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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funkenblitz bis funkenheer (Bd. 4, Sp. 608 bis 609)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funkenblitz, m. der blendend helle schein eines funkens, ein funkenartig blendend heller schein:

was silber flimmen mag und gold mag flammen,
das sind allein zerstreute funkenblitze.
Rückert ges. ged. 1, 176.


 
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funkendecke, f. eine bedeckende menge von funken oder funkenähnlich glänzenden pünctchen: der mond überwebte mit silberfäden wie mit fliegendem sommergespinnste das nachtgrün — von blatt zu blatt, von bäumen zu bäumen reichte die funkendecke des überstralten regens (eines gewitterregens). der ewige himmel stand über den fallenden funken. J. Paul Hesp. 4, 59.
 
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funkendzwitzernd, zwei zusammengesetzte participia praes. als adj.: zitternd sich bewegenden funkenartig hellen schein von sich gebend. s. DWB funken 1) b) und zwitzern:

ein funckendzwitzrendes gestirn.
Weckherlin 448.


 
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funkenentladung, f. eine entladung eines elektrischen funkens oder elektrischer funken.
 
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funkenfänger, m. die in oder an einer dampfmaschine angebrachte siebartige vorrichtung, die beim abzuge des rauches, indem sie diesen durchläszt, die funken auffängt und dadurch verhütet, dasz dieselben mit ihm herausfliegen und zünden könnten, appareil pour arrêter les flammèches, bei den Engländern sparkcatcher. solche funkenfänger sind in den locomotiven, den dreschmaschinen u. s. w. Auch funkensieb.
 
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funkenfeuer, n. ein feuer das ganz oder hauptsächlich in funken besteht. das funkenfeuer der schwärmer bei einem feuerwerke. auch ein feuer, aus dem die funken in groszer menge auffliegen. brennendes reisich gibt ein funkenfeuer.
 
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funkenflinster, m. zitternd sich hinziehender glanz von funken oder wie von funken:

was glimmt dort hinterm ginster,
nun wirft es funkenflinster,
und bildet lichte scheiben,
die löschend niederstäuben.
Annette Droste 71.

[Bd. 4, Sp. 609]


flinster, das in den idiotiken, auch in Frommanns deutschen mundarten sich nicht findet, scheint abgeleitet von mhd. flunst m., welches sich bei Wolkenstein nr. 17, 5, 16 findet und zitternden flimmer, sich verbreitenden zitternden schein bedeutet. hiernach würde flinster für flünster stehn und als wurzel jenes flunst, zumal wenn man das ebenfalls bei Wolkenstein nr. 93, 1, 2 vorkommende flins, zitternder schein, zitternder flimmer, vergleicht, ein ahd. flinsan flans flunsun, zitternd leuchten, flimmern, anzunehmen sein, auf welches auch östr. flinserl n., flitter, dünnes stückchen glänzendes metalls (Höfer 1, 232. Castelli 130. Loritza 44a), zurückzuführen ist.
 
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funkengestäube, n. die stiebende funkenmenge. im bilde von funkengleich glänzenden wassertröpfchen:

deiner (Schiller ist angeredet) lieder feuerstrom
stürzte tönend nieder vor mir,
und ich horchte seinem wogensturze:
hoch empor stieg meine seele
mit dem funkengestäube
seiner fluth.
Schubart 2, 69 (1787 s. 66).

vgl. funkenstieben und funkenstieber. gestäube ist collectiv von staub. s. dieses und staubbach.
 
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funkengleich, adj. ganz wie ein funke oder wie funken erscheinend. Davon das gleichlautende adv.
 
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funkengleiszen, funkenartig oder funkengleich glänzen. Chrysolitus ist ... mervar, alsô daʒ ër tunkelgrüen ist und guldein funken dar ein gemischt hât und funkengleiʒt sam ain fewer. Megenberg 442, 15. vgl. gleiszen.
 
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funkenheer, n. eine gesammtheit überaus vieler funken. bildlich: Albano setzte sich ... mit dem vorhaben an die tasten (des pianofortes), nun eine musikalische feuertrommel zu rühren und wie ein sturm in die stille asche zu brausen und ein helles funkenheer von tönen aufzujagen. J. Paul Titan 2, 158, = sein inneres feuer, wie funken, in tönen aussprühen zu lassen.

 

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