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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkengestäube bis funkennagelneu (Bd. 4, Sp. 609)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkengestäube, n. die stiebende funkenmenge. im bilde von funkengleich glänzenden wassertröpfchen:

deiner (Schiller ist angeredet) lieder feuerstrom
stürzte tönend nieder vor mir,
und ich horchte seinem wogensturze:
hoch empor stieg meine seele
mit dem funkengestäube
seiner fluth.
Schubart 2, 69 (1787 s. 66).

vgl. funkenstieben und funkenstieber. gestäube ist collectiv von staub. s. dieses und staubbach.
 
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funkengleich, adj. ganz wie ein funke oder wie funken erscheinend. Davon das gleichlautende adv.
 
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funkengleiszen, funkenartig oder funkengleich glänzen. Chrysolitus ist ... mervar, alsô daʒ ër tunkelgrüen ist und guldein funken dar ein gemischt hât und funkengleiʒt sam ain fewer. Megenberg 442, 15. vgl. gleiszen.
 
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funkenheer, n. eine gesammtheit überaus vieler funken. bildlich: Albano setzte sich ... mit dem vorhaben an die tasten (des pianofortes), nun eine musikalische feuertrommel zu rühren und wie ein sturm in die stille asche zu brausen und ein helles funkenheer von tönen aufzujagen. J. Paul Titan 2, 158, = sein inneres feuer, wie funken, in tönen aussprühen zu lassen.
 
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funkenkenner, m. einer der kenntnis über die elektrischen funken, überhaupt über die elektricität besitzt:

und weil auch für gelehrte männer
der thorweg (zu Harvstehude) schuldigst offen steht:
so kommen hier die funkenkenner
und sehn die electricität.
Hagedorn 3, 118.


 
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funkenkreis, m. ein kreis von funken, wie er z. b. bei einem feuerwerke durch sich drehende funkensprühende räder u. dgl. entsteht.
 
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funkenmachen, n. die thätigkeit dasz funken entstehn. appenzell. das funkamacha, das von jungen leuten am abende des funkensonntages unter dem geläute der glocken stattfindende anzünden eines aus gesammelten, zum theil erbettelten reisern errichteten groszen holzhaufens, um welchen dann, sobald die flamme lodert, jauchzend harzfackeln getragen werden. Tobler 208a u. 207b. vgl. DWB funkensonntag.
 
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funkenmeer, n. eine über einen weiten raum verbreitete dichte menge von funken. vgl. DWB feuermeer.
 
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funkenmenge, f. eine gesammtheit sehr vieler funken.
 
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funkenmesser, m. in der naturlehre ein werkzeug, die länge und stärke der blitzfunken zu messen.
 
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funkennagelneu, adj., bair. für funkelnagelneu. Schm. 544. vgl. DWB funkenneu. ursprünglich wol: so neu wie ein nagel aus der esse, von dem noch die funken fliegen.

 

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