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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkensprühend bis funkenwerfen (Bd. 4, Sp. 610 bis 611)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkensprühend, adj. funken in menge von sich gebend. eigentlich part. praes. von funken sprühen. s. DWB funke 1) oben sp. 595 f. und funkensprühen. eine funkensprühende feuersbrunst. ein funkensprühender schornstein. eine funkensprühende locomotive. funkensprühendes eisen.

gleich einem hellen funkensprühenden
gestirne.
Bürger 157a (Ἰλ. 4, 77).

funkensprühende augen. in bildlicher anwendung: funkensprühender witz, vielfältig glänzender, überaus lebhafter. Davon das gleichlautende adv.
 
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funkensprüher, m. einer der von sich aus funken in menge ausgehn läszt oder verbreitet. der tölpische lehrjunge (des nagelschmieds erschien), eine glühende stange gegen uns schwenkend, dasz wir vor dem funkenregen zurückfuhren und die feinde sich retteten. im zorn dichtete ich ein höhnendes herausforderungslied an den funkensprüher, welches wir ihm am feierabend vor der thür sangen. Voss briefe 1, 22, s. DWB funkenregen.
 
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funkensprützer, m. in der gaunersprache der feuerstein, weil er funken gibt. Train 41b.
 
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funkenstäubend, adj. funken in masse von sich gebend. mein funkenstäubendes auge. Kosegarten. eigentlich part. praes. von funken stäuben. vgl. DWB funke 1) und funkengestäube.
Davon das gleichlautende und gleichbedeutende adv.
 
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funkenstieben, n. das davonfliegen vieler funken zusammen. s. oben sp. 596.
 
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funkenstieber, m. in der gaunersprache der schmied, insbesondere der hufschmied. Train 41b. Grolman 22a. von funken stieben, s. oben sp. 595 f. und vgl. DWB funkenstäubend.
 
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funkenstieberei, f. in der gaunersprache die schmiede. Train 41b. von funkenstieber.
 
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funkentag, m.
1) was funkensonntag (s. d.), dies focorum.
2) am Rhein auch der Martinstag (11. november), weil am vorabende desselben festliche feuer angezündet wurden. Wallraf altd. histor.-diplomat. wb. 23, wo als beleg aus einer urkunde des

[Bd. 4, Sp. 611]


grafen Friedrich zu Moers von 1448 angeführt ist geschreven up Martinsdag de genomt ward Funckendag.
 
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funkentanz, m. ein durcheinandersichbewegen oder durcheinanderwirbeln fliegender funken.

die eisenstange glüht in hellem glanz,
vom lauten hammer springt der funkentanz.
Lenau Faust 76.


 
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funkenweise, adv. in einzelnen funken. auch: funken vergleichbar. jener lockt funkenweise krankheiten ab oder zieht sie durch magnete wie eisenstaub an. Sturz i1, 197.
 
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funkenwerfen, n., der ausdruck funken werfen an einander gerückt substantivisch. s. oben sp. 596.

 

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