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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funfzehntausendste bis fünfzelterig (Bd. 4, Sp. 584 bis 586)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funfzehntausendste, fünfzehntausendste, die übliche ordinalzahl von funfzehntausend.
 
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funfzehnte, fünfzehnte, die ordinalzahl von funfzehn, fünfzehn. in nicht zusammengezogner, voller form funfzehente, fünfzehente. ahd. erst spät auftauchend funfzêndo (Notkers psalmen bei Schilter s. 235b, bei Hattemer s. 453b), mhd. fünfzëhende, nd. fofteinde, nnl. vijftiende, ags. fîfteóða

[Bd. 4, Sp. 585]


(Luc. 3, 1), mittelengl. fyftethe, engl. fifteenth, altfries. fîftînda (vgl. DWB funfzehnteste), altn. fimtândi, schw. femtonde, dän. femtende. die ursprüngliche ordinalzahl aber war mit der ordinalzahl fünfte (s. d.) zusammengesetzt goth. fimftataíhunda, ahd. masc. finftozëhanto, fem. finftazëhentâ, neutr. finftazëhentâ (T. 13, 1 = Luc. 3, 1) und, zumal bei Notker, zusammengezogen masc. finftozêndo, fem. finftazênda, finftezênda (Mart. Cap. 54), neutr. wol finftazênda, was alles mit lat. quintus decimus nach den drei geschlechtern stimmt.
Das wort steht
1) seiner natur nach adjectivisch. am funffzehenden tage des andern monden. 2 Mos. 16, 1; am funffzehenden tage dieses siebenden mondes ist das fest der laubhütten sieben tage dem herrn. 3 Mos. 23, 34; im funffzehenden jar Amazja des sons Joas. 2 kön. 14, 23; in dem funffzehenden jar des keiserthums keisers Tyberij. Luc. 3, 1; das erst los fiel auff Joiarib ..., das funffzehend auff Bilga. 1 chron. 25, 14;

da nam er die zwen knaben klug
und sie also kindsweisz auffzug
bisz etwan ins fünffzehend jar.
H. Sachs I (1590), 104a.

er hat den fünfzehnten platz. es ist der fünfzehnte baum in der reihe.
selbfunfzehnt, selbfünfzehnt, mhd. sëlb funfzëhende (Willeh. 50, 23), s. selb.
2) substantivisch. den übergang dazu bildet, wenn man statt der fünfzehnte tag des monates geradehin sagt der fünfzehnte: der brief ist vom fünfzehnten. eben so wenn statt das fünfzehnte jahr blosz das fünfzehnte steht. er geht ins fünfzehnte, woneben, freilich ungewöhnlich, auch im funfzehnten vorkommt, er hat vierzehn jahre zurückgelegt, aber das fünfzehnte noch nicht vollendet.

(annexa) die einem mägdlein zart, das etwa im funfzehnten geht
von gottes, natur und rechtswegen gebühren.
J. G. Müller Siegfr. v. L. (1790) 2, 293.

ferner wenn es von jemand in hinsicht des platzes heiszt er ist der fünfzehnte. entschiedener tritt die substantivische stellung und geltung hervor, wenn das wort als beiname regierender fürsten zur bezeichnung ihrer folge gesetzt wird: Ludwig der fünfzehnte von Frankreich. Karl der fünfzehnte, könig von Schweden. Bei einwohnern gleiches familiennamens aber, die an ein und demselben ort ansässig sind, pflegt hinter jenem zur unterscheidung der blosze starke nom. sg. masc. der ordnungszahl gesetzt zu werden, der dann bei dem volke stets unflectiert bleibt. Johannes Müller fünfzehnter. die witwe des Johann Georg Schneider fünfzehnter. vgl. DWB fünfte 2) b).
In besonderer bedeutung steht der funfzehnte, der fünfzehnte als abgabe des fünfzehnten theiles von gut und eigenthum. mylord, ein fang! ein fang! hier ist der lord Say, der die städte in Frankreich verkauft hat, der uns einundzwanzig funfzehnte hat bezahlen lassen und einen schilling auf das pfund zur letzten kriegssteuer. A. W. Schlegel Shakspeares Heinrich VI. zweiter thl. 4, 7. doch scheint es mehr überhaupt den fünfzehnten theil oder ein fünfzehntheil, das hingegeben wurde, auszudrücken vorher 1, 1 in

ein schöner spasz, und nie erhört zuvor,
dasz Suffolk wen'ger nicht als den fünfzehnten
für kosten ihrer (der königsbraut) überfahrt begehrt.

dieser fünfzehnte waren nemlich von den besitzungen der Engländer in Frankreich die lehn Anjou und Maine.
3) adverbialisch. dies in den verbindungen zum fünfzehnten, das fünfzehntemal, zum fünfzehntenmale oder fünfzehntenmal, welche wie zum fünften, das fünftemal, zum fünftenmale zu beurtheilen sind. s. DWB fünfte 3). zum funfzehntenmale, quintumdecimum. Scheller (1805) 1027.
 
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funfzehntehalb, fünfzehntehalb, flexionsloses adj. vierzehn und ein halb, 14. mit ausstoszung des e vor halb funfzehnthalb, fünfzehnthalb. vgl. DWB fünftehalb. das subst. bei dem worte steht unter denselben verhältnissen im pl., wie bei fünftehalb (s. d.). er war fünfzehnthalb jahre hier. das kind ist jetzt fünfzehnthalb wochen alt. s. DWB funfzehnhalb.
 
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funfzehntel, fünfzehntel, n. was funfzehntheil (s. d.).
 
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funfzehntens, fünfzehntens, adv. in der folge an fünfzehnter stelle. funfzehntens, beym zählen, quintodecimo. Scheller (1805) 1027. gebildet von funfzehnte, fünfzehnte, wie fünftens von fünfte.
 
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funfzehnteste, fünfzehnteste, für funfzehnte, fünfzehnte. mhd. teile danne die gotes jâr zuo fiunfzehinen, en

[Bd. 4, Sp. 586]


belîbet danne niht uber, sô sin wir in dëm fiunfzëhendesten jâre. Meinauer naturlehre 13. vgl. DWB funfzehn, wo die form mit iu berührt ist. nhd. quindenarius, quindenus, dasz (das) zur fünffzehendesten zal gehöret. Alberus dict. a 1a; der fünffzehend oder fünffzehendst. ebenda. fünffzehendest, decimus quintus. Dentzler 2, 117a. auch altfries. fîftêndesta neben fîftînda, und noch saterländisch fiftinste. Richthofen 740a. superl. von fünfzehente, fünfzehnte, dessen t mhd. d schon superlativisch ist, freilich ohne dasz dies gefühlt wird (vgl. gramm. 3, 640). als gleiche bildung erscheint fünftest (s. d.).
 
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funfzehntheil, fünfzehntheil, n. das fünfzehnte theil eines ganzen. durch ausstoszung von t gekürzt aus funfzehnttheil, fünfzehnttheil. in jüngerer zeit ungewöhnlich und durch das aus ihm abgeschwächte funfzehntel, fünfzehntel verdrängt.
 
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funfzehnwöchentlich, fünfzehnwöchentlich, adj. 1) sich auf die dauer von fünfzehn wochen erstreckend. ein fünfzehnwöchentlicher aufenthalt im bade. 2) nach fünfzehn wochen wieder stattfindend, nach je fünfzehn wochen stattfindend oder geschehend. Davon das gleichlautende adv.
 
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funfzehnwöchig, fünfzehnwöchig, adj. 1) fünfzehn wochen alt. ein fünfzehnwöchiges kind. 2) fünfzehn wochen dauernd oder während. eine fünfzehnwöchige reise. Davon das adv.
 
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funfzehnzöllig, fünfzehnzöllig, adj. fünfzehn zoll im masze haltend, fünfzehn zoll lang, breit, hoch, dick.
 
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fünfzelterig, adj. fünfmal in der weise eines zelters, d. h. in wiegendem gange sich bewegend. das (dasz) ich nicht auch also par mit sechstrabenden unnd fünffzelterigen reymen herausz fahr. Fischart Garg. C 7b = (1608) D 7b, d. h. mit reimzeilen von fünf versfüszen, die eine wiegende bewegung haben.

 

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