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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkenstieberei bis funkern (Bd. 4, Sp. 610 bis 611)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkenstieberei, f. in der gaunersprache die schmiede. Train 41b. von funkenstieber.
 
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funkentag, m.
1) was funkensonntag (s. d.), dies focorum.
2) am Rhein auch der Martinstag (11. november), weil am vorabende desselben festliche feuer angezündet wurden. Wallraf altd. histor.-diplomat. wb. 23, wo als beleg aus einer urkunde des

[Bd. 4, Sp. 611]


grafen Friedrich zu Moers von 1448 angeführt ist geschreven up Martinsdag de genomt ward Funckendag.
 
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funkentanz, m. ein durcheinandersichbewegen oder durcheinanderwirbeln fliegender funken.

die eisenstange glüht in hellem glanz,
vom lauten hammer springt der funkentanz.
Lenau Faust 76.


 
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funkenweise, adv. in einzelnen funken. auch: funken vergleichbar. jener lockt funkenweise krankheiten ab oder zieht sie durch magnete wie eisenstaub an. Sturz i1, 197.
 
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funkenwerfen, n., der ausdruck funken werfen an einander gerückt substantivisch. s. oben sp. 596.
 
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funkenwerfend, adj. funken von sich gebend. eigentlich part. praes. von funken werfen. s. oben sp. 596 und funkenwerfen. so spielten uns nun die funkenwerfenden essen ihr lustiges feuerwerk entgegen. Göthe 25, 328. die funkenwerfende ordenskette aus stahl und edelstein. J. Paul Titan 1, ...
 
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funkenwurm, m. der johanniswurm, cantharis noctiluca.

und die funkenwürmer fliegen.
Göthe 12, 205.


 
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funkenzieher, m. ein den elektrischen funken aufnehmender und fortleitender draht. s. die stelle aus J. Pauls Titan 1, 18 unter funkelnd. man will mir schmeicheln, ich kennte verschiedene arten, den weiblichen witz herauszulocken und man sähe mich für einen lebendigen funkenzieher desselben häufig an. des teufels papiere 2, 188.
 
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fünkericht, adj. was funklig, funkelnd.
 
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funkerig, adj. glühend, durch feuer heisz, durch feuer warm, z. b. von dem ofen, der suppe, der stube gesagt. Grolman 22a. Train 41b.
 
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funkern, funken oder wie funken erscheinende leuchtende pünctchen von sich geben, sich bewegenden glänzenden schein von sich geben. eine im 16. jh. neben funkeln auftretende form, die ein subst. funker neben funkel (s. d.) voraussetzt.

auch (bei dem feuerwerk) ohn zal vil steigender fewer.
da sah man seltzam abenthewer,
wie sie funckerten wie die stern.
H. Sachs I (1590), 150c;

daran die todtenbein nur glunckerten,
und als sie all für mich hinfunckerten,
kam hinden nach hin einer gangen. 260b (1558 346b).

im 17. jh. hat noch Henisch 1287, 48 funckelen, funckeren, funcken. später ist funkern erloschen.

 

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