funkenwürmer fliegen.
Göthe 12, 205.


 
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funkenzieher, m. ein den elektrischen funken aufnehmender und fortleitender draht. s. die stelle aus J. Pauls Titan 1, 18 unter funkelnd. man will mir schmeicheln, ich kennte verschiedene arten, den weiblichen witz herauszulocken und man sähe mich für einen lebendigen funkenzieher desselben häufig an. des teufels papiere 2, 188.
 
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fünkericht, adj. was funklig, funkelnd.
 
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funkerig, adj. glühend, durch feuer heisz, durch feuer warm, z. b. von dem ofen, der suppe, der stube gesagt. Grolman 22a. Train 41b.
 
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funkern, funken oder wie funken erscheinende leuchtende pünctchen von sich geben, sich bewegenden glänzenden schein von sich geben. eine im 16. jh. neben funkeln auftretende form, die ein subst. funker neben funkel (s. d.) voraussetzt.

auch (bei dem feuerwerk) ohn zal vil steigender fewer.
da sah man seltzam abenthewer,
wie sie funckerten wie die stern.
H. Sachs I (1590), 150c;

daran die todtenbein nur glunckerten,
und als sie all für mich hinfunckerten,
kam hinden nach hin einer gangen. 260b (1558 346b).

im 17. jh. hat noch Henisch 1287, 48 funckelen, funckeren, funcken. später ist funkern erloschen.
 
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funkerneu, adj. was funkelneu. ostpreuszisch. Bock 12. Hennig 76. zusammengesetzt mit funkern.
 
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funkert, n. in der gaunersprache für glut, feuer. Grolman 22a. Train 41b. in dem e der zweiten hälfte abgeschwächt, denn es lautete in dem ersten viertel des 16. jh. funckart (Gengenbach 367). dies aber gieng aus einem aus funke und hart zusammengesetzten funckhart hervor, das noch im 17. jh. Philander 2, 632 aus der im dreiszigjährigen kriege zur feld- d. h. soldatensprache gewordenen gaunersprache verzeichnet. hart ist wie in bankhart (s. d.) zu fassen. nach funckhart heiszt ebenfalls in der gaunersprache der kachelofen, der ofen funckharthol oder funkerthol m. (Philander ebenda. weimar. jahrb. 1, 339), das mit schwinden des h zu funckartol (Gengenbach a. a. o.) wurde. hol ist unser hohl n., mit übergang des geschlechtes in ein m.
 
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fünkerung, f. was funkelung. Stieler 583.
 
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funket, adj. aus funken bestehend. oberdeutsch aus funkicht (s. d.) geworden, welches im mhd. vunkoht, vunkëht gelautet haben würde und von funke abgeleitet ist. funghet in einem vocabular. des 15. jh. bei Diefenbach 518c. in gestalt eines funcketen fewrs, als ob man büchsenpulver nach der lenge her gezettelt hett und zu vorderst anzündet. Paracelsus 1, 916c.

 

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