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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkenkenner bis funkenrost (Bd. 4, Sp. 609 bis 610)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkenkenner, m. einer der kenntnis über die elektrischen funken, überhaupt über die elektricität besitzt:

und weil auch für gelehrte männer
der thorweg (zu Harvstehude) schuldigst offen steht:
so kommen hier die funkenkenner
und sehn die electricität.
Hagedorn 3, 118.


 
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funkenkreis, m. ein kreis von funken, wie er z. b. bei einem feuerwerke durch sich drehende funkensprühende räder u. dgl. entsteht.
 
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funkenmachen, n. die thätigkeit dasz funken entstehn. appenzell. das funkamacha, das von jungen leuten am abende des funkensonntages unter dem geläute der glocken stattfindende anzünden eines aus gesammelten, zum theil erbettelten reisern errichteten groszen holzhaufens, um welchen dann, sobald die flamme lodert, jauchzend harzfackeln getragen werden. Tobler 208a u. 207b. vgl. DWB funkensonntag.
 
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funkenmeer, n. eine über einen weiten raum verbreitete dichte menge von funken. vgl. DWB feuermeer.
 
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funkenmenge, f. eine gesammtheit sehr vieler funken.
 
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funkenmesser, m. in der naturlehre ein werkzeug, die länge und stärke der blitzfunken zu messen.
 
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funkennagelneu, adj., bair. für funkelnagelneu. Schm. 544. vgl. DWB funkenneu. ursprünglich wol: so neu wie ein nagel aus der esse, von dem noch die funken fliegen.
 
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funkenneu, adj., bair. für funkelneu. Schmeller 544. vgl. DWB funkennagelneu. ursprünglich wol: so neu wie aus der esse, als wenn noch die funken davon flögen.
 
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funkenregen, n. eine sehr grosze menge niederfallender funken. so von dem groszen brande Königsbergs in Preuszen am 11. november 1764:

da zischten nieder güsse funkenregen.
Herder z. sch. lit. 15, 120.

die geschlagenen (es sind knaben in einem kriegsspiel gemeint) hatten sich in des nagelschmieds werkstätte geworfen, und wir hielten den ausgang besezt. unvermutet erschien ihr verbündeter, der tölpische lehrjunge, eine glühende stange gegen uns schwenkend, dasz wir vor dem funkenregen zurückfuhren und die feinde sich retteten. Voss briefe 1, 22.
 
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funkenreich, adj. an funken reich:

es war der kleine brunn die funckenreiche stelle,
wo Ethna feuer holt.
Hoffmannswaldaus u. andrer ged. 1, 173;

(er) zieht ihn (den degen) und wetzt dreymal.
aus dem zerritzten gips schlug funkenreicher schimmer.
Zachariä renommist 1, 143.

auch: an funkengleichem reich.

[Bd. 4, Sp. 610]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkenrost, m. bei dampfmaschinen ein rost zum durchfallen der funken, bei den Franzosen grille de flammèches, bei den Engländern cinder-frame. auch, weil er wie ein sieb ist, funkensieb.

 

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